Sonntagsrunde zum Sinn des Nähbloggens - Fina von FinasIdeen erzählt

11:16 Mein gewisses Etwas 3 Comments


Guten Morgen, Ihr Lieben!
Heute ist Fina von dem Blog FinasIdeen bei mir zu Gast. Ihre Antworten fand ich besonders interessant, da sie noch nicht so lange bloggt. Das ist ja noch einmal ein ganz anderer Blickwinkel als, wenn man schon 7 Jahre dabei ist. Ich bin auch sehr gespannt, welchen Weg Fina noch gehen wird. Sie hat in ihrer jungen Bloggerkarriere schon viele Schnitte rausgebracht und tolle Probenähegruppen zusammengestellt.

Liebe Fina, wir sehen uns beim nächsten Probenähen, ja? Ich danke Dir für Deine Zeit und wünsche Dir ganz viel Erfolg mit Deinen Schnitten.


1. Erzähl ein bisschen von Dir. Wer bist Du? Wie lebst Du? Was machst Du beruflich und wie viele Stunden arbeitest Du in der Woche? Welche anderen Hobbys hast Du neben Bloggen und Nähen?


Ich bin Fina, bin 38 und lebe mit Freund und Kind in der Nähe von Frankfurt am Main. Ich bin Dipl. Ing. (FH) für Augenoptik und arbeite vollzeit im Außendienst für einen Kontaktlinsenhersteller. Das bedeutet, dass ich damit täglich fast ausschließlich im Auto unterwegs bin. Dazu kommt dann noch der Homeofficeteil. Durch das ständige Rumtouren bin ich wirklich froh, wenn ich meine Freizeit ganz ruhig zu Hause genießen kann. Ich versuche dann soviel wie möglich draußen und in Bewegung zu sein und die Zeit mit meiner Familie zu genießen. Ich würde hier jetzt gern so viele tolle Hobbys aufschreiben, aber wenn man mal ehrlich ist, bleibt am Ende des Tages leider nicht mehr so viel Zeit für all die Sachen, die man noch vor dem Elternsein gemacht hat. Aber ich würde es mir nicht mehr anders wünschen ;)

2. Wie bist Du zum Nähen und zum Bloggen gekommen? Was ist es, das das Nähen / das Bloggen zu etwas besonderem für Dich macht?

In meiner Kindheit war mein freizeitfüllendes Hobby 11 Jahre Turniertanzen. Die meisten können diesem Hobby ja nicht viel abgewinnen, aber dass es dabei auch um tolle Kleider mit viel Stoff geht, wissen fast alle. Und genau diese tollen Kleider hat meine Mama für mich in ihrer wenigen freien Zeit an unserer uralt Maschine genäht. Nicht, dass ich damals jemals Hand angelegt hätte, aber ich habe immer daneben gesessen und jeden Handgriff fasziniert verfolgt. Mit der Aufgabe des Hobbys ist dann leider auch das Nähen wieder in Vergessenheit geraten, bis ich vor knapp 2 Jahren auf die Idee kam, mal einen Nähkurs zu machen. Vom ersten Moment an der Nähmaschine, hatte ich das Gefühl, ich mache das schon seit Jahren. Alles lief wie geschmiert und in der gleichen Woche habe ich mir die erste eigene Nähmaschine gekauft. Es hat mich sofort gepackt, aus schöner platter Meterware individuelle Kleidungsstücke zu erschaffen, die dabei auch noch genau so sind, wie ich es haben möchte. Und das Schönste ist, dass diese Sachen mich im täglichen Leben begleiten und nicht in einer Schublade oder im Regal verschwinden. Der Blog war eine Idee um meine genähten Werke formschön mit Notizen abzulegen und zu schauen, wie ich mich entwickle. Klar braucht man dazu keinen Blog, aber wenn ich mir die Mühe in Form eines Buches oder einer Datei auf dem Rechner mache, warum dann nicht online. Dazu kommt auf diesem Wege die Möglichkeit Gleichgesinnte zu finden und damit auch noch neue Ideen und Anregungen zu bekommen. Leider gibt es bis jetzt noch nicht so viele Nähherds in meinem Freundeskreis, aber ich arbeite erfolgreich dran ;)

3. Was bedeutet das Bloggen für Dich? Warum nimmst Du Dir Zeit Blogposts zu verfassen? Möchtest Du etwas mit Deinem Blog erreichen oder ist es eher ein "einfaches" Nähtagebuch ohne Ziel?



Ich habe einen Beruf, den ich sehr liebe und der mich zudem auch ausfüllt. Das Bloggen ist ein Hobby. Ich habe es gern hübsch und mit System. Dafür bietet sich ein Blog ja quasi an. Zudem ist alles chronologisch und mit Schlagwort sortiert und es macht mir jetzt schon nach dieser kurzen Zeit Spaß meine „alten“ Sachen anzuschauen. Klingt alles ziemlich pragmatisch, da steckt aber auch gaaaaanz viele Liebe drin ;)

4. Wann findest Du Zeit zum Nähen und wann zum Bloggen? Hast Du manchmal das Gefühl, das Bloggen stiehlt dem Nähen die Zeit? Oder fügt sich das für Dich perfekt? 

Das Bloggen mache ich „nebenbei“. Wichtiger ist mir wirklich das Nähen. Das findet dann am Wochenende oder abends statt. Ich nähe auch immer in Etappen. Natürlich macht es mehr Spaß in einem Durchgang zu arbeiten. Sozusagen von der Idee zum Produkt. Aber so sieht es bei mir leider sehr selten aus. Das heißt natürlich, dass es auch mal länger dauern kann, bis etwas fertig ist. Für mich ungeduldige Person ganz schön schwierig. Wenn ich mehrere Ideen im Kopf habe, teile ich es mir gern so ein, dass ich an einem Tag alle Schnittmuster bearbeite, am nächsten alle Zuschnitte mache und dann beim nächsten Mal ans Nähen gehe. Das passt für mich vom Ablauf wirklich gut. Meist werden dann auch mehrere Teile zusammen fertig, was wieder gut ist, falls ich sie bloggen möchte. Dann werden einfach alle Teile in einem Durchgang abgeknipst und ich habe sie für später. Mit meinem Ablauf fügt sich alles ganz gut zusammen. Und wenn ich keine Lust auf einen Blogpost habe, dann mache ich eben keinen. So wichtig ist mir das dann auch nicht.

5. Was nähst Du alle selbst? Bist Du eher ein "Selfish Sewer" oder nähst Du doch mehr für andere als für Dich? 



Am meisten nähe ich für mich und meinen Sohn und ausschließlich Kleidung. An Taschen habe ich mich kurz probiert, aber irgendwie ist der Funke nicht übergesprungen. Vielleicht hilft ja der nächste Sew- Along, mich zu motivieren und anzustupsen. Aber bei Kleidung bin ich mir schon sehr sicher mit Schnitt und Stoffwahl und das Endprodukt wird meistens so, wie ich es mir vorgestellt habe. Das ist für mich wichtig, denn ich nähe ungern Ausschuss, der dann in der Lade liegt oder gar nicht fertig gestellt wird. Bei meinem Sohn sieht das bereits mit 3 Jahren schon etwas anders aus. Seine Vorstellungen werden konkreter und ohne vorherige Absprache traue ich schon fast nicht mehr an Nähen. Trotzdem nähe ich auch schon für ihn relativ neutral, damit sich die Garderobe besser kombinieren lässt. Was meinen Kleiderschrank betrifft, werde ich immer experimentierfreudiger. Röcke, Oberteile, Kleider oder Jacken- ich versuche mich gern an neuen Dingen. Allerdings achte ich auch dort auf gute Kombinationsmöglichkeiten. Zum Glück bin ich ja nicht mehr im Wachstum und kann meine Schätze länger als eine Saison tragen.

