Heidi Kostüm DIY

10:10 Mein gewisses Etwas 4 Comments

Unser fast schon 7jähriges Sensibelchen war und ist ein absoluter Fernsehfanatiker.
Schon bevor sie ein Jahr alt war, blieb sie an allem regelrecht kleben, was irgendwie aussah wie ein Fernseher und bewegte Bilder zeigte. Wenn es nach ihr gehen würde, was es zum Glück nicht tut, sie würde nach wie vor 24h vor der Glotze hängen. Für mich, die Fernsehen als die reinste Zeitverschwendung betrachtet, ein grausamer Zustand. Ich habe die Befürchtung, dass ich von dieser Affinität irgendwann so genervt bin, dass ich den Kasten unsanft aus dem ersten Stock werfen werde. Wie kann man nur so verrückt aufs Fernsehen sein und dabei die Schönheit der realen Welt vergessen? Ich verstehe es nicht.

Aber gut. Sie wollte also fernsehen. Da ich jemand bin, der die gesunde Mischung jedem Verzicht vorzieht, suchten wir für unser damals 3jähriges Mädchen eine entspannte Sendung. Denn, wie wir bald herausfanden, war (und ist) dieses Mädchen so sensibel, dass alles was nur im Ansatz ein klein wenig aufregend war, sogleich zu einem gewaltigen Zusammenbruch und Albträumen führte.

Einzig die heile Heidi-Welt war erträglich und wurde zu ihrer ganz persönlichen Parallelwelt. Außer natürlich die Folgen mit Fräulein Rottenmeier. Die wurde als der Satan schlechthin hingestellt und in Heidi-Ausmalbüchern mit wildem schwarzen Gemetzel aus dem Leben gestrichen.

So war es sonnenklar, dass sie als 3jähriges Mädchen als Heidi zur Faschingsparty in den Kindergarten gehen würde. Damals bastelte ich etwas sehr merkwürdiges zusammen, was aber immerhin nach Heidi aussah.

Mittlerweile, nach 5 aktiven Nähjahren, sieht das Heidi-Kleid natürlich sehr viel schöner aus und überlebt auch nicht nur eine Party ..

Verlinkt: Kiddikram, Meitlisachen
Für Johys Kleiderwoche habe ich meine zwei Heidis (ja, der kleine Hüpfer folgt der Großen im Heidi-Fieber) vor die Kamera geholt. Wir hatten ein wunderbares Shooting und unendlich viel Spaß.


Weil ich so oft Post erhalte, wie ich das Kleid nähe, mag ich Euch heute davon erzählen.

Grundschnitt ist der Schnitt LISABETH von Steffi von herzekleid bzw. fabelwald. Neben dem Jersey-Kleiderschnitt LISA ist das der Schnitt, den ich bis heute, vor allem gewerblich, am häufigsten genäht habe.

Ihr braucht:
- Schnitt --> Fabelwald-Shop
- rote, rosa und gelbe Baumwolle, --> z.B. von Stoff&Stil
- Vlisofix
- ein bisschen braunen Stickfaden
- 3 Kamsnaps / 3 Knöpfe
- Nähmaschine und Zubehör

Das Kleid könnt ihr bequem nach Steffis ausführlicher Anleitung nähen.

Zuerst folgt ihr der Anleitung zum Zuschnitt und scheidet alles so zurecht, wie dort beschrieben. Die Ärmel werden gelb. Vorder- und Rückteil rot. Und das Rockteil rosa.


Wenn alle Schnittteile vor Euch liegen, folgt ihr meiner kleinen Anleitung, um das Vorderteil so aussehen zu lassen, als ob es aus zwei Lagen besteht.

Und so geht es:

Aus dem Schnitt für das Vorderteil schneidet ihr ein Stück heraus. Ein Beispiel für Größe 104 könnt Ihr Euch hier herunterladen: Ausschnitt Heidi-Kleid.


Das Stück übertragt ihr auf Vlisofix, schneidet es grob aus und ..


.. bügelt es auf ein Stück gelben Stoff.


Dann schneidet ihr es exakt aus und ..


