Pünktlich zu den frostigen Temperaturen: The Minoru Jacket

00:01 Mein gewisses Etwas 33 Comments

Ohohohoho .. ein Jahr lang lag der Stoff für meine erste selbstgenähte Winterjacke bereit. Ein Jahr lang habe ich auf den richtigen Moment gewartet. Und als ich dann endlich mit dem Zuschnitt anfing, ging alles ganz schnell.

Und hier ist sie, meine erste Minoru Jacket.


Außen habe ich mich für dunkelgrauen Canvas entschieden. Innen für einen hellgrauen Sommersweat. Da ich keine richtige Idee hatte, wie ich die Jacke sonst füttern sollte, dachte ich, dass das ausreichen würde.

Der Canvas ist großartig. Er ht eine besondere Struktur und sieht auch geknittert toll aus. Der derbe Look passt super zu dem Schnitt. Als kleinen Akzent habe ich die Nähte mit einem helleren Garn abgesteppt. Damit wirkt die Jacke nicht zu langweilig.


Für alles was direkt auf der Haut liegt, habe ich mich für den Sommersweat entschieden. Z.B. innen im Kragen, in den Manschetten und in der Kapuze. An diesen Stellen wäre mir der strukturierte Canvas zu "hart" gewesen.


Anders als im Schnitt angegeben, habe ich die Kapuze nicht in den Kragen eingenäht, sondern zwischen Kragen und Jacke. Ich finde, damit fällt die Kapuze viel lässiger Da sie schön groß ist, sieht das richtig toll aus.



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Eine Jacke ohne Tasche ist definitiv nicht mein Ding. Also folgte ich der Anleitung von Sew Well und setzte seitlich noch welche ein. Auch die Taschen sind schön kuschelig aus Sommersweat.

Mein Fazit:
Der Schnitt ist wirklich toll, So stelle ich mir einen Parka vor.

Trotzdem würde ich beim nächsten Mal noch einige Änderungen vornehmen:

1. Canvas und Sommersweat sind definitiv zu kalt für Temperaturen unter -5°C. Zu diesem Thema muss ich mich noch einmal genauer belesen.

2. Die seitlichen Taschen passen so gar nicht zum Schnitt und tragen genau auf der Seite zu stark auf. Da würde ich lieber aufgesetzte Taschen probieren.

3. Mir ist das Vorderteil zu weit. Das Rückenteil passt sehr gut und liegt figurnah an. Doch vorn ist für mich einfach zu viel Luft.

4. Die Manschetten sind mehr zu weit. Entweder würde ich beim nächsten Mal noch ein zusätzliches Bündchen einnähen oder Manschetten enger nähen.

Ich freue mich so so so so so so so sehr, endlich über meinen Schatten gesprungen zu sein. Das Gefühl nach so einem aufwändigeren Projekt ist einfach nur großartig. Und auch, wenn die Jacke nicht perfekt ist, trage ich sie fast täglich.

Nun möchte ich noch einige andere "große" Projekte umsetzen. Eigentlich ist es gar nicht schwer, man muss nur einfach mal anfangen .. Dazu hat Christinaa eine schöne Aktion ins Leben gerufen:

Unter dem Hashtag #mutzzumehr sammelt sie Projekte, die nicht ganz so leicht umzusetzen waren und die man beim Nähen vielleicht das ein oder andere Mal verflucht hat. Wir sollten öfter allen Mut zusammen nehmen und zeigen was in uns und unseren Nähmaschinen steckt.

Siehst Du das auch so? Dann schau doch mal bei Christinaa vorbei und verlinke dich noch bis zum Ende des Jahres.

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Nähblogger für Flüchtlinge

22:57 Mein gewisses Etwas 4 Comments

Jeden Tag bin ich dankbar .. dass es uns gut geht ..
dass wir gesund sind.
dass wir Arbeit haben.
dass wir es uns leisten können, in einem wunderschönen Haus wohnen und vor allem
dass wir keine Angst um unser Leben haben müssen.