6. Was würdest Du jemandem mitgeben, der gerade, so wie ich, darüber nachdenkt, ob das (Näh-) Bloggen Sinn macht? 


Ui, das ist schon fast eine schwere Frage. Ich als „Neuling“ kenne die Blogger-Welt ja nicht anders. Oft höre ich, dass es früher ein persönlicherer, kleiner Kreis war und man einen besseren Überblick hatte. Das kann ich mir schon sehr gut vorstellen. Allerdings ist für mich die Vielfalt an Blogs kein wirklicher Nachteil. Natürlich wird die Kreativität durch eine größere Anzahl von Bloggern nicht mehr, aber man darf sich dadurch auch nicht verunsichern lassen. Ich für meinen Teil habe seit Anfang des Jahres (da habe ich den Blog gestartet) eine wundervolle Gruppe von nähbegeisterten, stoffsüchtigen, und vor allem herzlichen Nähherds kennen gelernt und bin äußerst offen und freundlich in ihren Kreis aufgenommen worden. Wahrscheinlich bekommt man heutzutage unter einem Blogpost nicht mehr so viele Kommentare wie bei einer kleinen Gruppe von Bloggern früher. Aber das würde ich mir nicht zu Herzen nehmen. Mir geht es da ja nicht anders, wenn ich über die Werke meiner Nähkollegen schaue. In Zeiten von Instagram kann man auch einfach mal schnell ein Herz verteilen und kurz einen Kommentar da lassen, ohne mit viel Aufwand durch das Internet zu hopsen. Ich erfreue mich daher genauso an jedem dieser Herzen und gebe sie auch sehr gern weiter. Und zu guter Letzt: Nimm das Bloggen nicht zu ernst. Es gibt wichtigere Dinge im Leben. Bezogen auf den Blog natürlich das Nähen an sich. Und wenn es dich stresst, lass den Blog lieber eine Weile ruhen und nähe dafür glücklich weiter. Dafür hat, denke ich, jeder deiner Kontakte Verständnis. Wir würden dich vermissen, freuen uns aber genauso über ein kurzes Bild auf Instagram oder ein anderes kurzes Lebenszeichen. Du darfst nie vergessen, dass es uns allen im Grunde genauso geht und wir neben der Familie und dem Beruf doch alle im selben Zeitmanagementchaos festhängen ;)

3 Kommentare:

Schön, dass Du vorbeigeschaut hast. Ich freue mich sehr, wenn Du einen Kommentar hinterlässt!

Filigree Double Zip Pouche oder ob ich jemals eine Taschennäherin werde?

07:15 Mein gewisses Etwas 3 Comments

Ganz zu Beginn, als ich mit 15/16 Jahren aktiv begann, mich mit der Nähmaschine auseinanderzusetzen, nähte ich Taschen. Vorzugsweise Umhängetaschen im Messenger-Stil. So etwas gab es damals nicht und ich sah meine Chance im Selbermachen. Die Taschen bestanden aus einfacher Baumwolle und hielten nie, dass was sie versprachen. Es fehlte einfach nur die Einlage und jemand, der mir das erzählen konnte. So labberten sie, was das Zeug hielt und schafften es nicht in meinen Alltag.

Nach der kreativen Ruhepause dachte ich dann auch erste einmal nicht mehr an Taschen. Mir war es wichtiger, Kleidung zu nähen und zu tragen. Es entwickelten sich mit der Zeitganze Outfits zu denen natürlich auch eine passende Tasche gehört. Doch eine Tasche zu finden, die meinen Erwartungen entspricht, kostet entweder ein Vermögen oder ist schlichtweg nicht existent. Also machte ich mich auf die Suche nach passenden Schnittmustern. Aber auch da konnten meine Erwartungen nicht erfüllt werden.

Im Juli letzten Jahres kopierte ich einfach eine Tasche von Frau Tulpe (klick), die kein Schnittmuster hatte, aber irgendwie gelang. Sie begleitete mich sehr sehr lang bis sie einfach nicht mehr zu meinem Stil passte. Dann fand mich Onkel Knorke und ein weiterer Turnbeutel. Beide trug ich sehr sehr gern und trage sie auch weiterhin.

Kleine Taschen hingegen haben mich noch nie interessiert. Als dann Annika von Nähconnection von Ihrer Taschenreihe erzählte, war ich wenig begeistert. Was sollte ich denn mit so einem Täschchen?


Nach und nach trudelten die ersten Designbeispiele ein, bis mich plötzlich der Ehrgeiz packte. Ich suchte mir das Filigree Doppelreißverschlusstäschchen aus und schnitt ein lang gehegten Birch-Canvas aus der Eulenmeisterei an. Wäre doch gelacht, wenn ich nicht auch so ein hübsches Täschchen hinbekommen würde.


Zuerst fiel es mir unheimlich schwer, mich auf den Taschen-Jargon einzulassen. All diese Maße und alle die vielen Nähte. Puh.

Und dann war sie da plötzlich wieder: die Einlage. Die ich natürlich nicht zu Hause hatte, aber trotzdem nähen wollte. Also quiltete ich und gab der Tasche damit den nötigen Stand. Nach einem nicht ganz so optimalen Tag und einem Glas Wein genau der richtige Weg, um sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren.


Mein Täschchen ist bei weitem nicht perfekt, aber es hat großen Spaß gemacht, es zu nähen. Hier gibt es mindestens schon zwei Anwärter, die genau wissen, was sie da alles reinpacken würden.


Da bleibt für mich jetzt die Entscheidung entweder noch eines zu nähen und die Mädchen zu beglücken oder meine Filigree ganz für mich zu behalten. Ich tendiere zu zweiterem.

Wer nun auch Lust auf das Täschchen bekommen hat, beeilt sich am besten und hüpft sofort rüber zu Annika. Auf Facebook könnt ihr noch an der Party teilnehmen und tolle Komplettpakete gewinnen. Im Shop gibt es die Taschen-Schnitte nur noch diese Woche zum Einführungspreis.

Ganz besonders mag ich Euch das Komplettpaket ans Herz legen. Darin vereinen sich noch weitere Sew-Sweetness-Taschenschnitte zu einem unschlagbaren Preis.

3 Kommentare:

Schön, dass Du vorbeigeschaut hast. Ich freue mich sehr, wenn Du einen Kommentar hinterlässt!

MMM im Bowline Sweater von Papercut Patterns

06:01 Mein gewisses Etwas 20 Comments

Seit längerer Zeit bin ich auf der Suche nach klassischen Schnitten, bei denen der Stoff natürlich wichtig ist, aber trotzdem eher eine untergeordnete Rolle spielt. Mir stehen wilde Muster einfach nicht. Ich liebe es schlicht mit dem gewissen Etwas. Was ehrlich gesagt, gar nicht so leicht zu finden ist.

Vor zwei Wochen sah ich dann den Bowline-Sweater das erste Mal auf Instagram und war gleich begeistert. Ein schlichtes Langarmshirt mit einem wunderbaren Highlight. Der Schnitt war innerhalb weniger Stunden gekauft, gedruckt, geklebt und zugeschnitten. Das Nähen hat zwar noch ein wenig gedauert, aber hier ist er nun, meine Version des Bowline Sweaters.