.. zieht die restliche Folie ab, so dass nur noch die Klebeschicht zurückbleibt.


Dieses legt ihr auf das bereits zugeschnittene rote Vorderteil und bügelt es auf.


Dann steppt ihr die Applikation knappkantig ab und stickt das braune Fadenkreuz auf.


Dann näht ihr das Kleid einfach nach der Anleitung fertig.
(Ich teile meist nur das Oberteil bis zum Rockansatz. Damit kommen die kleinen Heidis immer noch problemlos in das Kleid, es sieht aber einfach mehr nach Heidi aus.)


Wenn Ihr lieber Jersey vernäht, nehmt ihr einfach statt LISABETH den Schnitt LISA (gibt es auch im Fabelwald-Shop) und folgt der Anleitung auf die gleiche Weise. Natürlich entfallen dann die Knöpfe im Rückteil.

Für mein kleines Heidimädchen habe ich noch den Umhang nachgebastelt, den Heidi bei ihrer Schlittenfahrt trägt:


Sie sieht so zuckersüß darin aus. Schade, dass ich mich gegen Kinderfotos im Netz ausgesprochen hatte.



Ich hoffe, die kleine Anleitung hat Euch gefallen. Wenn Ihr Fragen habt, könnt ihr mich sehr gern ansprechen (post ät meingewissesetwas dot de)

Liebe Grüße und eine frohe Faschingszeit
Sindy

PS: Wer selbst nicht nähen kann, darf gern bei mir im Zimt&Zucker-Shop vorbeischauen und sich ein Kleid von mir nähen lassen.

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Zeitschriften Sew Along #1/16 - Ottobre 5/2015

11:19 Mein gewisses Etwas 10 Comments

Wie war das? Ich habe keine Zeit für Sew Alongs und Probenähen? Ähm ja .. all die "guten" Vorsätze sind schon wieder verfolgen. Es gibt einfach viel zu tolle Aktionen und Probenähanfragen, Da kann ich nicht widerstehen ..

Erst dachte ich noch, dass mich für Jennys Zeitschriften-Sew-Along, in der aktuellen Ottobre (5/2015) nichts so wirklich anspricht. Als ich dann aber letzte Woche krank auf meine Couch dahinsiechte, blieben mir doch tatsächlich zwei Schnitte im Kopf.

Der erste: Square Neckline. 
Ein Shirt mit Raglanärmeln und eckigem Ausschnitt.

Diesen Schnitt finde ich ganz grauenvoll präsentiert. Der besondere Ausschnitt kam so überhaupt nicht zu Geltung. Hätte ich nicht Steffis Variante gesehen, ich hätte nie im Leben in Betracht gezogen.

Für den Schnitt mag ich gern den grauen Jersey "Fragile" von Ikasyr verarbeiten. Beim Test des neuen Stoffbüro-Shops (Klickt Euch unbedingt rüber!! Der Shop ist großartig geworden!!) konnte ich nicht widerstehen und musste ihn einfach noch kaufen. Den eckigen Ausschnitt kann ich mir sehr gut zu diesem feinen Muster vorstellen. Das ergibt bestimmt einen schönen Kontrast.

Fest steht aber, dass ich für alles was nicht den Ausschnitt betrifft meinen Shirt-Grundschnitt verwenden werde. Ich mag den schönen Jersey nicht als Probestück verwenden ..


Das ist übrigens der Ausschnitt von Steffi präsentiert. Interessant, oder?

Bildquelle: herzekleid

Der zweite Schnitt wird Gorgeous Grey sein.
Eine Wolljacke, die man mit einem einfachen Bindeband schließen kann.

"Gorgeous Grey"? Was für ein Name! Vor allem für mich als DEN Liebhaber von allem was grau ist?? Passt!


Dabei hat mich zu Beginn der Schnitt gar nicht sooo angesprochen. Wenn ich ihn nähe, dann muss er eh ein ganz Stück kürzer werden. Solch lange Sachen machen mich leider noch viel länger als eh schon bin.


