Cardigan Kathi von Herzekleid

06:06 Mein gewisses Etwas 4 Comments

Eigentlich wollte ich Euch heute ganz stolz meine neue Winterjacke zeigen und mich noch auf den letzten Drücker bei dem Finale von Elkes Sew-Along verlinken. Aber erstens kommt es anders, als man zweitens denkt ..

Zeitlich war es eh schon eng, da ich ja auch noch einen Nachmittag mit Bildern einplanen musste. Am Montagabend hing ich dann an einem Denkfehler fest, bekam vom dauerhustenden Kind gerade mal 2h Tiefschlaf geschenkt und erinnerte mich dann am Dienstag im Laufe des Tages: Ruuuuuhig, Sindy. Es ist nur ein Sew-Along. Natürlich würdest Du Dich gern verlinken und auch noch rumsen, aber ganz ehrlich, hast Du am Abend wirklich noch die Kraft, Deine Jacke hochkonzentriert zu Ende zu bringen? Ganz klar, nein!

Und so freue ich mich, dass ich diesen Blogpost heute dem wunderbaren neuen Schnitt von Steffi widmen kann.


In Zusammenarbeit mit der neuen Stoffkollektion vom stoffbüro entstand der wunderschöne Schnitt KATHI.


Kathi ist ein Kinder-Cardigan mit Raglanärmeln. Und wie wir es bei Steffi gewohnt sind, gibt es noch allerlei Raffinessen dazu. Vorder- und Rückteil können z.B. geteilt und auch gekräuselt werden.


Für meinen kleinen Hüpfer hab ich genau das getan. Dabei ist ein ganz toller schlichter Cardigan mit dem gewissen Etwas entstanden. Der nächste wird etwas länger sein, aber auch so passt er noch richtig gut.

Dank Steffis detaillierter Anleitung konnte ich alles ganz sauber nähen und die Übergänge zur Knopfleiste perfekt abschließen. Ich muss das immer wieder erwähnen, da es zwar zu jedem Schnitt eine Anleitung und auch oft Bilder gibt, aber Steffi doch ein besonderes Händchen hat, das richtige Bild zu zeigen, auf dem genau das ersichtlich wird, was man braucht.

Was mir allerdings noch fehlt, ist eine Anleitung, wie ich ein 3jähriges willensstarkes Mädchen dazu bekomme, mit mir zusammen die Fotos zu machen, die ich mir ausgemalt habe. Wenn da mal ein ebook erscheint, ich kaufe es sofort!

Ich habe es einfach immer wieder probiert. Und an dem Tag, als es gefühlt 35°C warm war, hatte sie plötzlich Lust, sich fotografieren zu lassen. Ähm .. ja .. da fehlen mir die Worte. Vor allem, weil sie den Cardigan auch nach dem kleien Fotoshooting anließ. Naja, kleine 3jährige eben, oder?


Die Fotos sind übrigens an unserem kleinen lokalen Meer entstanden. 5min von zu Hause entfernt mit wunderbarem Erholungsfaktor.


Nun bin ich selbst gespannt, was es heute alles im Stoffbüro geben wird.

Über den Schnitt erzählt Steffi heute auf ihrem Blog Herzekleid und kaufen könnt ihr ihn in ihrem Fabelwald-Shop oder direkt im Stoffbüro.

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Wild and Free Pants von Coffee and Threads

05:45 Mein gewisses Etwas 3 Comments

Lange habe ich überlegt, ob ich aus "Mein gewisses Etwas" ein reines Selfish-Sewing Blog machen möchte. Ich war auch kurz davor, als ich plötzlich über das Lillestoff-Festival in eine ganz wunderbare Nähgruppe, die nähconnection Botschafter, stolperte. Dort wurde ich so herzlich empfangen, dass mich gleich hochmotiviert in das erste Kinderprojekt stürzte.

Annika hat das Schnittmuster Wild and Free Pants von Coffee und Threads in Deutsche übersetzt und bietet es aber heute (Achtung! 20% Einführungsrabatt) in ihrem Shop an.

Wild and free passt so wundervoll zu meinem kleinen Mädchen, dass ich nicht lange zögerte und ihr eine Leggins mit Katzengesicht nähte.Mit ihren wilden drei Jahren hat sie gerade das richtige Alter für so eine feine Spielerei.

Wer mich kennt, weiß, dass das Katzengesicht als Hightlight ausreicht. Bunte Stoffe hätten mich dabei einfach überfordert. Zum Glück sind das meine Mädchen von mir gewohnt und finden, wie hier mit dem pinken Armreif, ihre eigene bunte Nische.

linked with DienstagsDinge, Handmade on Tuesday, Meertjes Stuff, Plotterliebe, Kiddikram

Ich mag den lässigen Stil der Leggins sehr gern. Mit den Hosentaschen ist sie für mich eine gelungene Mischung aus aus Jogginghose und normaler Leggins.


Das Schnittmuster hält eine ganze Reihe an Tiergesichtern parat, kann aber auch z.B. mit einem Stern aufgepeppt oder ganz schlicht genähte werden. Bei meinem kleinen Mädchen stehen Katzen gerade hoch im Kurs. Da passte ein Katzengesicht natürlich am besten.

Besonders toll fand ich die dazugehörige studio3-Datei. So konnte ich das Gesicht gleich plotten und musste nicht erst aufwendig applizieren. Die Ohren werden einfach in die Naht kurz über dem Knie eingenäht. Bei mir sind sie ein bisschen groß geraten, wurden aber ohne Murren so akzeptiert.


Eigentlich hatte ich so ein richtiges cooles Katzenoutfit im Kopf ..


.. musste aber schnell einsehen, dass das verlängerte Beachy Boatneck so gar nicht zur Leggins passen wollte.


Nunja, Pläne sind ja bekanntlich dazu da, umgeworden zu werden, oder?

Das kleine Mädchen hat nun erst einmal genug von der ganzen Fotografierei. Sobald ich sie aber mal wieder vor die Linse bekomme, zeige ich Euch noch das süße Katzenshirt. Das ist nämlich ganz toll gelungen, auch wenn es nicht zur Leggins passt.


Wild and Free Pants über nähconnection
Schwarzer Jersey von Nosh übers Stoffbüro

Katziges Beachy Boatneck über nähconnection
Katzen Jersey von Stenzo über Stoffhandel Arnstadt

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Sonntagsrunde zum Sinn des Nähbloggens - Eveline von Frölein Tilia erzählt

08:43 Mein gewisses Etwas 5 Comments


Guten Morgen, Ihr Lieben!

Ein Grund, warum ich blogge, sind tatsächlich all die wundervollen Nähbloggerinnen da draußen, die in Echt noch viel viel toller sind, als im Netz. Nicht zuletzt seit dem Lillestoff-Festival letzte Woche, weiß ich, wie schön es ist, wenn man sich von Angesicht zu Angesicht unterhalten kann.

Eveline war leider nicht mit in Langenhagen. Dabei bin ich so ein großer Fan ihres Blogs Frolein Tilia. Ich bin mir absolut sicher, dass wir uns stundenlang unterhalten könnten. Zeit für mich, einen Besuch in der Schweiz zu planen, oder?

Liebe Eveline, ich freue mich riesig, dass Du Dir die Zeit für meine kleine Sonntagsrunde genommen hast. Ich hab so gern Deine Antworten gelesen und ein bisschen mehr über Dich erfahren. Ganz besonders freue ich mich auf unser erstes Treffen, was hoffentlich ganz bald klappt. Ich bin immer noch tief berührt von Deinen lieben Worten. Hab vielen lieben Dank!


1. Erzähl ein bisschen von Dir. Wer bist Du? Wie lebst Du? Was machst Du beruflich und wie viele Stunden arbeitest Du in der Woche? Welche anderen Hobbys hast Du neben Bloggen und Nähen? 