Heute mit Gesichtskasper ..


Bei meiner nächsten Version kann ich sicher noch eine Größe kleiner nähen. Obwohl die Falte, die sich hier so schön auftut eher von der Pose unterstützt wird.


Ich empfehle für diesen Schnitt unbedingt einen weich fallenden Stoff, wie z.B. Viskosejersey. Ein paar Beispiele, die mir im Netz über den Weg gelaufen sind, bestätigen das. Mit zu viel Stand wirkt der "Sweater" schnell sehr voluminös und unvorteilhaft.



Bei so einem schönen Schnitt brauche ich gar nicht mehr viel zu sagen. Klare Kaufempfehlung! Meine nächste Version aus einem Viskose Jersey von Stoff&Stil wartet schon auf mich.

Damit hüpfe ich heute mal wieder zum MeMadeMittwoch und bin schon auf all die anderen Nähergebnisse gespannt.

------
Schnitt: Bowline Sweater von Papercut Patterns
Stoff: Viskose Jersey in dunkelblau aus der tollen Facebook-Gruppe "Stoff Kamera Liebe"

20 Kommentare:

Schön, dass Du vorbeigeschaut hast. Ich freue mich sehr, wenn Du einen Kommentar hinterlässt!

Sonntagsrunde zum Sinn des Nähbloggens - Jana von Simply Januaray erzählt

08:45 Mein gewisses Etwas 4 Comments


Die Sonntagsrunde findet am Montag statt, wenn man sich mal einen Tag offline gönnt und der automatische Post nicht online geht .. Pff ..

Dabei habe ich mich so gefreut, Jana bei mir zu Besuch zu haben. Jana ist für mich eine Vorzeigebloggerin, wenn es um #nähenverbindet geht. Egal, in welchen Ecken des Nähbloggens ich mich auch rumtreibe, Jana war schon vor mir da, hat kräftig kommentiert oder schon eigene Aktionen aufgebaut. So stellt man sich das Bloggen vor.

Liebe Jana, ich freue mich, dass Du Dir während des Aufbaus Deiner neuen Seite, Zeit für meine Fragen genommen hast. Es war toll, Dich beim Lillestoff-Festival persönlich kennenzulernen und ich freue mich aufs nächste Treffen!!

1. Erzähl ein bisschen von Dir. Wer bist Du? Wie lebst Du? Was machst Du beruflich und wie viele Stunden arbeitest Du in der Woche? Welche anderen Hobbys hast Du neben Bloggen und Nähen?

Vielen Dank für deine Einladung, liebe Sindy! Ich bin Jana und ich blogge unter dem Label *Simply JANuAry*.



Ich lebe mit meinen beiden Kindern, meinem Mann und unserem Kater in einem kleinen Ort an der Mecklenburgischen Seenplatte, ganz in der Nähe der Müritz. Hauptberuflich bin ich Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, jedoch arbeite ich schon seit vielen Jahren im Homeoffice für einen großen Konzern, der auf die Produktion von Software für Rechtsanwälte und Notare spezialisiert ist.

Das Nähen würde ich als mein größtes Hobby bezeichnen aber ich lese auch sehr gerne Bücher und höre unwahrscheinlich gerne Musik. An den Wochenenden spiele ich außerdem sehr gerne mit der Familie Gesellschaftsspiele und natürlich liebe ich die Gartenarbeit. Wir haben einen recht großen Garten, wo immer wieder etwas zu tun ist. Ich sehe es aber als unwahrscheinlich tollen Ausgleich zur Computerarbeit, sich draußen zu bewegen und im Garten etwas zu schaffen, wovon alle in der Familie etwas haben, die Ernte im Herbst und die Freude an den schönen Pflanzen. 

2. Wie bist Du zum Nähen und zum Bloggen gekommen? Was ist es, das das Nähen/das Bloggen zu etwas besonderem für Dich macht? 

Ich habe schon in Kindertagen gestrickt und meiner Mutter beim Knüpfen von Teppichen geholfen. Später bekam ich von meiner Mutter eine einfache Nähmaschine geschenkt, mit der ich leider überhaupt nicht warm werden konnte, so dass die Beziehung zu ihr über ein paar Vorhänge und Kissenbezüge nicht hinausging. Erst als meine Tochter geboren wurde und ich mich an all den pinken (Einheits-)Glitzerkram in den Klamottenläden einfach nicht gewöhnen wollte, kam ich zum Nähen. Ich las regelmäßig Nähblogs und sah mir Nähanleitungen an. Die Theorie saß also schon mal. Da die leidliche Erinnerung an die alte Nähmaschine noch sehr präsent war, kaufte ich mir eine neue Nähmaschine, ein paar Probestoffe und legte los. Nun sind seitdem schon fast 4 Jahre vergangen und ich schöpfe viel Kraft aus meinem Hobby. Das Bloggen über das Nähen kam dann später dazu.



3. Was bedeutet das Bloggen für Dich? Warum nimmst Du Dir Zeit Blogposts zu verfassen? Möchtest Du etwas mit Deinem Blog erreichen oder ist es eher ein "einfaches" Nähtagebuch ohne Ziel? 

Meinen Blog sehe ich noch heute als persönliches Tagebuch und Plattform, über die ich mit anderen Gleichgesinnten in Kontakt treten kann. Ich kann das Genähte in vielen Bildern zeigen und detailreich beschreiben. Für meine Blogposts nehme ich mir sehr viel Zeit, da ich meinen Lesern nicht das Gefühl geben möchte, mal eben schnell etwas hin gekritzelt zu haben. Das stört mich an anderen Nähblogs nämlich selbst hin und wieder. Über die Kommentarfunktion oder auch per E-Mail kann ich mit Interessierten in Kontakt treten. Meist sind es aber eher die Stammleser, die ein paar nette Worte hinterlassen. Ganz besonders gefällt mir am Bloggen aber, dass man durch gemeinsame Projekte noch enger zusammenrückt, obwohl man sich vielleicht noch nie im Leben wirklich begegnet ist. #nähenverbindet sag ich an dieser Stelle nur. ;-)



4. Wann findest Du Zeit zum Nähen und wann zum Bloggen? Hast Du manchmal das Gefühl, das Bloggen stiehlt dem Nähen die Zeit? Oder fügt sich das für Dich perfekt? 

Sowohl für das Bloggen als auch für das Nähen habe ich nur am Abend Zeit, wenn die Kinder schlafen. Gelegentlich nähe ich jetzt auch schon mal am Wochenende mit meiner Tochter. Dann entsteht aber meistens etwas für sie selbst oder ihre Puppen. Da ich seit gut einem Jahr die wöchentliche Linkparty AfterWorkSewing führe, habe ich einen Abend in der Woche schon als festen „Bloggerabend“ eingeplant. Ich versuche dann schon einige Beiträge vorzuschreiben oder auch mal Bilder zu bearbeiten. Momentan verbringe ich nur 2 bis 3 Abende in der Woche wirklich an der Nähmaschine. An anderen Abenden schneide ich zum Beispiel nur zu oder klebe Schnittmuster. Ich habe nicht das Gefühl, dass mir durch das Bloggen Nähzeit entgeht. Ich mache das ja wirklich gerne. Aber ich muss auch gestehen, dass nicht jedes genähte Teil auch wirklich in meinem Blog landet.