Nähen mag ich die Jacke aus diesem Stoff:


Noch so ein schönes Wort "Winterfreund". Und noch dazu so ein schönes Foto. Ich habe ganz ganz lange widerstanden und am Ende doch bestellt. Fast gleichzeitig viel mir Gorgeous Grey auf. Ich glaube, es ist Schicksal, dass diese beiden zusammenfinden.

Nun bin ich ganz gespannt, wie sich meiner neuer Freund so anfühlt. Das Fühlen bleibt ja leider bei Onlinekäufen weiterhin auf der Strecke .. Gut, dass es eine super nette Verkäuferin gibt, die diesem Nachteil mit ihrer super lieben Art entgegen wirkt. Kennt Ihr Susan Caplan und ihre Facebook-Gruppe "Stoff Kamera Liebe"?

Eigentlich würde ich sagen, dass das eine ganz tolle Gruppe ist, in der man außergewöhnliche und qualitativ hochwerte Stoffe zu super Preisen bekommt. Und noch dazu ist es dort so wunderbar harmonisch. Es gibt tolle Beispiele, was aus den Stoffen entstanden ist. Und überhaupt, wäre ich näher an Münster dran, ich würde sofort auf einen Kaffee bei Susan vorbeischauen. ABER da ich weiß, dass ihr mir dann all die schönen Stoffe vor der Nase wegschnappt, sage ich lieber: nee, so schön ist es da gar nicht ...

Lieber schauen wir dann mal gemeinsam bei Jenny alias Buxsen, wer sich heute noch so alles bei ihrem Sew-Along verlinken wird.

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W wie Wiksten Tova

00:00 Mein gewisses Etwas 41 Comments

Inspirationen für meine Nähprojekte ereilen mich meist ganz unverhofft und oft auch erst, nachdem mir bestimmte Ideen immer und immer wieder über den Weg gelaufen sind. Meist schaue ich bei pinterest kurz vor dem Schlafengehen und freue mich, wie sich auf meiner Pinnwand so nach und nach ein eigener Stil herausbildet.

Auch die Idee zu einem blau/braunen Outfit fand ich dort. Das Braun schön dezent in einem ganz bestimmten Farbton und am besten ganz weit weg von meine Gesicht.

Braune Schuhe.
Blaue Jeans.
Brauner Gürtel.
Blaue Bluse.

Das war der Plan.

Jeans, Gürtel und Stoff für die Bluse waren schon länger vorhanden. Fehlten nur noch Schuhe und der Schnitt für die Bluse.

Schuhe müssen für mich genauso aussehen, wie ich sie mir vorstelle und von hoher Qualität sein Und das wichtigste, sie sollen auch in Größe 41 noch aussehen, wie die niedlichen in Größe 36. Das treibt so manche Schuhverkäuferin in den Wahnsinn. Denn, wenn ich dann das perfekte Paar gefunden habe, bei dem alles stimmt und jede Naht an der richtigen Stelle ist, gibt es sie meist nicht in meiner Größe. Irgendwas ist immer und am Ende trage ich doch wieder die Alten. Aber ich glaube, davon hab ich schon einmal berichtet.

Jedenfalls fand ich an einem mysteriösen Tag im Dezember in einem Fachgeschäft in unserer kleinen Kleinstadt sogar zwei Paar Schuhe, bei denen alles stimmte. Mein Konto weinte, aber es half alles nichts, beide Paare mussten mit.

Die, die mir zu meinen Outfit fehlten, sind diese hier. Halbhoch. Sportlich und doch schick. Im perfekten Braunton.


Und die schlichte Bluse?

Die profitiert von 12 Letters of Handmade Fashion. Selmin zog für Januar den Buchstaben "W" und gab damit den Startschuss meinen Lieblingsschnitt Wiksten Tova erneut hervorzuholen und loszulegen.


Die Ärmel habe ich ohne Bund genäht. Beim Zuschnitt habe ich sie ein wenig länger gehalten und kann sie nun schön umkrempeln. Dieses Detail passt für mich perfekt zum etwas gröberen Leinenstoff.


An den ganz kalten Tagen trage ich ein Langarmshirt drunter könnte mich besser nicht fühlen.