Ich bin Eveline und lebe mit meinem Mann und unseren zwei süssen Kindern in der Schweiz in einer kleinen Stadt in der Nähe von Zürich. In meinem Alltag jongliere ich mal sicherer, mal improvisierender die Bälle als Mami, Hausfrau, Teilzeitangestellte, Nähbloggerin und last but not least als Ehefrau.



Gefühlt würde ich sagen, ich arbeite rund um die Uhr. Objektiv habe ich vielleicht einzig zu viele Ideen im Kopf, die ich umsetzten möchte, bin neugierig auf Neues und sehe so viele tolle Menschen und Möglichkeiten an denen ich schwerlich einfach vorbei gehen kann. Da passt vielleicht dazu, dass ich beim selben Arbeitgeber zwei verschiedene Stellen innehabe: Als Soziokulturelle Animateurin für Senioren und Medienmitarbeiterin. Die Liebe zur Sprache, zu Geschichten und die Faszination an der Vielfältigkeit des Menschen begleiteten mich von klein auf. Diese Liebe und Faszination beeinflusste sicherlich auch meine Berufswahl zur Buchhändlerin und später zu einem Studium in praktischer Theologie. Bei meiner beruflichen Ausrichtung erstaunt es nicht weiter, dass Lesen zu einem meiner liebsten Hobbies gehört. Meine anderen Hobbies verliefen irgendwann im Laufe des Lebens als Familie im Sand. Dafür schätze ich Inseln im Alltag umso mehr: Ein Kinobesuch mit einer Freundin, ein Abendessen mit meinem Liebsten, ein Stoffmarktbesuch mit meiner Schwester.

2. Wie bist Du zum Nähen und zum Bloggen gekommen? Was ist es, das das Nähen / das Bloggen zu etwas besonderem für Dich macht?

Nähen hat mir meine Hirnzellen gerettet! Vor vier Jahren stand ich da mit einem Neugeborenen und einem Kleinkind und fühlte mich, als wäre ich mitten in einem Überlebenstraining gelandet. Einem Überlebenstraining, das dich körperlich an deine Grenze bringt, mental jedoch kaum fordert. Ich suchte für mich nach einem Ausgleich der meine Gehirnzellen wieder zum Leben erwecken und sich gleichzeitig in meinem Alltag einbauen liess. Da in meiner Familie von der Grossmutter bis zur kleinen Schwester alle nähen, landete irgendwann die alte Bernina meiner Oma auf meinem Tisch. Zaghaft wagte ich mich an die ersten Nähte und hätte nie gedacht, dass es mir den Ärmel so reinziehen würde: Diese Mischung aus Neuem erlernen, Kreativität sprühen lassen und etwas Einzigartigem erschaffen ist genau mein Ding! Mit dem Nähen begann ich auch Blogs zu entdecken. Am liebsten hätte ich vor vier Jahren gleich mit einem eigenen Blog gestartet. Im Bewusstsein, dass meine freie Zeit mit kaum schlafenden Kleinkindern sehr begrenzt ist, hatte ich mir eine Frist auferlegt. Vor zwei Jahren machte ich dann die ersten tapsigen Schritte in die Bloggerwelt. In diesen zwei Jahren habe ich so viele faszinierende Menschen kennengelernt, die für mich das Bloggen zu einem Schatz werden liessen.

3. Was bedeutet das Bloggen für Dich? Warum nimmst Du Dir Zeit Bloggposts zu verfassen? Möchtest Du etwas mit Deinem Blog erreichen oder ist es eher ein "einfaches" Nähtagebuch ohne Ziel? 



Ich wohne und arbeite in einer Kleinstadt. Da wir kein Auto haben, mache ich auch nicht mal so schnell einen Einkauf oder Ausflug an einen anderen Ort. Mein Universum des Alltags spielt daher auf kleinem Format. Damit ich nicht nach und nach von Kleinformat zu Kleinkariert mutiere, suche ich immer wieder nach Gedankenanstössen, die meinem Universum etwas Neues hinzufügen, es vielleicht gar etwas durchschütteln. Ein solches Mittel oder Tor zur Aussenwelt ist das Bloggen für mich. Ich komme mit Menschen in Kontakt, die ich nicht im Dorflädeli oder beim Metzger getroffen hätte. Mit meinem Blog habe ich mir kein konkretes Ziel gesetzt. Zur Zeit ist es ein schlichtes Nähtagebuch. Ich träume jedoch davon dieses Tagebuch in Zukunft noch farbiger, sprühender zu gestalten und es gleichzeitig in der Ausrichtung noch mehr zu fokussieren.

4. Wann findest Du Zeit zum Nähen und wann zum Bloggen?  Hast Du manchmal das Gefühl, das Bloggen stiehlt dem Nähen die Zeit? Oder fügt sich das für Dich perfekt? 

Zeit zum Nähen und Bloggen beginnt bei mir um 21.00/21.30 Uhr wenn die Kinder schlafen. Ich bin zwar schon eher ein Nachtmensch und doch bin ich um diese Uhrzeit nicht mehr ganz so frisch im Kopf wie ich es mir wünschte. Dementsprechend ist der Nahtauftrenner mein treuster Freund und Näh-Begleiter. Ich schätze es, je nach Lust und Laune mich dem Nähen oder dem Bloggen zu widmen. Nähen und Bloggen erfordert so unterschiedliche Kompetenzen, dass ich sie nicht als Konkurrenz, sondern eher als Ergänzung empfinde. Ich habe also nicht das Gefühl, dass das Bloggen mir Näh-Zeit raubt; mir raubt das Bloggen und Nähen eher den Schlaf…

5. Was nähst Du alles selbst? Bist Du eher ein "Seflish Sewer" oder nähst Du doch mehr für andere als für Dich? 



Ich bin ein Selfish Sewer: Ich nähe für meine Kinder und für mich. Für andere zu nähen löst bei mir zu grossen Stress aus: Ich will, dass das Kleidungsstück so perfekt wie möglich wird und dann auch noch gefällt. Bei den Kindern und mir habe ich mittlerweile ein Gespür was uns steht und sie sagen mir auch klar, was ihnen gefällt. So werden die Kleidungsstücke in der Regel auch intensiv getragen. Inzwischen sind unsere Kleiderschränke von Unterhosen bis Übergangsjacken gefüllt mit selfmade-Kleidung. Einzig für meinen Mann habe ich noch nichts genäht. Irgendwie lockt es mich nur mässig 10 weisse oder schwarze Shirts zu nähen… Aber wer weiss, vielleicht liegt ja mal ein Männerhemd unter dem Weihnachtsbaum.

6. Welchen Stellenwert hat das Nähen / das Bloggen in Deinem Leben?  

Wie wichtig mir das Nähen und Bloggen wirklich ist, habe ich vor kurzem an eigenen Leib erfahren. Wir hatten einen Wasserrohrbruch im Haus und der gesamte Keller wurde geflutet. Im Keller befindet sich unter anderem auch mein Nähzimmer… Ich habe Blut und Wasser geschwitzt, da ich befürchtete meine Nähmaschinen hätten das Unglück nicht überlebt. Gott sei Dank, kam es dann anders und die Maschinen schnurren wieder, einzig neue Stromkabeln und Pedalen musste ich ihnen verpassen.

Nähen und Bloggen ist für mich eine stille Leidenschaft. Still, da ich nicht damit herumposaune, dass ich nähe und vor allem blogge. Eine Leidenschaft ist es, da diese innere Flamme stetig lodert und mir bei welcher Tätigkeit auch immer neue Näh-Ideen im Kopf herumwirbeln.



