J wie Jeans und Jipppppieh!!!

23:58 Mein gewisses Etwas 19 Comments

Die #12LettersofHandmade Aktion ist schon jetzt meine liebste Aktion ever.

Welch Zauber auch immer in ihr steckt, schafft sie es, dass ich lang geplante Kleidungsstücke endlich angehe und umsetze. Schon im Januar nähte ich mit dem "W" endlich die so lang geplante Tova in der tollen blau-braun Kombination fertig. Jetzt im Februar verhalf mir das "J" zu einem ganz ganz großen Meilenstein in meiner aktiven Nähzeit:

Ich habe tatsächlich meine erste Jeans genäht!!



Und nicht nur das, sie ist auch von der Passform ganz ganz nah an einer wirklich richtig gut sitzenden Jeans!!

Dazu muss man wissen, dass ich bei meinen Hosen ähnlich anspruchsvoll bin, wie bei den Schuhen. Ich brauche ewig bis ich eine gefunden habe, die in meinen Augen wirklich 100%ig passt. In meinem Schrank gibt es derzeit genau zwei Hosen, die meinen Ansprüchen genügen und rauf und runter getragen werden. Der Zahn der Zeit nagt an ihnen ... Ich muss wirklich ganz bald für Nachschub sorgen. Und kaufen mag ich einfach nicht mehr.

Zurück zur Jeans.

Hinten gebe ich ihr 10 von 10 möglichen Punkten. Besser könnte sie wirklich nicht sitzen.


Vorn gebe ich ihr 9 von 10 Punkten. Es sieht schon sehr sehr gut aus, aber 100%ig zufrieden bin ich nicht.


Sie ist definitiv tragbar, aber es fehlt noch viel zu DER Hose. Warum? Dazu schauen wir mal unter's Shirt ..

Ich habe, weil ich dachte, flacher Bauch und so, mich für eine hohe Leibhöhe entschieden. Zwar geht der Plan mit dem Bauch auf, aber ich fühle mich überhaupt nicht wohl. Ich bin zwar nicht der Liebhaber von extrem niedrigen Hosen, aber ein bisschen weniger darf es hier schon sein. Durch die ganzen Änderungen passen auch die Taschenausschnitte nicht mehr. Und ja, es fehlt der Knopf. Für den hatte ich bisher noch keinen Nerv.


Da fällt mir ein, ihr wollt bestimmt wissen, welchen Schnitt ich genäht habe, oder?

Die Hose ist eine  Mischung aus der Ginger Jeans von closet case, einem maßangefertigen Hosenschnitt und meiner aufgetrennten ehemals Lieblingsjeans. Die drei sind fast identisch. Nur die Abnäher waren ein Vorschlag der Maßschneiderin, da ich ein extremes Hohlkreuz mein eigen nennen darf. Vielleicht brauch ich die dann gar nicht mehr, wenn die Leibhöhe niedriger ist.


Was soll ich sagen?
So eine Jeans näht sich tatsächlich einfacher als gedacht. Natürlich muss man viele Einzelschritte überstehen, aber mit der ausführlichen Anleitung des Ginger-Sew-Alongs, kann da nichts mehr schiefgehen.

Ich habe alle nötigen Änderungen auf den Schnitt übertragen und bin schon nochmotiviert an der nächsten Version dran. Es sieht wirklich so aus, als ob nicht viel fehlt und das treibt mich ungemein an. Wenn ich nicht schlafen und arbeiten müsste, es wären schon mindestens 10 weitere Hosen fertig.

Zur Hose trage ich ein Shirt nach de Plaintain-Schnitt von Deer&Doe und schließe mich mit dem wundervollen Rosatönen der Farbensause von zwirnguin an. Ich liebe rosa, heißt es heute. Ja, so ist es.