Diese Dankbarkeit versuche ich meinen Kindern zu vermitteln, versuche Ihnen zu verdeutlichen, wie gut es uns geht und dass wir froh sein können, keinerlei Not leiden zu müssen.

An meiner 6jährigen gehen die aktuellen Geschehnisse nicht spurlos vorbei. Sie sieht die Menschen anderer Nationalität in unserer kleinen Stadt und sieht die Berichterstattung in den Nachrichten auf KiKa. Wir reden viel darüber, warum die Menschen zu uns kommen und wie schlimm es sein muss, von seinem Zuhause fliehen zu müssen.

Auf dem Spielplatz nehmen wir regelmäßig Kontakt zu einer Flüchtlingsfamilie mit zwei kleinen Kindern auf. Wir geben ihnen das Gefühl willkommen zu sein. Dazu haben wir bereits viel von unseren "alten" Sachen gespendet. Die Spielzeugkiste wurde aussortiert und Kleidung in zu kleinen Größen gestapelt.

Gern würde ich mehr tun, musste aber einsehen, dass meine Zeit mit zwei Jobs und zwei kleinen Kindern einfach nicht ausreicht.

Als Annika von Nähconnection dann die Idee ins Leben rief, Genähtes zu versteigern und das Geld an Blogger für Flüchtlinge zu spenden, war ich sofort begeistert. Ich sitze eh täglich an der Nähmaschine. Da passt das doch perfekt zusammen.

Die Bedürfnisse der Flüchtlinge sind so individuell wie die Menschen, die hier ankommen. Im Gepäck haben sie meist nur ein paar Habseligkeiten - weitaus schwerer wiegen jedoch die schmerzlichen Erinnerungen an das alte Zuhause und die traumatischen Erlebnisse. Viele von ihnen musste Dinge sehen und erleben, die wir uns nicht einmal vorstellen können. Was wir aber können: Wir können helfen. Individuell. Zielgerichtet. Und zwar in dem wir diejenigen finanziell unterstützen, die direkte Hilfe leisten - überall in Deutschland.


„Nähblogger für Flüchtlinge“ - das ist ein Gemeinschaftsprojekt von über 30 Bloggerinnen. Uns alle eint die Liebe zum Nähen, die Liebe zu hochwertigen Stoffen und Materialien. Und die Tatsache, dass wir einen Beitrag zur Flüchtlingshilfe leisten möchten, so wie wir es am besten können - mit Nadel und Faden, Tastatur und Computer.

Ich erklärte meinem großen Mädchen, um was es bei der Aktion gehen würde und fragte sie, was sie raussuchen würde. Sie bot sofort ihr neues Vogelkleid an, weil sie es so wunderschön findet und sie hofft, dass besonders viele Menschen darauf bieten. Damit hätte ich nie gerechnet, denn sie liebt dieses Kleid über alles.


Ab Montag, den 23.11.2015, 9 Uhr könnt auf das Vogelkleid unter diesem Link bieten.

Der komplette Erlös fließt an „Blogger für Flüchtlinge“, eine Dachorganisation, unter der sich weltweit mittlerweile mehr als 2200 Blogger zusammengeschlossen haben. Über die Spendenplattform betterplace.org werden mithilfe der Gelder gezielt Hilfsprojekte für Flüchtlinge unterstützt – deutschlandweit.

Mit mir versteigern noch viele weitere tolle Blogger selbstgenähte Schmuckstücke. Jedes einzelne mit viel Liebe zum Detail genäht. Alles für einen guten Zweck.

Meine Lieblinge sind:

Ausgehfein für Groß und Klein von Lena von fantantisch mit meinem Konrad.


Elkes geniale Tasche, die ich in der ersten Version schon so perfekt fand.



Schaut unbedingt unter www.nähblogger-für-flüchtlinge.de vorbei. Vielleicht findet Ihr ja auch noch ein schönes Geschenk für Weihnachten?

Weitere Informationen findet Ihr im Netz unter: 
www.nähblogger-für-flüchtlinge.de
www.blogger-fuer-fluechtlinge.de
www.betterplace.org/de/fundraising-events/bloggerfuerfluechtlingei


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