Sonntagsrunde zum Sinn des Nähbloggens - Kirsten von AllesKirsche erzählt

11:17 Mein gewisses Etwas 3 Comments


Guten Morgen, Ihr Lieben!

Heute trinke ich einen virtuellen Kaffee mit Kirsten von AllesKirsche. Kirsten hat mich angeschrieben, ob sie nicht auch bei der Sonntagsrunde dabei sein darf. Darüber hab ich mich sehr gefreut, denn natürlich freue ich mich über jeden, der hier gern mitliest und dann vielleicht auch selbst dabei sein möchte. Also, wenn Du Deine Meinung zum Sinn des Nähbloggens kund tun magst, schreib mich einfach an!

Aber jetzt darf erst einmal Kirsten. Ich danke Dir für Deine Zeit und freue mich, dass Du mit Deinem Blog auch eine Weiterentwicklung Deiner Nähkenntnisse verbindest. So geht es mir auch! So ein sympathischer Blick hinter Deinen Blog. Vielen lieben Dank!

1. Erzähl ein bisschen von Dir. Wer bist Du? Wie lebst Du? Was machst Du beruflich und wie viele Stunden arbeitest Du in der Woche? Welche anderen Hobbys hast Du neben Bloggen und Nähen?

Hallo, ich bin Kirsten, Spitzname Kirsche, Mittvierzigerin und ein echtes Nordlicht. Ich lebe mit meinem Mann und unserem 8 jährigen Sohn in Itzehoe, ca. 50 km nordwestlich von Hamburg und nur eine Autostunde von der Nordsee entfernt.


Von Beruf bin ich Betriebswirtin (BA) und arbeite ganztags im Rechnungswesen eines Versicherungsunternehmens. Das bedeutet für mich, die meiste Zeit des Tages vor dem PC zu sitzen mit Bilanzen, Tabellen und Daten vor meiner Nase. Wahrscheinlich brauche ich deshalb zur Ablenkung in meiner Freizeit etwas Kreatives, Handwerkliches und habe mit dem Nähen meine große Leidenschaft entdeckt. Nebenbei brauche ich allerdings auch Bewegung und bin begeisterte ZUMBA Anhängerin, versuche soviel wie möglich mit den Fahrrad zu erledigen und walke gern durch den Wald. Früher habe ich regelmäßig Klavier gespielt , welches zur Zeit jedoch eher nur zum Abstauben in der Wohnung steht. Ich liebe es in spannende Bücher abzutauchen und backe und koche mit Leidenschaft.

2. Wie bist Du zum Nähen und zum Bloggen gekommen? Was ist es, das das Nähen / das Bloggen zu etwas besonderem für Dich macht? 

Genäht habe ich schon als Kind auf der Maschine meiner Mutter, allerdings mit mäßigem Erfolg und wenig Leidenschaft. Einen neuen Zugang zum Nähen habe ich über die Faschingskostüme während der Kindergartenzeit des Sohnes bekommen. Mit wenig Erfahrung und hohen Ansprüchen wollte ich perfekte Kostüme erstellen und bin kläglich gescheitert. Dann fing ich an, mir Nähtutorials auf youtube anzuschauen und bin über den pattydoo Blog gestolpert. Mit Inas Anleitungen und Schnitten habe ich mich das erste mal an Kleidungsstücke für mich selbst getraut und erste Erfolge erzielt. Dann ging alles ganz schnell, ich habe mich immer mehr getraut und bin dann über Inas Buch "Bloggst du schon? Step by Step zum Kreativblog" zum Thema Blogs gekommen.


Zunächst war ich nur stiller Leser der wöchentlichen RUMS-Beiträge und dann habe ich im Sommer letzten Jahres einfach so aus dem Bauch heraus gedacht, so etwas möchte ich auch gern machen. Ohne große Abwägungen von für und wider, ohne nachzudenken, wieviel Zeit es beansprucht und ob ich die überhaupt habe. Ohne Vorkenntnisse im Webdesign, Fotobearbeitung und Suchmaschinenlogiken. Meine erste Verlinkung war eine Beitrag zu der "This is not okay"- Aktion von Susanne aka sueatmamimade und dort habe ich da erste Mal dieses Gemeinschaftsgefühl erfahren, welches noch heute die Hauptmotivation des Bloggens ist. Gemeinsam Ergebnisse teilen, Erfahrungen austauschen und neue Anregungen aufnehmen. Anregend, inspirierend und aufschlussreich. Das ist für mich der besondere Reiz des Bloggens.