5. Was nähst Du alles selbst? Bist Du eher ein "Seflish Sewer" oder nähst Du doch mehr für andere als für Dich? 

Oh das ist eine gute Frage. Vielleicht sollte ich dazu mal die im letzten Jahr genähten Teile durchzählen. Definitiv kommt meine Tochter sehr gut bei weg. Für sie nähe ich im Prinzip die komplette Garderobe, Puppenkleidung und auch mal ein Täschchen. Sehr gerne nähe ich auch für mich selbst, da ich schon seit vielen Jahren auf Kaufkleidung verzichte. Für meinen Sohn und meinen Mann nähe ich eher weniger.

6. Welchen Stellenwert hat das Nähen/das Bloggen in Deinem Leben?

Mein Hobby nimmt schon einen großen Stellenwert in meinem Leben ein. Oft erwische ich mich z. B. beim Zähneputzen, wie ich in Gedanken Schnittmuster vorhandenen Stoffen zuordne und Zeitpläne schmiede.

7. Was würdest Du jemandem mitgeben, der gerade, so wie ich, darüber nachdenkt, ob das (Näh-)Bloggen Sinn macht? 

Ich denke, jeder muss für sich selbst entscheiden, ob und aus welchen (Beweg-)Gründen er einen Blog führen und was er damit erreichen möchte. Ist es einem wichtig, mit den Lesern in Kontakt zu treten? Oder schreibt man nur für sich ein paar Notizen zu dem Genähten auf? Oder will man gar durch den Blog sein Hobby zum Beruf machen? Je nach Anspruch ist der Aufwand, der so ein Blog mit sich bringt auch unterschiedlich. Es gibt ja mittlerweile auch andere Wege und Plattformen, um mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten und seine Nähwerke zu präsentieren. Ich nutze z. B. auch sehr gerne Instagram. Jedoch zeige ich dort auch mal ein paar Einblicke in die Entstehungsphase eines Kleidungsstückes und natürlich auch Bilder aus anderen Bereichen meines Lebens. Mein Blog ist ausschließlich für mein Hobby, das Nähen da.

4 Kommentare:

Schön, dass Du vorbeigeschaut hast. Ich freue mich sehr, wenn Du einen Kommentar hinterlässt!

Pepernoot - Hooded Coat

23:59 Mein gewisses Etwas 15 Comments

Da ist er nun endlich: Mein Wintermantel nach dem Pepernoot Schnitt von Waffle-Patterns.

Elkes Sew-Along-Finale liegt zwar schon eine Weile zurück. Aber getreu dem Motto, besser spät als nie, komme ich nun auch noch dazu. Das ist übrigens genau die Ruhe, die ich gebraucht habe, um weiter motiviert zu bloggen. Mich beim Finale zu verlinken, wäre toll gewesen. Die Zeit hat es aber einfach nicht hergegeben. Dazu war mein Leben 1.0 zu gut gefüllt.

So ein Mantel näht sich ja auch nicht einfach mal nebenbei. Wenn ich grob zusammen rechne, komme ich auf mindestens 14h. 4h allein für den Zuschnitt, 8h für das Zusammensetzen und noch einmal 2h für die Feinheiten, wie z.B. den Saum. Diese Zeit muss man neben Vollzeitjob und Familienleben erst einmal aufbringen. Da war es sehr merkwürdig, als der Mantel nach einer Ewigkeit ganz plötzlich fertig war, ich aber immer noch das Gefühl hatte, es würden noch Nähte fehlen.

Entgegen meiner ursprünglichen Pläne, ein Steppfutter zu nutzen, habe ich mich dann doch für einfachen schwarz-weiß-gestreifte Jersey als Innenfutter entschieden. Er lag beim Zuschnitt zufällig neben meinen dunkelblauen Außenstoff und hat so gut ausgesehen, dass ich nicht widerstehen konnte.


Nun, da die Jacke fertig ist, bin ich von der Kombination absolut begeistert. Meine Jacke ist so schön schlicht und doch besonders geworden. Ich mag besonders die Silhouette sehr. Die Jacke ist durch das Thinsulate richtig schön warm, aber trotzdem noch eher dünn. Mit dem Steppfutter wäre das bestimmt nicht so gut geworden.



linked with RUMS

Die Teilung unterhalb der Brust und die Abnäher bringen die Jacke ganz wunderbar in Form. Sie liegt an mir, wie eine zweite Haut. Dazu habe ich vor der Größenwahl wirklich sehr sehr viel gemessen und überlegt. Am Ende habe ich mich dann aufgrund des dickeren Thinsulate für Größe 40 entschieden und nicht bereut. Die Länge habe ich trotzdem um 8cm angepasst. Damit sitzt sie wie angegossen.


Oft sind die Mantelärmel an den Handgelenken eher weit gehalten. Etwas, was mich schon immer gestört hat. Gut, dass es Nähblogs mit wundervollen Anleitungen gibt. So habe ich bei Verfliest und Zugenäht eine Anleitung für ein verstecktes Bündchen gefunden und gleich umgesetzt. Damit bleibt die kalte Luft definitiv draußen. Und wenn es mal richtig kalt ist, kann ich die Bündchen noch ausklappen und bis über die halbe Hand ziehen. Wenn schon, dann richtig.


Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass der Mantel mit der tollen Anleitung auch für Anfänger geeignet ist. Wenn man sich Schritt für Schritt durcharbeitet, kann nichts schiefgehen.

Was mich aber fast um den Verstand gebracht hat, sind die extrem voluminösen Ärmel. Ich habe sie tatsächlich 3x annähen müssen, bis sie mir wenigstens einigermaßen gefallen haben. Ich verstehe nicht, warum sie so weit sein müssen. Für mich hätte es weniger Weite auch getan. Dann hätte ich jetzt normale Ärmel und keine Puffärmel.

Ich hoffe einfach, dass die tollen Knöpfe ein wenig ablenken können ..


Kennt Ihr das Gefühl direkt nach dem Nähen, dass Euer Kleidungsstück unendlich viele kleine und große Fehler enthält!? Auf Instagram versprach ich, alle Fehler schonungslos aufzudecken. Und nun, da ich den Blogpost schreibe, fällt mir bis auf die ungewollt gepufften Ärmel und ein nicht ganz mittig angebrachter Aufhänger gar nichts mehr ein. Mh.


Die Kapuze habe ich nicht noch extra abgesteppt, da man aufgrund des gestreiften Stoffes, die Naht gesehen hätte. Bei meiner Jacke ist es so definitiv viel stimmiger. Wie meinte mein großes Mädchen als wir die Fotos machten? Mit Kapuze bin ich dann kein Rot- sondern ein Streifkäppchen. Wie passend ..


Wer nun noch überlegt, sich auch einen Pepernoot zu nähen, dem kann ich nur raten, tu es! Es lohnt sich wirklich. Der Schnitt ist absolut durchdacht und sitzt mit all den Abnähern perfekt. Auch, wenn ich gerade keine Lust mehr auf das Mantelnähen habe, schließe ich es nicht aus, mir mit diesem Schnitt noch eine Regenjacke zu nähen.

Zum Thinsulate:
Ich habe ganz zu Beginn überlegt, ob ich es mit dem Jersey zusammensteppen soll. Aber gerade weil ich mich für Jersey als Futter entschieden habe, habe ich es nicht gewagt, weil ich Angst davor hatte, dass es sich komplett verzieht. Außerdem weiß ich nicht, was das Steppen mit dem Thinsulate macht!? Vielleicht wird es dadurch durchlässiger und hält nicht mehr so warm? Da werde ich noch einmal beim Hersteller nachfragen.