7. Was würdest Du jemandem mitgeben, der gerade, so wie ich, darüber nachdenkt, ob das (Näh-) Bloggen Sinn macht?

Näh-Bloggen macht keinen Sinn. Es hat niemand auf dich gewartet, du investierst Stunden an Arbeit, kriegst keinen Cent und im schlimmsten Fall nicht mal Kommentare zurück. Doch Näh-Bloggen stiftet Sinn: Du triffst auf andere die deine Leidenschaft verstehen und teilen, erhältst Rückmeldungen, lernst dich selber besser kennen, schärfst deinen Blick und erweiterst deinen Horizont. . Mit dem Blog hast du eine Plattform um deine Ideen weiterzugeben, was Begegnungen mit Menschen schafft, die dich wiederum inspirieren und dein Leben bereichern. Ein solcher Mensch bist du für mich Sindy! Ich lese deinen Blog unglaublich gerne: So viele Male hast du mich schon inspiriert, nicht zuletzt durch die "myspringessentials-Aktion". Zudem würde ich jedes deiner genähten Kleidungstücke sofort in meinen Kleiderschrank beamen. Du bist für mich eine grosse Bereicherung der Näh-Blogger-Szene und ich würde deine Blogg-Posts – würden sie ausbleiben – schmerzlich missen!

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Timpe Tee von schneidernmeistern

09:33 Mein gewisses Etwas 12 Comments

Vor zwei Jahren ungefähr, tauchte plötzlich über all die sogenannte Else auf. Ein Baukastenkleid von schneidernmeistern. Alle waren begeistert, schrieben von DEM Schnitt und nähten eine Else nach der anderen. Ich sah „nur“ einen weiteren Kleiderschnitt. Was sollte daran schon besonders sein? Ich überlegte eine Weile und kaufte mir den Schnitt dann doch. Lemming eben. Das Schnittmuster war sehr detailliert und ich saß gefühlt ewig am Zusammenkleben der einzelnen A4-Blätter. Die Anleitung war seeeehr übersichtlich. Und ich fragte mich immer noch, warum sind nur alle so begeistert? Dann zog ich die Else das erste Mal an und wusste plötzlich, was der Grund ist: Dieser Schnitt hat eine unglaubliche Passform. Noch nie hatte ich einen solch durchdachten Schnitt genäht.


Natürlich war ich sofort nicht nur großer Fan der Else, sondern auch von schneidernmeistern. Ich verfolgte Monikas Blog, nähte eine ausgefallene Rockbüx, probierte den kostenlosen Rockschnitt, und landete schließlich in schneidernmeisterns Probenähteam.

Nach dem Probenähen des Justanothertees, lud Monika vor ein paar Wochen einen neuen Schnitt hoch: das Timpe-Tee. Ein bretonisches Shirt, entwickelt auf Wunsch des Stoffbüros. Weiter Fall. 3/4 lange Ärmel. Die ersten Bilder sahen vielversprechend aus.


Da weite Shirts Mittlerweile meine täglichen Begleiter sind, stand für mich sofort fest, das muss ich nähen. Natürlich mit einem Streifenstoff.


Ich wählte einen etwas schwerer fallenden Jersey, obwohl ich mir nicht ganz sicher war, ob der Stoff zum Schnitt passen würde. Jetzt weiß ich, die Wahl war genau richtig! Der Schnitt braucht aus meiner Sicht genau so einen Stoff.

linked with RUMS

Mittlerweile bin ich dem Schnitt regelrecht verfallen. Eine zweite Variante ist fertig und eine dritte bereits zugeschnitten.

Soll ich jetzt nochmal extra erwähnen, dass die Passform auch beim TimpeTee ebenso grandios wie bei der Else ist? Nee, oder? Ihr wisst bestimmt auch so, dass Ihr Euch den Schnitt, auch trotz (wieder) seeeehr kurzer Anleitung, unbedingt holen solltet!

Ab Donnerstag, 29.9.2016 habt Ihr die Chance.

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#jackensewalong by EllePuls: Teil III

18:06 Mein gewisses Etwas 5 Comments



Elke fragt im dritten Teil des Jacken-Sew-Alongs nach dem aktuellen Stand. Tja .. es ist schon Mittwoch, vier Tage vor dem Finale. Und was mache ich? Ich schaue gerade nach der generellen Passform.

Ich habe die Außenjacke zusammengesteppt, anprobiert, für ok befunden und dann das Futter mit Thinsulate zusammengenäht. Ich wollte unbedingt vor der ganzen Arbeit sehen, ob die Jacke mit Außenjacke und Futter dann auch wirklich passt.

Wollt Ihr mal luschern?

Von vorn: Super!


Von der Seite: Super!


Von hinten: Super!


Und mit kleinem Ausblick, wie es dann Innen aussehen wird.


Ich fasse mich heute kurz: Der Passform-Check war erfolgreich! Die 3cm im Oberteil und die 5cm im Unterteil an Extralänge haben sich wirklich bezahlt gemacht. So wie die Proportionen jetzt aussehen, gefällt mir der Mantel richtig gut.

Nun geht es an die Details! Wenn der Mantel dann fertig ist, verspreche ich eine ausführliche Erläuterung aller Änderungen, wo ich verlängert habe und warum und wie ich vorgegangen bin. Aber bis dahin heißt es erst einmal nähen, nähen, nähen und hoffentlich nicht oft auftrennen ...

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Sonntagsrunde zum Sinn des Nähbloggens - Jenny von buxsen erzählt

17:57 Mein gewisses Etwas 3 Comments


Jenny von buxsen durfte ich im März diesen Jahres beim Nähcamp kennenlernen. Es war eine dieser herzlichen Begegnungen, die das Nähbloggen zu etwas ganz Besonderem machen. Plötzlich saß sie mit bei mir am Tisch und plapperte einfach so drauf los. Innerhalb von Sekunden hatte ich das Gefühl, ich würde Jenny schon ewig kennen.

Gestern habe ich sie beim Lillestoff-Festival wieder getroffen. Leider nur kurz, aber wieder ebenso herzlich.

Liebe Jenny, ich freue mich, dass Du bei meiner Sonntagrunde dabei bist und so ehrlich geantwortet hast. Ich verstehe Deine Gründe, nicht mehr zu bloggen, nur zu gut. Und trotzdem hoffe ich insgeheim, dass Du doch irgendwann wieder anfängst. Ich mochte den Zeitschriften-Sew-Along sehr gern, auch wenn ich es zeitlich oft nicht geschafft habe. Meine Liebe, ich schicke Dir die liebsten Grüße und freue mich schon sehr auf unsere nächstes Treffen!

1. Erzähl ein bisschen von Dir. Wer bist Du? Wie lebst Du? Was machst Du beruflich und wie viele Stunden arbeitest Du in der Woche? Welche anderen Hobbys hast Du neben Bloggen und Nähen?

Hallo zusammen! Ich heiße Jenny (nur Menschen, die ein Hühnchen mit mir zu rupfen haben nennen mich Jennifer), bin 42 Jahre alt und lebe in der Nähe des westfälischen Städtchens Soest. Geboren und aufgewachsen bin ich in und um Hamburg.


Jedem der jetzt sagt „Wie kann man nur aus Hamburg weggehen???“, kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen. Aber wie das Leben so spielt- die Liebe ist wichtiger! Deshalb dann jetzt eben seit 10 Jahren Soest. Und hier bleibe ich erst mal auch, denn mittlerweile ist dies mit ganzem Herzen mein zu Hause! Ich lebe mit meiner Familie (Mann, 3 Söhne, 2 Katzen, 2 Meerschweinchen) auf einem ehemaligen Bauernhof. Beruflich habe ich nach dem ersten Kind 8 Jahre Pause gemacht, arbeite aber mittlerweile seit einem Jahr wieder 20 Stunden/Woche als Medizinisch-technische- Assistentin im Bereich Mikrobiologie. Nähen ist nach wie vor mein liebstes Hobby, aber auch stricken und häkeln kann ich mittlerweile ganz gut. Papierbasteleien sind nicht mein Ding, malen und zeichnen schon mal überhaupt nicht. Das Bloggen würde ich mittlerweile nicht mehr als Hobby bezeichnen. Dazu tue ich es einfach zu selten in den letzten anderthalb Jahren.