3. Was bedeutet das Bloggen für Dich? Warum nimmst Du Dir Zeit Blogposts zu verfassen? Möchtest Du etwas mit Deinem Blog erreichen oder ist es eher ein "einfaches" Nähtagebuch ohne Ziel? 

Inzwischen bin ich gut ein Jahr in der Bloggerwelt unterwegs und möchte diesen Teil meines Lebens nicht mehr missen. Durch das Bloggen habe ich im letzten Jahr solche Fortschritte gemacht, was meine Nähfertigkeiten angeht. Früher zählte für mich beim Nähen der schnelle Erfolg und so wurde auch gern mal gemauschelt . Heute nehme ich ich mir viel mehr Zeit für Projekte, versuche sie wohlüberlegt und vorausschauend umzusetzen, habe die Liebe zum Detail entdeckt und trenne lieber Nähte auf, als Kompromisse hinzunehmen. Unter anderem auch, weil ich über die Nähprojekte schreibe und versuche meine Gedanken und meine Vorgehensweise in Worte zu fassen. Dadurch sehe ich vieles klarer. Für mich ist das Bloggen dann der komplette Abschluss eines Nähprojektes.

4. Wann findest Du Zeit zum Nähen und wann zum Bloggen? Hast Du manchmal das Gefühl, das Bloggen stiehlt dem Nähen die Zeit? Oder fügt sich das für Dich perfekt? 


Ich nähe meist am Wochenende tagsüber ein, zwei Stunden. Meine Blogs schreibe ich morgens, wenn die Männer aus dem Haus sind und ich mir noch eine halbe bis dreiviertel Stunde zuhause gönne, bevor ich zur Arbeit starte. Für mich ist das die perfekt Ergänzung .

5. Was nähst Du alles selbst? Bist Du eher ein "Selfish Sewer" oder nähst Du doch mehr für andere als für Dich? 

Ich nähe meistens für mich selbst, ganz egoistisch, ab und an auch für den kleinen und den großen Mann. Angefangen habe ich ja mit Shirts und Hosen, die man nur zuhause trägt. Dann wurden sie irgendwann gesellschaftsfähig und ich habe meistens Oberteile für mich gefertigt, meist für die Freizeit. Kleider und Röcke trage ich eher selten, beginne aber inzwischen mir welche zu nähen und mich damit anzufreunden. Inzwischen habe ich auch Blusen und Jacken genäht, die auch bürotauglich sind. Hosen ( außerhalb von Jogging- und Schlabbersommerhosen) sind das Einzige , wo ich mich noch nicht so rangetraut habe. Ganz selten nähe ich auch für Freunde oder Bekannte.

6. Welchen Stellenwert hat das Nähen / das Bloggen in Deinem Leben? 

Ich merke, dass ich aus dem Bloggen Kraft und Selbstbestätigung ziehe . Viele virtuelle Bekanntschaften sind inzwischen zu realen Freundschaften geworden. Das möchte ich nicht mehr missen.


7. Was würdest Du jemandem mitgeben, der gerade, so wie ich, darüber nachdenkt, ob das (Näh-) Bloggen Sinn macht? 

Auf den Bauch hören. Wenn man tief in sich drinnen die unbändige Lust zum kreativ sein und schreiben verspürt, der sollte einfach starten, ohne großes wenn und aber. Man geht kein Risiko ein. Wenn man verspürt, dass einen das Bloggen belastet oder Kraft kostet, kann man es sofort wieder einstellen. So, liebe Sindy, es hat riesig Spaß gemacht, die Fragen zu beantworten. Ein paar Fotos habe ich an die Mail angehängt. Wenn Du noch Fragen hast, oder etwas anderes brauchst, melde Dich gern. Liebe Grüße, Kirsten

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Kommentare:

  1. Schön zu lesen. Sehr interessant. Tolke Einblicke, auch wenn der Blog nicht unbekannt war. Gute Woche!

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  2. Liebe Sindy, liebe Kirsten,
    danke für den Einblick! Ich lese die Interviews echt gerne und finde es vor allem spannend, was neben dem Bloggen und Nähen noch so eine Rolle spielt...
    Liebe Grüße Julia

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  3. Hallo Kirsten, Hallo Sindy
    schön, dich hier zu lesen :)
    Ich habe es leider erst jetzt geschafft zu lesen. Aber ich konnte es mir keinesfalls entgehen lassen, dich wieder ein bisschen mehr kennen zu lernen.
    Liebe virtuelle Grüße an euch beide
    Fina

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