Ansonsten lässt es sich aber ganz wunderbar verarbeiten. Es fusselt natürlich ziemlich, trägt aber nicht auf und macht genau das, was man von ihm verlangt ..

Folgende Änderungen habe ich vorgenommen:
Verlängerung des Oberteils: 3cm
Verlängerung des Unterteils: 5cm
Verlängerung des Taschen-Reißverschluss (Danke für den Tipp, liebe Dominique!) von 15cm auf 18cm.
Bündchen an den Ärmeln nach der Anleitung von Verfliest und Zugenäht.

15 Kommentare:

Schön, dass Du vorbeigeschaut hast. Ich freue mich sehr, wenn Du einen Kommentar hinterlässt!

Sonntagsrunde zum Sinn des Nähbloggens - Steffi von tausendbunt erzählt

10:14 Mein gewisses Etwas 2 Comments


Heute erzählt Steffi vom Blog tausendbunt von Ihrer Sicht auf das Nähbloggen. Ein ganz besonderer Einblick, da sie ja auch für Lillestoff Beispiele aus den aktuellen Stoffen näht und somit ein wenig verpflichtet ist, regelmäßig zu bloggen. Und noch etwas ist besonders: Steffi ist die einzige Bloggerin, die ich erst real und dann in virtuell kennengelernt habe.

Liebe Steffi, hab vielen Dank für Deine Zeit. Ich freue mich schon sehr, Dich beim nächsten Nähcamp wiederzusehen!!

1. Erzähl ein bisschen von Dir. Wer bist Du? Wie lebst Du? Was machst Du beruflich und wie viele Stunden arbeitest Du in der Woche? Welche anderen Hobbys hast Du neben Bloggen und Nähen? 

Hallo! Ich bin Steffi und ich blogge und nähe unter dem Namen „tausendbunt“. Ich lebe mit meiner Familie am Stadtrand von Berlin in einem alten Haus mit Garten. Beruflich bin ich als Landschaftsplanerin tätig, das heißt, ich begleite ganz unterschiedliche Bauprojekte wie Radwege, Windkraftanlagen, Autobahnen oder Solarparks bis zur Genehmigung und achte darauf, dass Natur und Landschaft dabei ausreichend Berücksichtigung finden. Neben dem Nähen und Bloggen verbringe ich gern Zeit mit meiner Familie, wir spielen z.B. sehr gern zusammen Gesellschaftsspiele, außerdem lese ich sehr gern und ab und stricke ich auch.



2. Wie bist Du zum Nähen und zum Bloggen gekommen? Was ist es, das das Nähen / das Bloggen zu etwas besonderem für Dich macht? 

Als meine Kinder noch klein waren, habe ich angefangen zu nähen. Ich hatte in einer Zeitschrift etwas über farbenmix gelesen, hab mir die Seite angeschaut, die ersten Schnitte bestellt und losgelegt. Ich fand es von Anfang einfach unglaublich befriedigend, etwas Schönes nach meinen Vorstellungen fertig stellen zu können. Das ist für das tollste am Nähen: am Ende etwas Fertiges in den Händen zu halten mit dem Wissen, es selbst gemacht zu haben. In anderen Bereichen des Alltags hat man ja manchmal das Gefühl, immer wieder die gleichen Dinge zu tun und trotzdem nie fertig zu werden… Parallel zum Nähen habe ich viele Nähblogs gelesen und hatte irgendwann den Wunsch, meine Werke auch anderen zu zeigen und dazu eine Rückmeldung zu bekommen. So kam es zu meinem Blog. Auf den Namen „tausendbunt“ kam dann mein lieber Mann. 

3. Was bedeutet das Bloggen für Dich? Warum nimmst Du Dir Zeit Blogposts zu verfassen? Möchtest Du etwas mit Deinem Blog erreichen oder ist es eher ein "einfaches" Nähtagebuch ohne Ziel? 

Der Blog war von mir von Anfang als Medium für Kommunikation und Austausch gedacht. Ich freue mich, wenn ich Rückmeldungen von anderen zu meinen genähten Sachen bekomme. Mittlerweile hat der Blog allerdings für mich diesen Stellenwert ein wenig verloren, da z.B. über Instagram der Austausch schneller, direkter und einfacher möglich ist. Der Blog bietet aber immer noch die bessere Möglichkeit, das Genähte in allen Facetten, mit Details und Fotos aus verschiedenen Perspektiven vorzustellen. Für mich ist der Blog eher ein „Nähtagebuch“, ich schaue auch selbst manchmal im Blog nach, wenn ich mich z.B. nicht erinnern kann, welchen Schnitt ich für den geliebten, nun aber zu klein gewordenen Hoodie verwendet hatte.



4. Wann findest Du Zeit zum Nähen und wann zum Bloggen? Hast Du manchmal das Gefühl, das Bloggen stiehlt dem Nähen die Zeit? Oder fügt sich das für Dich perfekt? 

Für beides habe ich leider meist nur abends Zeit. Ich genieße es sehr, wenn ich mal ich einen freien Tag und Zeit zum Nähen habe und alle anderen aus dem Haus sind. Dann kann ich mich in Ruhe ausbreiten (zum Zuschneiden benutze ich nämlich den Küchentisch) und alles Zubehör herum liegen lassen und das begonnene Projekt auch abschließen. Halbfertige Sachen kann ich nur schwer aus der Hand legen… Und ja, manchmal habe ich das Gefühl, dass mir das Bloggen die Zeit zum Nähen stiehlt. Oft habe ich Kopf voller Ideen, was ich noch alles nähen möchte, und dann habe ich ehrlich gesagt manchmal wenig Lust, Blogbeiträge zu verfassen und würde lieber an der Nähmaschine sitzen. Aber ich möchte den Austausch mit anderen doch nicht missen. Außerdem habe ich das große Glück, dass ich für Lillestoff neue Stoffe zu Designbeispielen vernähen darf. Von daher habe ich auch eine gewisse Verpflichtung, über die genähten Sachen zu bloggen.

5. Was nähst Du alles selbst? Bist Du eher ein "Selfish Sewer" oder nähst Du doch mehr für andere als für Dich? 

Ich nähe in erster Linie Kleidung. Ab und an auch mal eine Tasche oder einen neuen Turnbeutel… Für wen ich am meisten nähe, ist schwer zu sagen. Ich nähe schon viel für mich selber, aber ich denke auch ungefähr ebenso viel für meine Kinder. Ab und zu auch für meinen Mann oder Freunde und Verwandte.



6. Welchen Stellenwert hat das Nähen / das Bloggen in Deinem Leben? 

Das Nähen hat für mich schon einen sehr hohen Stellenwert und nimmt viel von meiner Freizeit in Anspruch. Ich habe das große Glück, dass meine Familie da vollkommen hinter mir steht und mich unterstützt. So kann ich ohne Probleme auch mal ein Wochenende zum Nähcamp fahren oder ähnliches…

7. Was würdest Du jemandem mitgeben, der gerade, so wie ich, darüber nachdenkt, ob das (Näh-) Bloggen Sinn macht? 

Das muss wohl jeder für sich selbst ausprobieren, ob ein Blog sinnvoll ist. Man kann einen Blog ja auch jederzeit Ruhen lassen, ohne auf den Austausch mit anderen Nähern verzichten zu müssen. Es gibt ja Alternativen, die weniger Zeit in Anspruch nehmen. Für manch einen mag das genau richtig sein, wenn man gern mehr Detailinformationen austauschen möchte, ist ein Blog vielleicht die richtige Wahl.