2. Wie bist Du zum Nähen und zum Bloggen gekommen? Was ist es, das das Nähen / das Bloggen zu etwas besonderem für Dich macht? 


Ich habe schon vor ca.18 Jahren mal angefangen zu nähen und mir das Meiste dann selbst beigebracht. Als ich dann- wie bei so vielen Nähnerds- mit dem ersten Kind zu Hause war, habe ich dieses Hobby für mich wieder entdeckt. Das ist jetzt etwa neun Jahre her. Damals gab es noch lang nicht so viele Blogger zum Thema wie es heute der Fall ist, gar nicht zu sprechen von der Riesenvielfalt an Stoffen, Schnitten und allem Zubehör. Irgendwann war dann der Wunsch da, diese genähten Schätze, auf die man ja schon stolz war/ist, auch zu zeigen und vielleicht ein positives Feedback zu bekommen. Daraus entstand dann mein Blog BuxSen.blogspot.de

3. Was bedeutet das Bloggen für Dich? Warum nimmst Du Dir Zeit Blogposts zu verfassen? Möchtest Du etwas mit Deinem Blog erreichen oder ist es eher ein "einfaches" Nähtagebuch ohne Ziel? 

Die nächsten Zeilen sind bitte völlig ohne Kritik zu verstehen!!! Das Bloggen ist für mich nichts Besonderes mehr, denn gefühlt macht es jeder der eine Nähmaschine hat. Mittlerweile bin ich viel lieber bei Instagram unterwegs- es geht schnell und man hat die Möglichkeit, unmittelbare Konversationen zu führen. Für mich ein Riesen Vorteil! Es gibt ein Schlüsselerlebnis für mich. Bei einem Sew-Along hatte ich mich selbst so unter Druck gesetzt, dass ich im Alltag völlig gestresst war. Alles wollte ich gleichzeitig bewältigen- Familien-Alltag, Haushalt, Nähen und Bloggen. Irgendwann bin ich „offiziell“ aus dem Sew Along ausgestiegen und sofort war der meiste Druck weg. Das hat mir gezeigt, dass ich mich nur selber stresse und darauf habe ich keine Lust mehr. Wenn ich bloggen möchte, dann tue ich das, aber wenn ich einen Termin in Sachen Blogpost nicht einhalten kann oder möchte, dann lasse ich es. Jeder der mich etwas kennt weiß, dass ich die Meisterin des letzten Drückers bin. Das ist so, das war so und wird vermutlich auch so bleiben. Außerdem habe ich gar nicht mehr die Zeit, mich durch alle Blogposts zu lesen, die mich interessieren würden. Und bevor ich dann halbherzig lese und Kommentare schreibe, die vielleicht gar nicht zum Text passen, eben weil ich halbherzig gelesen habe, lasse ich es liebe ganz. Ansonsten ist mein Blog für mich ein Nähtagebuch, das eben öffentlich ist. Und mal ehrlich- wer freut sich nicht über ein Feedback!?

4. Wann findest Du Zeit zum Nähen und wann zum Bloggen?  Hast Du manchmal das Gefühl, das Bloggen stiehlt dem Nähen die Zeit? Oder fügt sich das für Dich perfekt? 


Als ich zu Hause war und den ganzen Vormittag für mich hatte, konnte ich mir die Zeit zum Nähen und Bloggen gut über die Woche verteilen. „Termine“ wie der MeMadeMittwoch, Creadienstag oder RUMS waren fest eingeplant, und ebenso das Schreiben der Blogposts für diese virtuellen Treffen. Momentan habe ich gefühlt wenig Zeit zum Nähen, meist findet es geballt zu einem Nähtreffen statt. Manchmal passiert in den 4 Wochen zwischen unseren Nähtreffen gar nichts im Nähzimmer. Und ich bin ein Mensch, der viele Regenerationspausen braucht, der Alltag läuft meist auf Hochtouren. Insofern JA, das Bloggen stiehlt dem Nähen die Zeit. Und deshalb: s. unter 3)

5. Was nähst Du alle selbst? Bist Du eher ein "Seflish Sewer" oder nähst Du doch mehr für andere als für Dich? 

Ich bin bekennender Selfish-Sewer. Am liebsten nähe ich Kleidung für mich selber oder Taschen.


6. Welchen Stellenwert hat das Nähen / das Bloggen in Deinem Leben? 

Das Nähen ist momentan für mich nicht wegzudenken. Auf das Bloggen kann ich super verzichten. Nicht jedoch auf den Austausch mit den tollen Näh- und Bloggermädels auf Instagram. Einige von euch habe ich ja mittlerweile im echten Leben kennen- und lieben gelernt! Das ist schon toll, wie ähnlich viele von uns ticken. Und auch wenn man ganz unterschiedliche Persönlichkeiten hat- das Nähen verbindet tatsächlich!

7. Was würdest Du jemandem mitgeben, der gerade, so wie ich, darüber nachdenkt, ob das (Näh-) Bloggen Sinn macht? 

Liebe Sindy, wenn du daran zweifelst, lass es sein. Es gibt Millionen Dinge auf der Welt, die Wichtiger sind. Ich denke, bei dir ist es ähnlich wie bei mir- das Nähen ist dein Hobby und nicht unbedingt das Bloggen. ABER: Meinen Blog einfach zu löschen bringe ich (noch) nicht übers Herz! Ganz liebe Grüße, die Buxi

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#jackensewalong by EllePuls: Teil II

15:00 Mein gewisses Etwas 5 Comments

Heute geht es weiter mit dem zweiten Treffen zum Jacken-Sew-Along von Elle Puls.



Nachdem nun wohl jeder sein Projekt gefunden hat, geht es heut um folgende Fragen:

1. Welche Schnittänderungen hast du vorgenommen?
2. Wie sehen die ersten Nähte aus?
3. Gibt es Hürden?

Die erste Frage ist für mich eine ganz besondere. Bei Nähprojekten, die über ein einfaches Shirt hinaus gehen schaue ich vor dem Zuschnitt immer ganz genau hin. Seit ich auf dem Nähcamp im März eine Übersicht mit meinen genauen Maßen erstellen konnte, gleiche ich diese erst einmal ab. So stellte sich nämlich erst da heraus, dass ich vor allem bei der Länge des Dekolletées (Schulter bis Brust) 2cm über Norm liege.

Bei meiner Größe von 1,8m, war klar, dass ich die Jacke definitiv verlängern muss. Aber wo?

Um das herauszufinden, wühlte ich mich, wie schon so oft durch die google-Suche, die mich zielsicher auf verschiedene Blogs mit einem genähten Beispiel des Pepernoot-Mantels, brachte.

Bei dem Produktbeispiel der Waffle-Patterns-Seite und dem Beitrag von Kleidermanie bin ich hängen geblieben. Hier sieht man besonders schön, wie anders der Mantel wirkt, wenn sich die Körpergröße ändert.


Oben sieht man, wie der Mantel fast bis zu den Knien geht, wohingegen beim unteren Beispiel die Jacke schon kurz unterm dem Po zu enden scheint. Auch finde ich, dass unten der Absatz und die Taschen zu hoch sind.

Ein Zeichen für mich, dass ich nicht nur das Unterteil, sondern auch das Oberteil verlängern sollte. Für mich ist es extrem wichtig, dass der Absatz ziemlich exakt auf meiner Taille liegt. Entschieden habe ich mich dann für oben 3cm und unten 5cm. Ich denke, dass ich damit sehr gut hinkommen werde.

Bei den Ärmeln riet man mir, unbedingt zu verlängern. Ich habe x-Mal nachgemessen und konnte nur feststellen, dass die Ärmel eher zu lang als zu kurz sind. Mh .. vielleicht habe ich ja doch eher kurze Arme!? Ganz mutig habe ich dann einfach mal nicht verlängert.