Leider leider passen die Qualität des Jerseys und der Schnitt so ganz und gar nicht zusammen. Ich hatte große Mühe, das Shirt noch tragbar zu gestalten. Da der Schnitt ein wenig ausgestellt ist, solltet Ihr unbedingt darauf achten, dass es ein schön weich fallender Jersey ist. Meiner ist ein wenig fester und wollte sich so gar nicht der Extraweite hingeben.

Das heißt nicht, dass der Jersey (aus dem Stoffbüro) nichts taugt. Im Gegenteil. Ich mag ihn seeeeehr und bin froh, dass ich das Shirt trotzdem noch tragen kann. Nun weiß ich wieder, dass ich auf immer und ewig meinem eigenen Grundschnitt vertrauen werde.


Und was kombiniere ich zu rosa??

Natürlich GRAU und ..


.. Blau .. ein bisschen heller ..


... aber auch schön dunkel ..


Geht alles und lässt mein Herz höher schlagen. Grau, blau, rosa. Jep. Das bin ich!

Am Sonntag heißt es dann: Ich liebe Grau. Tja .. das wird wohl mein Tag! Und wenn ich wirklich Zeit und Muse habe, fotografiere ich dann wohl meinen ganzen Kleiderschrank mit all den schönen Kombinationsmöglichkeiten einer Capsule Wardrobe. Aber wirklich nur, wenn es wirklich zeitlich passt. Das wäre eine Menge Arbeit.

Aber nun hüpfe ich erst einmal rüber zu RUMS, schicke meinen Beitrag zu Laura von Tagträumerin und winke Dagmar bei der Farbensause zu.

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Else mit Hashmarks Cloud9

06:52 Mein gewisses Etwas 11 Comments

So sieht es übrigens aus, wenn der liebste Mann hinter der Kamera einfach nicht tut, was ich ihm sage .. nur, dass ich da eigentlich nicht mehr lächle ..


Habt Ihrs gestern auf Instagram gesehen?
Ich durfte mir über die Eulenmeisterei einen Stoff aus der neuen Cloud9-Jersey-Serie zum Probenähen aussuchen.

linked with RUMS

Viele wunderschöne und schlichte Muster standen zur Auswahl, die leider leider so gar nicht in mein Farbschema passten. Dann fielen mir die Hashmarks auf. Geometrisch. Schlicht. Grau. Perfekt.

Dazu habe ich mir aus einem Meter 100% Viskose aus dem Arnstädter Stoffhandel noch einen Loop genäht. Die Viskose fällt schön voluminös und trotzdem weich. Auf diese Weise sind auch schon dunkelblau und rosa in meinen Kleiderschrank gewandert und werden fleißig getragen.


Der Stoff ist heller als meine übliche Wahl. Meist sind bei mir die Farben intensiver und dunkler. Zeit für etwas mehr Helligkeit in meinem Kleiderschrank.

Für den Schnitt hatte ich sofort die Else als Tunika im Kopf. Schön leger und doch figurbetont mit 7/8 Ärmeln, um den Frühling ein bisschen zu locken.


Beim nächsten Mal würde ich die Tunika wahrscheinlich noch einen Ticken länger lassen und den U-Boot-Ausschnitt ein bisschen weniger weit ausschneiden.

Danke an alle, die gestern die dicke Wolke mit weggepustet haben.

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Einfach nur ein Shirt

06:37 Mein gewisses Etwas 26 Comments

Nach meinem Grundschnitt, ohne Extras, ohne Eyecatcher. Einfach nur ein Shirt. Aber dafür das derzeitige Lieblingsshirt!

Das schöne Blau und das feine Muster passen perfekt zu mir. Noch nie wurde ich so oft zu einem Shirt angesprochen, als zu diesem.


Für den Ausschnitt habe ich wieder die feine Variante gewählt. Ich mag es sehr, wenn der Jerseystreifen für Innen in einer Kontrastfarbe gewählt wird. Hier in diesem Fall ist er hellgrau. Ihr seht ihn bestimmt ein bisschen hervorblitzen. Und genau das ist, was ich so mag. Dieses kleine gewisse Etwas. Ein bisschen auffällig und doch stimmig.