Ich mag die unauffällige Weite der Tova. Sie ist (zumindest von vorn) wunderbar tailliert und zaubert zusammen mit dem legeren Ausschnitt aus einem einfachen Hemd eine tolle feminine, aber auch sportliche Bluse. Es gibt keinen Anlass, an dem ich sie nicht tragen könnte. Je nach Kombination, kann ich alles mit ihr machen. Vor allem in einer solch kombinierfreudigen Farbe.

Das ist dann in Summe meine vierte Tova. Eine tiefrote habe ich noch nicht verbloggt. Und wie man sieht, ist sie durchaus schwangerschaftstauglich (klick macht groß)


Mensch, die Zeit rast .. Nun ist die damalige Bauchbewohnerin schon 2,5 Jahre und hat mir einen ganz feinen Kindergartenvirus angedreht. Einfach so. Doof.

Bei meinen ersten Versionen habe ich den damals gefühlt großzügigen Ausschnitt noch ein bisschen zugenäht. Mittlerweile gefällt er mir im Original noch viel besser. Am liebsten ziehe ich ein ein etwas höher geschnittens im farblichen Kontrast gehaltenes Unterhemd an, welches dann ab und zu hervorblitzt.

Mit meinem W wie Wiksten Tova hüpfe ich heute mal wieder zum RUMS und werde mich morgen am zweiten Tag des Krankenlagers mit Genuss durch Eure Beiträge klicken.

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DIY Set Schiebermütze und Konrads kleine Rundreise

06:15 Mein gewisses Etwas 7 Comments

Könnt Ihr Euch noch an meinen Konrad erinnern? Das ebook zur Schiebermütze wurde mittlerweile etliche Male verkauft und macht mich immer noch ein bisschen stolz, dass sich die viele Arbeit doch gelohnt hat.

Im Herbst ist Konrad ganz eigene Wege gegangen. Aber dazu gleich mehr.

Vorher möchte ich Euch noch die Erweiterung zu Konrad zeigen. Da mich viele Interessenten nach der passenden Stoffquelle gefragt haben, habe ich kurzerhand ein DIY-Set für Konrad entwickelt.

linked with HOT - Handmade on Tuesday

Darin enthalten sind Außen- und Innenstoff. Die Einlage für das Schild. Anleitung und Schnitt in Papierform. Alles was man braucht, um gleich loslegen zu können.


Immer, wenn ich in Stoffläden einkaufe, halte ich die Augen offen, ob ich nicht noch einen schönen traditionellen Stoff für das Set finde.


Aber nun zu Konrads Reise im Herbst.

Ich konnte ein paar lieber Bloggerinnen dafür gewinnen, Konrad für ein paar Tage bei sich aufzunehmen und auf ihre Weise zu interpretieren. Konrad hat wieder gezeigt, wie wandlungsfähig er ist und die Bloggerinnen, wie großartig sie komplette Outfits nähen können.

An dieser Stelle noch einmal vielen lieben Dank für Eure Mühe. Konrad hat den Ausflug sehr genossen!



Bei Liannet näht hat es Konrad in ein komplettes Outfit geschafft.



Bei Allerleikind ist die Schiebermütze mit dem Täschling 2.0 in bester Gesellschaft und durfte sogar den jungen Mann zur Schuleinführung begleiten. Noch heute schwärmt Konrad von diesem Tag.



Im Partnerlook hat sich Konrad mit den Zwillingen von Buntspecht bei wunderschönstem Spätsommer-Wetter im Wald ausgetobt.


Bei Frau Muscheid durfte Konrad mit diesem zuckersüßen kleinen Burschen und seinem Freund die Welt entdecken.


Bei Kindhayt durfte Konrad endlich wieder einmal auf einem Mädchekopf Platz nehmen. Und das auch noch im wunderschön maritimen Look. Ida und Konrad waren begeistert.


Mein persönliches Highlight habe ich mir für den Schluss aufgehoben. Ist dieses Outfit von LoNeJo nicht einfach nur der absolute Oberhammer? Und dann noch diese perfekte Momentaufnahme. Ich war sofort hin und weg. Konrad wollte auch gar nicht mehr weg.