Mit diesen Entscheidungen wagte ich mich an den Zuschnitt.
Puh .. ich glaube, ich habe für die über 20 Schnittteile an die 3h gebraucht. Es soll ja auch ganz genau sein, damit der Nahtauftrenner möglichst nicht zum Einsatz kommt. Gleichzeitig habe ich mich noch entschieden, das türkise Steppfutter wegzulassen und dafür den schwarz-weiß-gestreiften Jersey, den ich eigentlich nur für die Kapuze geplant hatte, als Futter zu nutzen. Irgendwie war das Türkis einfach eine Farbe zu viel. Mit der jetzigen Wahl sehe ich einen schönen schlichten Mantel vor mir. Außen Dunkelblau, innen schwarz-weiß-gestreift. Das wird toll!


Nun fehlt noch ein Flutschefutter für die Ärmel, ein passender Reißverschluss und zwei Knöpfe für die Ärmel. Die werde ich in der nächsten Woche besorgen.

Erste Nähte gibt es noch nicht und Hürden sind mir auch noch nicht aufgefallen.

Mein Plan bis zum nächsten Wochenende ist, das grobe Gerüst des Mantels fertig genäht zu haben. Leider kann ich in dieser Woche nur in den Abendstunden nähen, da ich am Freitag bereits Richtung Berlin aufbreche, um den Samstag schnatternd beim Lillestoff-Festival zu verbringen. Geplant komme ich total fertig zum Sonntagsfrühstück zurück und befürchte, dass ich dann eher auf der Couch, als an der Nähmaschine zu finden bin.Na mal sehen, wie die Woche so läuft ..


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Sonntagsrunde zum Sinn des Nähbloggens - Petra von pedilu erzählt

10:38 Mein gewisses Etwas 2 Comments


Guten Morgen, Ihr Lieben!

Auch heute heißt es wieder "Blogger erzählen von sich und was sie motiviert." Ich freue mich sehr, dass Petra Lust und Zeit hatte, mit dabei zu sein! Petra kenn ich gefühlt schon ewig virtuell und seit diesem Jahr auch persönlich. Ich war sehr gespannt, wie sie auf meine Fragen antworten würde.

Liebe Petra, vielen lieben Dank, dass Du dabei bist!

1. Erzähl ein bisschen von Dir. Wer bist Du? Wie lebst Du? Was machst Du beruflich und wie viele Stunden arbeitest Du in der Woche? Welche anderen Hobbys hast Du neben Bloggen und Nähen?

Hallo! Ich heiße Petra und wohne mit Mann und Kind im Herzen von Köln. Meinen Blog »pedilu bloggt« gibt es seit 2010. Dort geht es nicht nur ums Nähen, sondern auch immer wieder mal um andere DIY-Projekte.



Im echten Leben bin ich selbständige Grafikdesignerin und kann mir meine Arbeit zum Glück ziemlich flexibel einteilen.

Neben dem Nähen probiere ich gerne die unterschiedlichsten kreativen Werkeleien aus. Aber am Ende lande ich immer wieder beim Nähen.

Mittlerweile verknüpfe ich Beruf und Hobby immer häufiger. Ich finde es total spannend, Motive zu erschaffen, die mir später beim Nähen wieder über den Weg laufen.

2. Wie bist Du zum Nähen und zum Bloggen gekommen? Was ist es, das das Nähen/das Bloggen zu etwas besonderem für Dich macht?

Zum Nähen bin ich ganz klassisch über die Geburt meiner Tochter gekommen. Als Teenie wollte ich zwar auch schon immer mal das Nähen ausprobieren, aber irgendwie stand ich viel zu ehrfürchtig vor der alten Privileg meiner Mama.

Als ich dann hochschwanger eine Spieluhr und ein Kirschkern-Kissen für mein Baby-Mädchen mit der Hand nähte, hatte ich irgendwann die irrwitzige Idee, einfach eine Nähmaschine zu kaufen. Nach ausgiebiger Recherche entschloss ich mich, eine alte, aber qualitativ hochwertige Maschine zu kaufen. Und so ist die Vintage-Singer bei mir eingezogen.



Das Nähen habe ich mir dann selbst beigebracht und lerne immer noch bei jedem Projekt dazu. Meine Projekte habe ich anfangs zuerst fleißig in einem Nähforum geteilt, bis dann irgendwann der Schritt zum eigenen Blog nicht mehr groß war.

3. Was bedeutet das Bloggen für Dich? Warum nimmst Du Dir Zeit Blogposts zu verfassen? Möchtest Du etwas mit Deinem Blog erreichen oder ist es eher ein "einfaches" Nähtagebuch ohne Ziel?

Das Bloggen ist für mich auch heute noch ein großer Motivator, Projekte endlich anzugehen und sie vor allem auch abzuschließen.

Für mich hängen Nähen und Bloggen daher eng zusammen. Klar nähe ich auch mal etwas, das ich nicht zeige. Oder ich blogge nähfremde Themen. Aber eigentlich hat immer alles mit dem Selbermachen zu tun.

Anfangs war mein Blog ein reines Nähtagebuch. Heute schreibe ich meine Beiträge auch für meine Leser. Ich frage mich immer, was die Welt da draußen wohl interessant finden könnte und schreibe meine Beiträge so, als würde ich einer Freundin von meinem Projekt erzählen.

4. Wann findest Du Zeit zum Nähen und wann zum Bloggen?  Hast Du manchmal das Gefühl, das Bloggen stiehlt dem Nähen die Zeit? Oder fügt sich das für Dich perfekt?

Da ich das große Glück habe, meine Arbeitszeit flexibel zu gestalten, nähe ich auch schon mal tagsüber. Oder abends. Ganz selten nachmittags. Denn auch nach sechs Jahren brauche ich immer noch jede Menge Konzentration beim Nähen, die ich einfach nicht habe, wenn meine Tochter um mich herumtanzt.

Die Blogposts schreibe ich ganz gerne abends auf dem Sofa. Oder einfach mal zwischendrin, wenn ich gerade Lust dazu habe. Denn Schreiben ist ja auch eine kreative Arbeit, die man nicht über’s Knie brechen sollte.



Manchmal wird alles ein bisschen zuviel. Dann muss man sich einfach selbst klar machen, dass es halb so wild ist, wenn man mal nicht an die Nähmaschine kommt oder eine Zeit lang offline ist. Das echte Leben ist schließlich immer wichtiger.
Meistens fehlen einfach nur die Fotos für den passenden Blogpost. Mittlerweile bekomme ich das aber ganz gut organisiert. Planung ist alles …

5. Was nähst Du alles selbst? Bist Du eher ein "Seflish Sewer" oder nähst Du doch mehr für andere als für Dich?

Für mich selbst nähe ich – bisher – alles außer Jeans und Jacken. Durch’s Selbernähen und darüber Schreiben habe ich mich und meinen Typ noch besser kennengelernt und freue mich, wenn ein Teil am Ende perfekt zu mir passt.

Seit einiger Zeit nähe ich auch für meine Tochter viel selbst. Sie wächst jetzt einfach nicht mehr so schnell aus den Sachen heraus. Und wenn ich mich nach ihren Wünschen richte, weiß sie die entstanden Stücke sehr zu schätzen. Es freut mich jedes Mal riesig, wenn ich sie in selbstgenähten Sachen sehe.

Besonders toll finde ich, dass ich sie für’s Nähen begeistern konnte und sie sich auch gerne mal mit mir zusammen an die Nähmaschine setzt.

Für andere nähe ich seltener. Auftragsarbeiten waren noch nie mein Ding, aber auch bei Geschenken habe ich den Anspruch, dass sie dem Beschenkten wirklich gefallen sollen.  Da ich weiß wie schwer es ist, das perfekte Teil zu zaubern, maße ich mir das nur noch in Ausnahmefällen an.  Oder es wird eben ein Tuch oder eine andere Kleinigkeit.

6. Welchen Stellenwert hat das Nähen/das Bloggen in Deinem Leben? 

Das Selbermachen und Bloggen ist ein wichtiger Teil meines Lebens geworden. Und mit der Zeit hat sich das virtuelle Leben auch mit dem realen Leben verknüpft.