2 Kommentare:

Schön, dass Du vorbeigeschaut hast. Ich freue mich sehr, wenn Du einen Kommentar hinterlässt!

Raglanliebe von FinansIdeen

08:15 Mein gewisses Etwas 10 Comments

Schon viele Wochen ist es her, da stürzte ich mich mit gefühlt tausend anderen Damen auf die Shape Lines von Mamasliebchen. Endlich mal ein Design, dachte ich, was nicht so üppig daher kommt und einen gewissen Stil hat. Geometrisch hat mir schon immer gut gefallen. Dunkelblau sowieso. Passt.

Dachte ich.

Denn irgendwie wollte kein Schnitt so richtig zu diesem Stoff passen. Ständig hielt ich ihn in den Händen und packte ihn doch wieder zurück. Merkwürdig. Für die Raglanliebe von FinasIdeen habe ich mich regelrecht gezwungen, ihn nun doch endlich mal zu verarbeiten.

Schon als ich das Shirt das erste Mal anzog und mich vor den Spiegel stellte war klar, dieser Stoff bin ganz klar nicht ich. So einfach ist das. Kein Wunder, dass er zu keinem Schnitt passen wollte.

Dabei ist der Schnitt von Fina wirklich toll. Schön leger, aber nicht zu sackig und ...

linked with RUMS

... hinten länger als vorn. Perfekt! Genau mein Ding.


Nun habe ich ein absolut stylisches Couch-Outfit. Das ist gar nicht so übel, da ich zu Hause meist die Kaufsachen, die zwar noch gut, aber schon 6 Jahre und älter sind, trage. Da ist es auch mal nett, ein bisschen frischen Wind reinzubringen.

Ich hab da übrigens noch 1 oder 1,5m der Shape Lines in Türkis im Regal liegen. Mag die jemand haben?


----------------
Schnitt: Raglanliebe von FinasIdeen
Stoff: Shape Lines von Mamasliebchen

10 Kommentare:

Schön, dass Du vorbeigeschaut hast. Ich freue mich sehr, wenn Du einen Kommentar hinterlässt!

#myfallessentials mit dem Signature-Blitz

05:49 Mein gewisses Etwas 16 Comments

Seit den letzten, öffentlichen Gedanken zu einer Capsule Wardrobe, einem Kleiderschrank, in dem sich alles untereinander kombinieren lässt, sind mir viele weitere Gedanken durch den Kopf gegangen. Ich habe immer und immer wieder hinterfragt, ob der Weg, den ich damals einschlug auch wirklich der richtige war. Denn so 100%ig zufrieden war ich mit meinem Kleiderschrank nicht, ohne darauf zu kommen, woran das liegen könnte.

Dann war da diese eine Tag im Sommer. Ich trug ein blau-weiß gestreiftes Shirt, meine dunkelblaue Lola und eine dünne Boyfriendhose in hellem Grau. Ein Outfit, welches ich so schon viele Mal zuvor getragen hatte. Doch dieses eine Mal mit dem Unterschied, dass ich plötzlich wusste, DAS ist mein Signature Style. DAS ist der Stil, den ich komplett verkörpere. Lässig und doch stilvoll schick. Ja, DAS bin ich.



Es traf mich tatsächlich wie ein Blitz und veränderte noch einmal komplett meine Sichtweise auf die weiteren Nähprojekte. Ich kaufte mir eine weitere Boyfriendhose aus Jeans und hielt Ausschau nach Schnitten, die diesen Stil unterstützen.

Dies ist ein Outfit, welches direkt nach dem "Signature-Blitz" entstand. Es zeigt sehr schön, in welche Richtung es gehen wird und wie ich mich am wohlsten fühle.


Für die letzten Wochen im Sommer sah ich meinen Kleiderschrank mit anderen Augen, stellte ein paar wenige Dinge um und fühlte mich endlich angekommen. Alles passte zusammen und ich konnte mir für jeden Tag das richtige Outfit, passend zur Tagesstimmung aussuchen.

Nun ist es ja schon merklich kühler geworden und ich merke, dass mein Kleiderschrank zu diesem Thema noch etwas Nachholbedarf hat. Zeit für eine neue Reihe der #myessentials, oder?

Zusammen mit Elke von EllePuls und Lena von fantantisch haben wir uns 3 Gäste eingeladen, die mit uns ihre ganz persönliche Sicht auf eine Capsule Wardrobe teilen. Das sind Steffi von herzekleid, Eveline von Frölein Tilia und Marina von Metterlink.* Eine ganz wunderbare Runde, wie ich finde.

Wir treffen uns heute, um von unserem Ist-Zustand und unseren Pläne zu erzählen, im Januar, um einen kleinen Zwischenstand zu geben und im April, um unseren Prozess zu resümieren. Das sollte uns genügend Zeit geben, um auch wirklich etwas zu schaffen.

Da das schon in den letzten Runden so gut funktioniert hat, habe ich einmal den Herbst-/Winter tauglichen Teil meines Kleiderschrankes rausgeholt und fotografiert. Damit visualisiere ich ganz wunderbar, was ich alles habe und was fehlt. Es ist eine Heidenarbeit, die sich aber wirklich lohnt.

15 Shirts
Gut die Hälfte sind eher weitere Schnitte wie das Timpe Tee und Frau Aiko. Dazu ein paar schlichte Basic-Shirts, die sich schön mit Strickjacke oder Blazer kombinieren lassen.


2 Blusen, 1 Langarmkleid
Eine gekaufte Bluse (Zara), eine Wiksten Tova und meine neue schwarze Else.


3 Strickjacken, 3 Blazer
Secondhand-Strickjacke Zara, 2x Lola, Lady Grace, Cut Blazer, Blazer Morris


2 Hoodies, 2 Langarmshirts, 3 Pullover
Darunter meine TanteHertha, die meinen Stil perfekt unterstützt und definitiv noch in einer weiteren Variante einziehen muss. Hoodies sind genügend vorhanden. Ich zieh sie gern einmal in meiner Freizeit an, aber so wirklich passen sie nicht zu meinem Stil.


8 Tücher
Ich liebe es, mit ihnen zu spielen. Sobald es kühler geworden ist, sieht man mich immer mit irgendeinem Tuch um den Hals.


1 Herbstjacke, 1 Winterjacke (work still in progress)


1 enge Jeans


1 Boyfriend-Jeans


Dazu gesellen sich ein paar schwarze Stiefel und zwei Paar braune Schuhe. Eines davon inspiriert von der lieben Danie (Prülla).

Art Bonn z.B. über amazon

Wenn ich richtig gezählt habe, sind das 35 Kleidungsstücke (ohne die Tücher) und 3 Paar Schuhe. Also werde ich im Herbst/Winter definitiv etwas zum Anziehen haben und nicht erfrieren ..

Aber ist Euch auch etwas aufgefallen? Ganz schön monochrom, oder? Außer einem türkisfarbenem Shirt und ein paar bunten Tüchern, die ich zugegebenermaßen nicht wirklich oft trage, ist alles grau und blau. Und wisst Ihr was? Ich liiiiiiebe es!