Der Stoff ist von Art Gallery. Eine meiner absoluten Lieblingsmarken derzeit. Die feinen Muster überzeugen mich immer wieder. Und wie so oft habe ich ihn im Stoffbüro gekauft. Nun ja, nicht wirklich. Ich wollte ihn kaufen und dann war Catrin einfach so der Meinung, ihn mir zu schenken. Sie meinte, dass muss sie einfach tun, weil sie glaubt, dass der Stoff perfekt zu mir passt. Ach die liebe Catrin, sie hat den perfekten Riecher für tolle Stoffe. Vielen lieben Dank noch einmal!!

Und damit hüpfe ich seit Ewigkeiten mal wieder rüber zum MeMadeMittwoch.

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Nosh Stoffe als Madita Fledermausshirt

06:47 Mein gewisses Etwas 17 Comments

Nach einigen schockierenden "Vorfällen" mit meinem großen, damals 3jährigen Mädchen, befand ich es für passender, wenn ich ihr nur noch einen Teil der Vielfalt der Modewelt offenbarte. Nämlich immer genau den Teil, den ich als tragbar empfand. Kennt Ihr das?

Wir waren damals zweimal beim großen Bekleidungsschweden und einmal haben wir gemeinsam versucht online zu shoppen. Beide Male endete es in einem riesen Fiasko. Ihr gefielen ausschließlich diese Sachen, die entweder viel zu kurz, zu eng, zu ausladen, zu hochhackig und zu knallig waren. Das war definitiv keine Kleidung für mein zartes 3jähriges Mädchen. Das sah sie natürlich ganz anders und am Ende konnte ich mir nicht anders helfen, als zu behaupten, all die Sachen gäbe es nicht mehr in ihrer Größe .. ähm .. ja ..

Dank der vertrauensvollen blauen Augen, die mir auch heute noch bedingungslos alles glauben, was ich erzähle und der wenigen Shoppingmöglichkeiten in der Nähe konnte ich ihr die letzten 4 Jahre immer genau das präsentieren, welches ich als tragbar deklarierte. Damit waren wir beide sehr zufrieden.

Nun ist sie fast sieben Jahre alt. Zeit für einen neuen Versuch, oder?

Als Catrin vom Stoffbüro mir anbot, mich doch ein wenig im neuen Shop umzuschauen und das ein oder andere Stöffchen in den Warenkorb zu legen, war er plötzlich da: Der richtige Zeitpunkt für ein kleines großes Mädchen mir zu beweisen, dass es neben pink und rosa auch noch andere Farben gibt.

Mit mulmigen Gefühl lud ich sie zu mir an den Laptop ein und fragte sie "Aus welchem Stoff magst du denn etwas genäht haben?". Nie werde ich diesen dankbaren und hoffnungsvollen Blick vergessen. Und niemals, wie ich betete, dass dieser Versuch nicht wieder im Fiasko enden würde.

Unglaublich, aber sie suchte wirklich die Stoffe raus, die ich auch für sie ausgewählt hatte. Dazu mit dem konkreten Wunsch zwei weitere ihrer heißgeliebten Fledermausshirts zu nähen. Bis jetzt hatten wir ein Kaufshirt und ein Probeexemplar nach eigenem Schnitt, die beide schon längst ausgedient haben.

Bei Makerist gab es letztes Jahr das Schnittmuster "Madita" von Hedinaeht als kostenlosen Download. Da fiel die Wahl des Schnittmusters leicht, obwohl ich auch gern das von CompagnieM oder Schnittreif genommen hätte. Auf den ersten Blick fiel mir kein großer Unterschied auf. Und man muss ja auch nicht jedes Schnittmuster haben ..

Nun seid Ihr bestimmt gespannt, welche Stoffe sie sich rausgesucht hat, oder?