Nichtsdestotrotz habe ich im Urlaub oder in besonders stressigen Zeiten kein Problem damit, mal alle Fünfe grade sein zu lassen. Kein Projekt. Kein Post. Das geht. Aber wie die Erfahrung gezeigt hat, kommt immer wieder der Moment, an dem ich mich wieder an die Nähmaschine setze und loslege.


7. Was würdest Du jemandem mitgeben, der gerade, so wie ich, darüber nachdenkt, ob das (Näh-)Bloggen Sinn macht?

Diese Hochs und Tiefs haben wir alle wohl immer wieder mal. Ich rate dir: Mach einfach, worauf du Lust hast. Wenn du Lust hast zu bloggen, dann blogge! Wenn es gerade nicht passt, dann gönn’ dir eine Pause! Die Leser, die sich für deine Sachen interessieren, bleiben dir auch treu, wenn du eine kreative Pause einlegst!

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Sofadecke to go von echtknorke für meine Lieblingsjahreszeit

23:59 Mein gewisses Etwas 11 Comments

Jaaa, ihr Lieben, noch ist der Sommer auf einen kurzen Besuch zurück .. aaaaaaber bald schon, wird es wieder nieselig, grau und schön kalt draußen.

Ihr habt richtig gelesen: "schön" kalt. Ich bin definitiv ein Herbst-/Frühlingskind. Und ich liiiiebe vor allem den Herbst. Dann, wenn man so richtig warm aufgeladen aus dem Sommer in die endlich kühleren Temperaturen startet. Dann, wenn die Sonne zwar noch ordentlich Energie hat, aber der kühle Herbstwind dazu kommt. Dann, ja, dann ist meine Zeit.

Keine Schwitzerei trotz so wenig Kleidung wie nur irgendwie möglich. Mein Kopf kann wieder klar denken. Das Laufen am Abend macht wieder Spaß. Zuhause wird es wieder gemütlicher. Der Kamin winkt mir schon manchmal ganz unaufällig zu. Und endlich kann ich mich wieder richtig kleiden. Also nicht nur Shirt und Rock oder dünnes Kleid. Nein, endlich kommt noch eine Schicht dazu. Endlich kann ich wieder richtige Outfits zusammenstellen. Das ist sooooo toll!! Zwiebellook ich komme!

Schon rattert es in meinem Kopf, die #myessentials-Reihe weiterzuführen. Mal wieder den Kleiderschrank durchschauen, was passt noch, was kann weg und vor allem, was fehlt noch für den anstehenden Winter. Hättet Ihr Lust auf eine neue Runde?

Aber bevor ich mich mit meinem Kleiderschrank beschäftige, musste ich Euch unbedingt noch meine neue obercoole Sofadecke to go nach dem neuen Schnittmuster von Echtknorke zeigen. Ist das nicht eine geniale Idee?? Und Ihr glaubt gar nicht, wie schnell sie genäht ist. Ein wundervolles Projekt!


Wie ihr bei Instagram bestimmt schon gesehen habt, sind wir gerade fleißig mit dem Gartenausbau beschäftigt. Endlich geht es dort weiter und hoffentlich schon im nächsten Frühjahr stellen wir den Balkon. Mein kleines Highlight, was mir hier gerade noch ein bisschen fehlt. So so gern sitze ich abends noch ein bisschen draußen und genieße die frische Luft. Vor allem jetzt, da es langsam kühler wird, wäre es so perfekt, wenn der Balkon schon da wäre.

Dann würde ich mir meine Sofadecke schnappen, mich schön einkuscheln und mit einem schönen heißen Tee, den kühlen Abend genießen. So laufe ich dann eben abends noch ein paar Schritte, ohne Tee, aber mit Kuscheljacke. Die muss jetzt einfach immer mit.

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Ich bin ja sonst eher nicht so der Bommel-Fransen-Typ, aber in diesem Fall, ging es nicht anders. Die Fransen mussten ran.

Viele der Probenäherinnen sind gleich los zu IKEA und haben sich dort mit Decken eingedeckt (lustiges Wortspiel). Ich bin sehr arm dran und wohne in der Pampa. Eine Stunde, eine Strecke. Nee, dafür ist mir meine Zeit echt zu schade. Dann warte ich lieber, bis wir eh mal wieder dort sind und schlage dann doppelt zu.

Auch wenn alles um Amazon drum herum nicht sonderlich toll finde, muss ich doch sagen, dass ich dort immer das finde, was ich brauche. Also auch eine passende Sofadecke. Sogar in verschiedenen Farben. Was will man mehr? Bei mir durfte Mint einziehen. Ein wundervoller Ton.
Aber Vorsicht, die Decke stinkt erst mal gehörig und braucht einen Durchgang in der Waschmaschine.


Ihr seid noch nicht überzeugt? Dann schaut mal hier bei Bines Lookbook. So eine tolle Idee und so schöne Beispiele, die da entstanden sind.

Mit mir zusammen RUMSen heute auch noch ein paar der anderen Probenäherinnen:

Anke von Mojoanma
Kirsten von Alles Kirsche
Sandra von Rehgeschwister

Schaut unbedingt vorbei. Es sind so schöne abwechslungsreiche Jacken entstanden.

Jetzt habt Ihr doch Lust auf den Schnitt bekommen? Dann schnell hier entlang! Ich bin gespannt, wo ich bald noch mehr Sofadecken als Jacke sehen werde.

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#jackensewalong by EllePuls: Teil I

15:13 Mein gewisses Etwas 7 Comments


Letztes Jahr schon wollte ich mir eine schöne, kuschelige Winterjacke nähen.

Ich hatte mir den tollen Schnitt Minoru von Sewaholic Patterns geholt. Dazu entschied ich mich außen für einen schönen derben grauen Baumwollstoff und innen für einen hellgrauen Sommersweat. Mit dieser Kombination hoffte ich den kalten Temperaturen standhalten zu können, merkte dann aber schnell, dass ich mir eine wunderschöne Herbstjacke genäht hatte.

Hätte ich mich vorher informiert, wäre mir wohl aufgefallen, dass diese Kombination ab 5°C echt kalt werden würde. Aber irgendwie nähte ich damals einfach drauf los und musste dann im Winter eine extra Fleecejacke drunter ziehen.

Das ging natürlich auch, aber machte mein Nähnerd-Herz nicht ganz so glücklich. Schnell stand fest, dass ich mir noch eine wirkliche Winter-Minoru nähen würde. Ich informierte mich gründlich, kaufte alles was ich brauchen würde und kam am Ende doch nicht mehr dazu. Der Frühling war viel schneller da als gedacht ...

Als dann Elke in der Extralang-Facebookgruppe die Idee aufbrachte, gemeinsam eine (Winter-) Jacke zu nähen, war ich sofort begeistert. Ich hab ja schon alles da, ich muss ja nur noch loslegen. Die Minoru hatte ich ja auch schon einmal genäht, das kann nur gut werden.

Tja, wäre da nicht der Pepernoot Mantel von Waffle-Patterns, der mir zum letzten Nähcamp im März über den Weg lief.

Er sieht der Minoru zwar ziemlich ähnlich besticht aber durch ein paar nützliche Abnäher und den Bruch auf Taillenhöhe, der bei mir nie schaden kann.

Schnell hatte ich meine Pläne geändert, den Schnitt gekauft und über Die Plotterei plotten lassen. 62 Seiten wäre es sonst gewesen, die ich alle sorgfältig mit Klebeband hätte zusammenkleben müssen. Da habe ich gern 3 Euro mehr ausgegeben und mir diesen Schritt damit erspart.


Bis hier her war es noch einfach.

Nun ging es ans Messen, welche Größe ich denn auf Folie übertragen sollte. Mh. Das ist bei meinem Projekt so eines Sache. Damit die Jacke dieses Mal definitiv wintertauglich ist, kommt zum derben, Canvas ähnlichen Baumwollstoff noch eine Schicht Thinsulate und ein Steppfutter hinzu. Zusammen sind das gut 1cm, die ich irgendwie mit einberechnen muss.