Zwei Stationen wird Konrad noch im Frühling besuchen. Ich bin schon sehr gespannt, was er dort erleben wird.

Was Konrad noch nicht weiß: wenn alles so läuft, wie ich es mir vorstelle, dann bekommt er im Frühjahr noch eine kleine Schwester. Ich bin schon ganz aufgeregt und gespannt, was er zu ihr sagen wird.

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Happy 2016! Das waren 2015 und die #myfallessentials

06:20 Mein gewisses Etwas 11 Comments

Happy new year, meine Lieben!
Ich wünsche Euch, dass all Eure Wünsche in Erfüllung gehen und ihr die bevorstehenden 365 Tage in vollen Zügen genießen könnt.

Mein 2015 war spannend und mit vielen Gedanken und Bedenken bestückt. Ich habe einen Weg begonnen, den ich 2016 gern selbstbewusster und intensiver gehen mag. Spannend darf er gern bleiben, aber auf all die unnötigen Gedanken und Zweifel kann ich verzichten.

2015 hat mir gezeigt, wie glücklich ich mit meinem gewählten 20/20 Modell bin. 20h verbringe ich in einer geregelten Arbeit und 20h (und noch viel mehr) mit der Arbeit für das kleine Label Zimt&Zucker. Es hat mir aber auch gezeigt, wie anstrengend es sein kann, wenn man gefühlte 100 Näuaufträge auf dem Tisch hat, die trotz Bürojob und Familie innerhalb einer Woche fertig werden sollen. Ja, nach einem Jahr gewerblichen Nähens kann ich auf die Frage "Wie läuft's" mit "Besser dürfte es nicht laufen" antworten. Das freut mich natürlich sehr!

Ich habe einige Beiträge zu dem Thema "Nähen als Gewerbe" und "Verkauf bei dawanda" (u.a. diesen Artikel und dazugehörige Reihe) gelesen und viel darüber nachgedacht. Ich kann die Bedenken zu gut verstehen. Es ist schwer, sich als kleines Label durchzusetzen und von den Einnahmen leben zu können. Mir hingegen öffnet dieses Modell viele Türen und bleibt trotz vieler Tiefschläge mein favorisiertes Modell. So arbeite ich nur 2-3 Tage in einem Büro und bin die restliche Zeit zu Hause. Das entschleunigt mein Leben enorm und ermöglicht mir, flexibel auf die Bedürfnisse meiner Kinder und nicht zuletzt auf meine eigenen einzugehen. Viele private Termine kann ich zwischendurch erledigen und auch mal einen Nähauftrag auf abends verlegen. Das würde ich mit einem 40h-Job nicht hinbekommen. Dazu liiiiiiiebe ich es einfach, mir mit etwas, was ich mit meinen eigenen Händen erschaffen habe, ein bisschen dazu zu verdienen.

Zuletzt ist mir dann die Balance zwischen Büroarbeit, Nähen und Privatleben ein wenig verlorgengegangen. Daran mag ich noch intensiver arbeiten. Ebenso an unseren Produkten. Zimt&Zucker hat sich entwickelt und entwächst gerade den Kinderschuhen. Die Frühling/Sommer-Kollektion soll noch einmal in eine andere Richtung gehen. Ein bisschen monochromer und harmonischer. Ich bin schon sehr gespannt, ob es genauso wird, wie ich es mir ausmale.

Zusätzlich zu den ganzen Nähaufträgen habe ich es tatsächlich noch irgendwie hinbekommen, 35 (2014 waren es 13) neue Kleidungsstücke und 2 neue Taschen für mich zu nähen. Von dieser Zahl bin ich selbst ganz überrascht. Es fühlt sich gar nicht so viel an und bedeutet ja, dass ich tatsächlich nahezu jede Woche ein Kleidungsstück für mich genäht habe. So darf es in 2016 gern weitergehen.