Das ist genau DER Kleiderschrank, den mir unbedingt aufbauen wollte. Monochrom mit besonderen Schnitten. Ich freue mich sehr, dass es mir das gelungen ist, denn ich fühle mich tatsächlich pudelwohl. Das heißt aber nicht, dass ich Farben grundsätzlich ausschließe. Ich möchte immer noch Rosa, Türkis und Lila mit meinem monochromen Grundgerüst kombinieren.
Wenn ich die Farben sehe, geht tatsächlich mein Herz auf. DAS sind einfach meine Farben, die jetzt, da mein Kleiderschrank weiß, wohin es gehen soll, sehr gern nach und nach und wohl dosiert einziehen dürfen.

Für meinen Geschmack ist mein Kleiderschrank auch noch etwas zu lässig. Ein bisschen mehr Schick dürfte schon dabei sein. Noch ein paar Blusen im Stil der Wiksten Tova und auch Langarmkleider gefielen mir sehr. Noch habe ich keine konkrete Pläne, aber eines weiß schon ganz sicher. Der Bowline Sweater von Papercutpatterns wird als nächstes in wunderschönem Dunkelblau einziehen.



Wenn der Schnitt mich überzeugt, wird es definitiv mehr als eine Variante geben. Solche Schnitte haben mir es weiterhin sehr angetan. Sie lassen sich mit einfachen Stoffen ganz wunderbar in Szene setzen. Sie sind ein wenig lässig, aber trotzdem schick. Passt.

Vielleicht sollte ich mir auch die japanischen Schnitte noch einmal näher anschauen?

Dazu gesellt sich definitiv noch eine HappyMe von Finasideen, die ich weiter oben in hellem Grün und Boyfriendjeans trage. Fina war so lieb und hat dem Schnitt noch lange Ärmel mitgegeben. So kann ich mir eine Variante für den Winter nähen.

Sehr viel weiter bin ich noch gar nicht. Aber das reicht mir tatsächlich als grober Plan. Ich weiß, dass es ein wenig schicker und ein bisschen farbiger werden soll. Und damit bin ich gespannt, was ich Euch im Januar alles zeigen kann.

Aber vorher mag ich Euch noch zweigen, wem ich auf dem ersten Bild so liebevoll zu lächle. Mein zweites obersüßes Patenkind. Oh, wie ich diesen Sonnenschein liebe!!



* Zum Schluss möchte ich Euch noch die Beiträge der anderen Mädels an Herz legen:

Elke von EllePuls stellt Euch heute ein interessantes Buch zum Thema Capsule Wardrobe vor. Ich bin schon sooooo gespannt. Bei meinem letzten Besuch bei ihr durfte ich schon einmal darin blättern. Ein Besuch bei Elke lohnt sich heute definitiv.

Lena von fantantisch näherte sich schon die letzten Male seeeehr strukturiert und ausführlich dem myessentials-Thema an. Mir ist das Fashion-Sodoku noch gut in Erinnerung geblieben. Mal sehen, was sie sich diesmal ausgedacht hat.

Steffi von herzekleid ist schon ein zweites Mal bei unserer Runde dabei. Da ist es sehr spannend zu sehen, was aus ihren Gedanken geworden ist und welche Richtung sie eingeschlagen hat.

Ich mag den Stil von Eveline von Frölein Tilia so so sehr. Wie wird sie sich wohl dem Thema der Capsule Wardrobe annähern?

Marina von Metterlink schreibt unter dem Hastag #mymaternityessentials. Ein ganz wunderbares Thema. Ich weiß noch, wie herausfordernd es in meiner letzten Schwangerschaft war, trotz Babybauch meinem Stil treu zu bleiben und Schnitte zu finden, in denen ich mich während und nach der Schwangerschaft wohl fühlen würde.

16 Kommentare:

Schön, dass Du vorbeigeschaut hast. Ich freue mich sehr, wenn Du einen Kommentar hinterlässt!

Sonntagsrunde zum Sinn des Nähbloggens - Hella von Miss Margerite erzählt

11:20 Mein gewisses Etwas 1 Comments


Heute freue ich mich Hella von Miss Margerite bei mir zu Besuch zu haben.
Miss Margerite war eines der ersten Nähblogs, auf die ich damals aufmerksam geworden bin. Schon von Beginn an habe ich Hellas komplexe und durchdachten Werke bewundert. Dazu nahm sie sich immer die Zeit, noch ausführlich über ihre Erfahrungen zu Schnitt und Stoff zu schreiben. Ich habe viele Ideen von ihr mitgenommen und habe so so gern verfolgt, wie sie 2-fache Mama wurde.
Dieser persönliche Faktor hat mir immer ganz besonders gut gefallen. Deswegen freue ich mich auch sehr, dass man sie nun auch bei Instagram findet und trotz fehlender Blog-Zeit, ihre Projekte und ein bisschen ihr Leben verfolgen kann.

Liebe Hella, Deine ausführlichen Antworten zu meinen Fragen haben mich sehr berührt. Du bist mir damit noch sympatischer als ohnehin schon. Ich glaube, wenn wir uns zu einem richtigen Kaffee treffen würden, wir hätten uns viiiiel zu erzählen. Sei ganz herzlich gegrüßt und nochmals vielen lieben Dank für Deine Zeit!

1. Erzähl ein bisschen von Dir. Wer bist Du? Wie lebst Du? Was machst Du beruflich und wie viele Stunden arbeitest Du in der Woche? Welche anderen Hobbys hast Du neben Bloggen und Nähen? 

Ich bin Hella, 36 Jahre alt und lebe mit meiner Familie - mein Mann, mein Sohn (4) und meine Tochter (2,5) - am südlichen Stadtrand von Hamburg. Im März diesen Jahres sind wir endlich in eine größere Wohnung gezogen mit einer großen Spieldiele als Herzstück, von der alle anderen Zimmer abgehen. Hier habe ich Platz für ein Nähzimmer gefunden, in dem nun alle Dinge untergebracht sind, die ich und die Kinder zum Kreativsein brauchen. So arbeite ich manchmal am Zuschneidetisch, den man ausziehen kann, und meine Kinder sitzen über Eck und malen z.B. Bilder.


Ich habe Pädagogik auf Diplom mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung studiert und arbeite aktuell mit einer 50% Stelle mit Menschen mit Behinderungen im Bereich der beruflichen Rehabilitation. Glücklicherweise habe ich seit Anfang September einen neuen Arbeitsplatz in der Nähe unseres Wohnortes gefunden, was den Alltag (und mich) entspannter und die gemeinsame Zeit mit den Kindern am Nachmittag einfach schöner macht. Außer Nähen und inzwischen auch wieder Bloggen stricke und häkele ich auch gerne. Ich unternehme gerne kleine Fahrradtouren oder Ausflüge mit den Kindern und mache gerne Yoga, wenn es zeitlich passt (und mein Schatz abends zeitig genug heim kommt, sodass ich zum Kurs fahren kann).

2. Wie bist Du zum Nähen und zum Bloggen gekommen? Was ist es, dass das Nähen / das Bloggen zu etwas Besonderem für Dich macht? 