Da ich mit so einem "Futter" noch keinerlei Erfahrung habe, war ich mir überhaupt nicht sicher, wie ich da am besten vorgehe.

Laut Maßtabelle stehe ich zwischen Größe 38 und 40. Ich entschied mich dann für Größe 40 mit 1,2cm Nahtzugabe, obwohl ich füßchenbreit nähe und nur 0,7cm gebraucht hätte. So habe ich die Hoffnung, dass ich für das Futter genügend Luft habe und im Zweifelsfall einfach noch ein wenig an Weite wegnehmen kann. Andersrum ist's ja immer schwierig .. Wir werden sehen.

Dazu möchte ich in der Kapuze einen schwarz-weiß-gestreiften Jersey verwenden, den ich dann auch an den Ärmeln als eine Art verstecktes Bündchen annähe. Der blitzt dann immer so ein bisschen unten raus und schließt den Kreis zu Kapuze. So sieht man Außen nur das Dunkelblau des derben Baumwollstoffes und die gestreiften Highlights. Ich bin gespannt.


Habt Ihr auch Lust auf eine neue Winterjacke? Dann schnell rüber zu Elke. Dort sammelt sich heute ein Haufen Inspiration.

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Zutaten für meine perfekte Winterjacke:

Schnitt: Mantel Peppernoot von Wafflepatterns
Steppfutter: Stoffhandel Arnstadt
Gestreifter Jersey: Stoffonkel
Thinsulate: Fun Fabrics

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Sonntagsrunde zum Sinn des Nähbloggens - Maarika von Liivii und Liivii erzählt

09:32 Mein gewisses Etwas 7 Comments


Guten Morgen, Ihr Lieben.

Ich würde mal ganz kess behaupten, jede, die schon einmal Probe genäht hat, kennt Maarika von liivi und liivi. Mir ging es jedenfalls bisher so. Ich habe zwar noch nicht sooo viel Probe genäht, aber immer war auch Maarika mit im Boot. Und auch bei Sew-Alongs oder Linkpartys ist sie meist mit von der Partie, liefert perfekte Nähergebnisse und schönste Fotos.

Da war es für mich besonders spannend zu erfahren, wie sie das zeitlich hinbekommt und woraus sie ihre Motivation zieht.

Ich freue mich daher sehr, dass Maarika so offen und ausführlich geantwortet hat. Das klingt alles so entspannt und gelassen, als ob das Nähbloggen genau für sie erfunden wurde.

Hab vielen Dank, meine Liebe, dass Du Dir mitten im Urlaub die Zeit für meine Fragen genommen hast. Ich bin gespannt, bei welcher Näh-Aktion wir uns das nächste Mal über den Weg laufen.

Sei lieb gegrüßt!


1. Erzähl ein bisschen von Dir. Wer bist Du? Wie lebst Du? Was machst Du beruflich und wie viele Stunden arbeitest Du in der Woche? Welche anderen Hobbys hast Du neben Bloggen und Nähen?


Ich bin Maarika, 42 Jahre alt, und lebe mit meiner Familie (Mann und zwei Töchter – 6,5 und 2 Jahre alt) zur Zeit in Jerusalem, da mein Mann dort vor drei Jahren eine Stelle an der Deutschen Schule angenommen hat. Kürzlich haben wir den Vertrag verlängert und werden mindestens noch ein Jahr bleiben. Da ich von Beruf auch Lehrerin bin, habe ich in der Anfangszeit auch einige Stunden als Lehrerin an der Deutschen Schule gearbeitet. Leider haben sich die Arbeits- und Ferienzeiten sowie die verschiedenen Feiertage (bei drei dominierenden Religionen ganz schön verzwickt) so gar nicht mit den Betreuungszeiten unserer Tochter gedeckt, so dass wir bereits während meiner zweiten Schwangerschaft entschieden haben, dass ich für unsere restliche Israelzeit in Elternzeit gehe. Das hat sehr viel Stress aus dem Alltag herausgenommen – und mir einige kreative Freiräume geschenkt, die ich in dieser Form wohl nie wieder haben werde. Diese nutze ich hauptsächlich für meine Nähleidenschaft und das Bloggen. Ich genieße das sehr! Wenn der Tag 48 Stunden hätte, würde ich gerne meine Häkel- und Strickfertigkeiten ausbauen, mehr über das Fotografieren lernen und mich in Stoffdrucktechniken ausprobieren. Mehr Sport und Musizieren stünden auch noch auf der Wunschliste – du merkst, mir wird (und würde) nicht langweilig!

2. Wie bist Du zum Nähen und zum Bloggen gekommen? Was ist es, das das Nähen / das Bloggen zu etwas besonderem für Dich macht? 

Zum ersten Mal genäht habe ich in der Schule, im Textiles Gestalten Unterricht der 9. Klasse. Am Ende des Halbjahres hatte ich (wie übrigens jeder in meiner Klasse) eine karierte Kochschürze mit Rüschen genäht und Blut geleckt. Eine AG folgte, in der ich eine Hose und eine Bluse (damals noch mit SCHULTERPOLSTERN) fabriziert habe. Danach war dann lange Schluss - es gab damals einfach keine Stoffe, die mir gefallen haben. Erst als sich in der engeren Familie das erste Kind ankündigte habe ich den Wunsch verspürt wieder das Nähen anzufangen.

Ich habe mir eine Nähmaschine gewünscht, ein Schnittmuster gekauft und die für einen Anfänger viel zu komplizierte Burda-Schnitt Hose für das Baby begonnen - diese liegt im Übrigen bis heute unfertig in der Schublade. Die Maschine stand dann 10 Jahre (!!!) im Keller - bis ich selber ein Kind bekommen habe. Ich habe einen Auffrischungskurs an der VHS gemacht, mir hübsche Stoffe gekauft (der Markt hat sich zum Glück geändert) und seither nicht aufgehört zu nähen. Das ist jetzt gut 6 Jahre her. Die Idee über mein Hobby zu bloggen kam relativ schnell auf. In meinem Umfeld gab es damals niemanden, mit dem ich mich über dieses Thema hätte austauschen können. Die einzige Person, die mir bis heute Austauschpartnerin ist, ist weggezogen. Ein Blog schien mir ein guter Weg zu sein, sie weiterhin auf dem Laufenden zu halten.

Darüber hinaus wollte ich gerne bei diversen Linkparties, Sew Alongs und auch Probenähaufrufen mitmachen - dafür war ein Blog nötig - und Liivi&Liivi geboren. Ich bereue diesen Schritt, der gut 4 Jahre zurückliegt, keine Sekunde - der Austausch und Kontakt mit anderen nähbegeisterten Menschen erfüllt mich jeden Tag mit Freude. Ich durfte bereits einige Bekannte aus der Bloggerwelt persönlich kennenlernen, durfte die unterschiedlichsten Schnitte im Vorfeld testen, wunderschöne Stoffe zu Designbeispielen vernähen, einen frühen Blick in spannende Nähbücher werfen und – wie heute hier – in Bezug auf mein Hobby Rede und Antwort stehen. Das sind Erfahrungen, die ich nicht missen möchte. Zum Glück ist es dafür ganz egal, wo ich wohne. Das WorldWideWeb kennt diesbezüglich keine Grenzen.

3. Was bedeutet das Bloggen für Dich? Warum nimmst Du Dir Zeit Blogposts zu verfassen? Möchtest Du etwas mit Deinem Blog erreichen oder ist es eher ein "einfaches" Nähtagebuch ohne Ziel? 