Als erstes landete Jersey Polku "mint" in unserem Warenkorb.
Oh diese Farben .. so so so schön und so stimmig. Schön monchrom, die Motive nicht überladen und doch kindlich. Es gibt Stoffe, an denen kann ich mich nicht satt sehen. Es passiert selten, aber dieser hier ist definitiv einer davon. Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich ihn in grau auch noch für mich kaufen muss ..


Mein süßes Zahnlückchen.
Anders als damals, als ich noch um jedes Foto von Selbstgenähtem betteln musste und meine Werke so oft abgelehnt wurden, rennt sie mit einem neuen Teil heute sofort zu unserem Fotoplatz am Fenster und beginnt sich in Pose zu werfen.


Bei Fledermausshirts mag ich es nicht, wenn der Halsausschnitt mit Bündchen genäht wird. Das stört in meinen Augen den schönen weiten Fall und das Gesamtbild. So habe ich einfach die Ausschnittnaht vor (!!!) dem Zusammennähen mit der Overlock versäubert, 1cm umgeklappt und festgenäht. Damit steht nichts ab und der Ausschnitt fällt trotzdem schön locker.


Mein großes Mädchen ist zwar nicht mehr so heißblütig wie früher, aber immer noch ein Kind, welches  auch bei Minusgraden gern kurzärmlig trägt. Für den Winter ist mir das für den Schulweg ein bisschen zu kalt. Deswegen gab es als Kompromiss eine 7/8 Variante. Das passt perfekt zu Schnitt und Kind, finde ich.


Ein bisschen Headbanging zum Lockerwerden zwischendrin. Ich mag das Bild sooo sehr.


Und dann war dar noch der Zirkus-Stoff: Jersey Sirkus "grau"
Bei diesem wollte ich unbedingt die Zweiteilung ausprobieren. Und das ist das, was ich im Stoffbüro sooo liebe: Catrin hat natürlich den passenden Uni-Stoff vorrätig. Nicht irgendeinen Stoff, sondern einen in genau DER Farbe. So mag ich den Online-Stoffkauf, bei dem ich das Fühlen immer so sehr vermisse.

Anfangs war ich skeptisch, ob das Grau zu uns Sommertypen passen würde. Als er dann ankam war ich noch skeptischer. Aber als sie ihn dann trug, war ich begeistert. Ich bin immer noch ganz baff, wie perfekt der Farbton zu ihr passt und wie groß sie auf einmal aussieht.

Ja, groß ist sie geworden. Da passiert es schon mal, dass man nicht mehr die große Fußzehe beißen kann.


"Mh und nun? Welche Pose hatten wir noch nicht?"


Bei dieser Version habe ich die Bündchen am Arm komplett weggelassen.

Was mir nicht so gut gefällt ist der Fall bei der Zweiteilung. Seht ihr, wie es "stockt"? Die Mittelnaht trägt ziemlich auf und wirft unschöne Falten. Da hat mir der Einteiler besser gefallen. Aber das ist nörgeln auf hohem Niveau. Das Shirt ist auch so wunderschön.


In der Weite nähe ich mittlerweile immer 1-2 Größen kleiner. Mein kleiner Spargeltarzan würde sich sonst darin verlieren. In der Länge gebe ich sogar noch etwas dazu, damit es ein wenig länger passt. So entsteht hier eine Mischung aus Größe 110/116 und 128/134. Das mag ich so am Nähen. Man kann sich die Kleidung anpassen, wie man sie braucht.

Die nächsten Bestellungen für weitere Fledermausshirts liegen übrigens schon hier .. Die kleine Schwester war empört, dass sie keines abbekommen hat und dass die genähten ihr viel zu groß sind. Gut, dass die Nosh-Stoffe so schön breit liegen .. Mit überlegtem Zuschnitt wird es die Shirts auch noch einmal für sie geben.

Damit hüpfe ich rüber zum Creadienstag und schau mal, was heute noch alles so gewerkelt wird.

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