Ich freue mich auch, dass mein kleiner unsteter Blog mittlerweile über 600 Leser via Bloglovin hat. Dazu noch über 400 bei Instagram und tatsächlich über 1000 bei Pinterest. Wahnsinn. Dabei würde ich doch noch so gern noch viiiiel mehr hier zeigen und Probe nähen und an Sew-Alongs teilnehmen. Aber das ist nun einmal die Konsequenz aus der Entscheidung, gewerblich zu nähen. Auch wenn mich so viele Probenähaufrufe reizen, werde ich mich bis auf wenige Ausnahmen mit einer Bewerbung zurückhalten. Zu groß ist das Risiko, dass wieder viele Bestellungen eingehen und ich das Abgabedatum nicht halten kann, geschweigedenn, mich produktiv und sinnvoll einzubringen.

Ähnlich verhält es sich mit all den Sew-Alongs. Aber da werde ich einfach sehen, wie ich es schaffe und zumindest am Finale teilnehmen. Am meisten reizt mich gerade "12 Letters of Handmade Fashion". Eine sehr schöne Idee, bei der es darum geht, jeden Monat nach einem gezogenen Buchstaben ein Kleidungsstück zu nähen. Für Januar hat Selmin den Buchstaben "W" gezogen. Dazu habe ich tatsächlich schon eine Idee, die wieder einen Punkt auf meiner To-Sew-Liste abhaken würde.

Nicht zuletzt möchte ich Euch noch das Resultat der #myfallessentials zeigen.

Geplant hatte ich die folgenden Kleidungsstücke:


Und bis Stand heute sind die folgenden fertig geworden:

Links: Pullover Zopfmuster, Pullover Karo, Herbstjacke
Am Blazer arbeite ich noch. Da ich sinnvollerweise auf ein Probemodell verzichtet habe, muss ich hier alles wieder auftrennen, weil nichts stimmt. Aber dazu in einem separten Post mehr, wenn ich mich dann durch die Änderungen gewühlt habe.

Heute lasse ich Euch ein Bild von dem schönen grauen Langarmshirt mit hellgrauen kleinen Dreiecken da. Mittlerweile bin ich absolut der feinen Ausschnittversäuberung verfallen. Ich nehme dazu sehr gern eine Kontrastfarbe, die dann immer ein bisschen hervorlugt und dem Shirt das gewisse Etwas gibt.


Nach dem zweiten Waschen ist der Stoff leider nochmals ein wenig eingegangen. Nun sitzt es hauteng. Aber das ist ok. Für die "dicken" Tage habe ich ja eh meine geliebten Emmas.


Für mich ist die Idee, mich einfach mit Grau und Blau auf mein Gefühl zu verlassen, komplett aufgegangen. Alles passt zusammen und zu mir. Zusätzlich habe ich mir noch drei einfarbige Tücher aus Viskose genäht: rosa, grau und dunkelblau. Dazu habe ich einfach 1m Viskose in der VB zum Schlauch zusammengenäht und fertig. Je nach Lust und Laune passen diese Tücher immer und überdecken auch mal die Farbe eines Shirts, welches vielleicht nicht ganz so optimal zu mir passt.

Gern würde ich noch ausführlicher beschreiben, wie es sich mit meinen #myfallessentials verhält, aber ehrlich gesagt, fehlen mir aber die Worte. Mittlerweile kann ich mich komplett auf mein Gefühl verlassen. Und da ich nicht so der frostige Typ bin, sind die #myfallessentials auch gleich meine #mywinteressentials. Pullover und Langarmshirts reichen nun bis zum Frühling.

Das wird mich aber nicht davon abhalten, für jede Saison ein Stil-Moodboard zu erstellen, die ich gern immer und immer wieder mit Euch teile. Nun, da ich genügend Basics im Kleiderschrank habe, möchte ich mich wieder mehr auf die speziellen Kleidungsstücke konzentrieren. Mir schwebt da ein schicker Cardigan oder noch ein Blusenshirt vor. Oder eine Bethioua Ich bin gespannt, welche Schnitte ich noch entdecken darf.

Heute verlinke ich mich seit Ewigkeiten mal wieder beim HOT - Handemade on Tuesday.

Seid lieb gegrüßt und bis hoffentlich ganz bald.
Sindy

11 Kommentare:

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