Mein Blog ist mein persönliches Nähtagebuch. Nicht viel mehr, aber auch nicht weniger. Ab und zu unternehme ich kleine kreative Abstecher in andere Bereiche (wie Kreativ sein mit Kindern) oder berichte aus dem Alltag, aber in erster Linie geht es um das Nähen, um neue und alte Schnittmuster, den kreativen Umgang mit diesen und um schöne Stoffe. Mein Ziel war und ist es meine genähten Werke zu zeigen, Schnittmuster zu besprechen, anderen eventuell eine Inspiration zu sein und mich auszutauschen.

Zugegeben, der Austausch ist im Blog nicht zuletzt wegen der stetig wachsenen Anzahl an Kreativblogs etwas schwieriger geworden. Es wird weniger kommentiert als noch vor ein paar Jahren. Facebook oder Instagram sind da sehr viel schneller, direkter - aber auch flüchtiger, finde ich. Ich lese immer wieder, dass der Rückgang an Kommentaren, aber auch fehlende Likes auf den anderen Kanälen zu viel Frust, Selbstzweifel und Unsicherheiten führt. Das kann ich durchaus nachvollziehen. Ich habe mich selbst aber von Anfang an von diesen Zahlen frei gemacht. Ich guck da gar nicht hin, studiere keine Statistiken. Das kann ich, weil ich 'nur' für mich schreibe, keinem verpflichtet bin und schon gar nicht meinen Lebensunterhalt mit meinem Blog bestreiten muss. Ich führe meinen Blog bewußt privat. So kann ich über das Schreiben, was gerade anliegt und vor allem dann, wann es passt. Das kann täglich oder mehrmals die Woche sein, aber auch – wie jetzt in der Ferienzeit nur ein Mal pro Woche oder weniger. Wenn die Familie mich braucht, geht sie immer vor, ohne, dass ich ein schlechtes Gewissen zu haben brauche.

Ich befürchte, dass mir das Bloggen keinen Spaß mehr machen würde, wenn ich ein bestimmtes Soll erfüllen müsste. (Das ist z.B. auch der Grund, warum ich keine selbstgemachte Kleidung verkaufe.) Auch wenn mir Zahlen und Klicks relativ egal sind, so wünsche ich mir natürlich wie jeder andere auch positives Feedback.Ich würde lügen, wenn ich das abstreiten würde. Positives Feedback ist Balsam für die Seele, auch meine! Ich freue mich immer noch über jedes einzelne nette Wort, das man mir hinterlässt, über jedes Angebot, über jede Einladung die man ausspricht (auch wenn ich nicht alles wahrnehme). Zum Glück habe ich bisher NUR positive Erfahrungen in der Blogwelt gemacht, ich weiß, dass das auch anders sein kann.

4. Wann findest Du Zeit zum Nähen und wann zum Bloggen? Hast Du manchmal das Gefühl, das Bloggen stiehlt dem Nähen die Zeit? Oder fügt sich das für Dich perfekt? 

Als ich mit dem intensiveren Nähen und Bloggen angefangen habe, habe ich noch gearbeitet und konnte daher immer erst nach getanem Tagwerk an die Maschine. Ich habe oft nachts im Keller gesessen und die Zeit komplett vergessen (und auch die Tatsache, dass ich um 6 Uhr wieder aufstehen musste). Gebloggt habe ich nur, wenn es gerade passte. Auch jetzt kommt es noch häufig vor, dass ich spät abends an der Maschine sitze und nähe. Wir haben hier keinen Fernseher, nähen ist daher häufig mein Unterhaltungsprogramm. Meine Blogposts schreibe ich in der Regel morgens, wenn beide Kinder in der Betreuung sind. Dazu fehlt mir am Abend oft die Muße. Wenn ich dann noch Zeit habe klebe ich Schnittmuster oder setze mich noch ein Weilchen an die Maschine, bevor ich die Kleine mittags wieder abholen muss. Die Nachmittage gehören in der Regel der Familie. Im Großen und Ganzen fügen sich Näh- und Blogzeiten ganz gut. Ich blogge nicht an jedem Tag in der Woche, dadurch habe ich ausreichend 'Luft' zum Nähen. Nur wenn zu viele Probenähergebnisse in der Pipeline stehen und gezeigt werden wollen, kann die Blogzeit die Nähzeit einmal übertreffen. Das kommt aber eher selten vor.

5. Was nähst Du alles selbst? Bist Du eher ein "Selfish Sewer" oder nähst Du doch mehr für andere als für Dich?

Ich habe tatsächlich schon fast alles selber genäht, von Socken über Unterwäsche, Bademode und Alltagskleidung über Handtaschen, Utensilos und Kuscheltieren.



Bei einigen Projekten haben sich Zeitaufwand und Kosten nicht unbedingt gerechnet, so dass sie einmalige Aktionen waren. Ich nähe immer noch am liebsten für meine beiden Mädchen. In ihrer Größe habe ich immer ausreichend Stoff im Schrank und in der Regel am selben Tag ein befriedigendes Ergebnis in der Hand. Das macht Spaß! Seit einiger Zeit nähe ich aber auch sehr gerne für mich und meinen Mann. Dabei reizen mich neben schnellen Basics mittlerweile auch etwas kompliziertere und aufwändigere Schnitte. Der Stoffmarkt hat sich was erwachsenentaugliche Stoffe angeht zum Glück sehr zum Positiven verändert. Ich muss mich nur noch daran gewöhnen größere Stoffmengen zu bestellen!

6. Welchen Stellenwert hat das Nähen / das Bloggen in Deinem Leben? 

Ich sag's mal mit ein paar gängigen Insta-Hashtags: #nähenmachtglücklich #nähenistmeinyoga #nähenistwiezaubernkönnen und #nähenverbindet. Das trifft auf mich (zumindest im Moment) hundertprozentig zu. Mein Beruf ist in großen Teilen sehr kopflastig. Ob meine Arbeit Früchte trägt, sehe ich häufig erst sehr spät, manchmal auch nie. Das ist mitunter frustrierend. Mit dem Nähen ist das zum Glück anders. Da halte ich oft noch am selben Tag ein zufriedenstellendes Ergebnis in den Händen. Das macht mich glücklich.



Wenn ich an der Maschine sitze bin ich ganz entspannt und in mich versunken. Ich höre häufig Hörbücher nebenher und vergesse so Raum - und leider viel zu häufig auch die Zeit. Zudem lerne ich bei jedem neuen Nähwerk etwas dazu, entwickle mich weiter und kann mich kreativ austoben. Und das Schönste daran ist – ich bin mit dieser Leidenschaft nicht allein!

7. Was würdest Du jemandem mitgeben, der gerade, so wie ich, darüber nachdenkt, ob das (Näh-) Bloggen Sinn macht? 

Für mich hat es Steffi von Fabelwald sehr gut auf den Punkt gebracht: 'Alles, was über längere Zeit Druck und Stress verursacht, ist schlecht. Vor allem ein Hobby darf nicht zur Belastung werden.' Grundsätzlich macht es Sinn nachzufühlen, woher die Zweifel rühren. Ich lese in letzter Zeit sehr häufig von einer Blogmüdigkeit und habe selber durchaus etwas ähnliches verspürt. Täglich spülen neue Blogs mit einem vermeintlich besseren Design, besseren Fotos, kreativeren Ideen, interessanteren Beiträge und vor allem spritzigeren und gehaltvolleren Beiträge die Blogwelt. Da fällt es schwer 'mitzuhalten'. Aber muss man das überhaupt? Ich denke nicht! Der Druck, den – ich sag jetzt einfach mal WIR – beim Hobbybloggen spüren, ist meiner Meinung nach hausgemacht. Wir müssen uns doch vor niemandem rechtfertigen, kein Soll erfüllen. Wenn du also keine Lust zum Bloggen hast, dann lass es. Poste nur wann du magst, was du magst. Ein Nähblog darf auch andere Themen enthalten, wenn dir danach ist. Wir entwickeln uns alle weiter, Interessen können sich verschieben. Ich bin mir sicher, dass jeder, der deinen Stil mag, sich über jeden einzelnen Post freut – egal wann und worüber. Ich tu's!

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