Erste Gehversuche beim Nähen habe ich als Kind an der Nähmaschine meiner Mutter unternommen und Zopfbänder genäht. Als Kind reizte mich alles, was es im kreativen und gestalterischen Bereich so gab. Ich habe dauernd Dinge gebastelt und gemalt. Viele Sachen hat meine Mutter noch bis heute in kleinen Schatzkisten aufgehoben. „Richtig“ mit dem Nähen begonnen habe ich 1996, da war ich 16 Jahre alt. Die große Schwester meiner Schulfreundin hat Kleidung genäht. Von ihr und auch in den Stoffläden, wo ich eingekauft habe, durfte ich mir immer wieder Tipps holen, z. B. wie bestimmte Fachbegriffe aus den Anleitungen zu verstehen sind. Dazu kaufte ich ein Nähbuch von Burda zum Nachschlagen. Ich war und bin gerne Autodidakt. Mein erstes Projekt war ein dunkelblauer Wickelrock aus Leinen aus einem Burdaheft, den ich leider nicht mehr besitze. Nach dem Abi haben meine Eltern mir eine Overlock geschenkt, was meinen Output und den Spaß am Bekleidungsnähen deutlich erhöht hat. Der erste Blog, den ich gelesen habe, war der von „The selfish seamstress“.



Meinen eigenen Blog „Miss Margerite“ eröffnete ich, um Feedback zu meinen Werken zu erhalten und Erfahrungen und Tipps weitergeben zu können. Auf anderen social media Kanälen hatte ich damit weniger Erfolg (Burda Community und Facebook), da es Freunde und Verwandte zwar toll fanden, dass ich nähte, aber keinen eigenen Zugang dazu hatten und mir somit wenig dazu sagen konnten. Ich wollte gerne Gleichgesinnten zeigen, was ich mache und etwas zu meinen Werken erzählen.

3. Was bedeutet das Bloggen für Dich? Warum nimmst Du Dir Zeit Blogposts zu verfassen? Möchtest Du etwas mit Deinem Blog erreichen oder ist es eher ein "einfaches" Nähtagebuch ohne Ziel? 

Geschichten rund um einzelne Projekte und auch Hintergründe zur Entstehung auf dem Blog zu erzählen machen mir viel Spaß. Und die ein oder andere Anekdote zum genähten Stück machen die besondere Würze aus, finde ich. Das lese ich auch selbst gerne noch einmal mit einem gewissen zeitlichen Abstand. Mein Blog machte immer dann eine Pause, wenn ich nicht genug Energie, Zeit und Lust zum Verfassen eines Posts übrig hatte. Das war jeweils der Fall, als ich mit meinen beiden Kindern schwanger war. Die letzte Pause entstand durch unseren Umzug, eine hartnäckige und langwierige Krankheitsphase Anfang des Jahres in der Familie und meine Bewerbungsphase. Wenn ich Zeit fand, nähte ich lieber anstelle zu bloggen.

Die Frage von Sindy, ob ich bei ihrer Interviewreihe mitmachen möchte, brachte einen Stein ins Rollen. Instagram nutzte ich zwischenzeitlich gerne, um mit wenig Aufwand meine Werke zeigen zu können und wieder mehr mit anderen Nähbegeisterten in Kontakt zu kommen. Auf Dauer fehlte mir aber hier die Möglichkeit, etwas mehr erzählen zu können und Links zu setzen. Um meinen Blog wieder zu beleben, musste eine flexible und vor allem mobile Lösung her. Ich installierte eine Blogger-App namens „Blog Touch Pro“ auf meinem Handy, um auch unterwegs und zwischendurch an einem Post arbeiten zu können. Ich wünsche mir, dass ich dadurch wieder mehr zum Bloggen komme.

4. Wann findest Du Zeit zum Nähen und wann zum Bloggen? Hast Du manchmal das Gefühl, das Bloggen stiehlt dem Nähen die Zeit? Oder fügt sich das für Dich perfekt?

Ich nähe am Wochenende in der Mittagspause, wenn die Kinder schlafen oder sich ausruhen. Selten nähe ich nachmittags (oder bereite Schnittmuster vor), wenn die Kinder spielen oder mir dabei zuschauen. Meistens nähe ich abends, wenn die Kinder schlafen. Wenn ich wenig Zeit und Energie habe, nähe ich lieber anstelle zu bloggen. Gebloggt habe ich bisher meistens abends, da ich hier die meiste Zeit am Stück und Ruhe hatte. Umso mehr freue ich mich über die Entdeckung der Blogger App, sodass ich nun auch zwischendurch und unterwegs an einem Post schrauben kann. Fotos mache ich schon lange mit meinem iPhone. Das Übertragen auf den Rechner, Nachbearbeiten und Logo einsetzen kostete viel Zeit. Das spare ich mir jetzt :-) Vielleicht finde ich noch eine App, mit der man die Qualität der Fotos optimieren kann.

5. Was nähst Du alles selbst? Bist Du eher ein "Selfish Sewer" oder nähst Du doch mehr für andere als für Dich?

Ich nähe aktuell ungefähr gleich viel für mich und die Kinder. Manchmal etwas mehr für die Kinder, weil sie aus den Lieblingsstücken ja wieder rauswachsen.


Ich habe an Bekleidung für mich selbst schon viel ausprobiert (Hosen, Röcke, Overall, Shirts, Blusen, Hüte, Schal, Mäntel, Blazer, Hosenanzug, Unterbüxe). Natürlich auch Taschen, Kissen und kleine Accessoires wie Handyhüllen und eine Geldbörse. Mein Mann, meine Brüder, meine Eltern, Verwandte und Freunde sowie deren Kinder haben natürlich auch schon mal etwas von mir bekommen. Sehr selten nehme ich mal einen Auftrag entgegen, wenn jemand mit einem bestimmten Wunsch auf mich zukommt und ich mir das auch vorstellen kann. Es macht mich glücklich, wenn ich im Familien- und Freundeskreis sehe, dass meine Sachen gut ankommen und benutzt / getragen werden. Daher fällt es mir auch nicht schwer, genähte Lieblingskleider meiner Kinder zu verleihen, die nicht mehr passen. So sehe ich die schönen Stücke wenigstens noch mal in Aktion und sie versauern nicht in einem Karton.

6. Welchen Stellenwert hat das Nähen / das Bloggen in Deinem Leben?

Ich liebe den Umgang mit schönen Stoffen. Hier hüpft mein Herz und ich gehe im Selbermachen einfach total auf. Es ist für mich kein Hobby, sondern eher eine Art Lebenselixier. Es macht mir so viel Freude, Dinge nach meinen Vorstellungen fertigen zu können, sei es nun genäht oder gestrickt. Mit Gleichgesinnten darüber zu sprechen und mich auszutauschen, ein Teil einer Gemeinschaft aus kreativen Menschen zu sein, die ihre Werke zeigen, darüber erzählen und Tipps geben, mir Anregungen holen und selbst Ideenquelle zu sein, das macht für mich Bloggen aus. Miss Margerite ist sozusagen meine Nähpersönlichkeit, ob mit oder ohne Blog. Vollständiger fühle ich mich jedoch irgendwie mit Blog ;-)


7. Was würdest Du jemandem mitgeben, der gerade, so wie ich, darüber nachdenkt, ob das (Näh-) Bloggen Sinn macht?

Für mich war es in den letzten Monaten hilfreich, den Blog einfach ruhen zu lassen, ab und zu darin zu lesen und mit mir nahestehenden Menschen darüber zu sprechen, was damit geschehen soll. Ich würde empfehlen, dem eigenen Gefühl zu folgen. Gerade wenn es sich hierbei um einen Teil der eigenen Freizeit handelt und man damit nicht seine Brötchen verdient. Ein Blog lebt von der Persönlichkeit seiner (Näh-)bloggerin. Insofern sollte man schon Lust dazu verspüren, etwas in der Öffentlichkeit über seine Leidenschaft kund zu tun.

1 Kommentare:

Schön, dass Du vorbeigeschaut hast. Ich freue mich sehr, wenn Du einen Kommentar hinterlässt!