Just Another Tee von schneidernmeistern

06:49 Mein gewisses Etwas 12 Comments

Es klingt so einfach. Just another Tee - Einfach noch ein Shirt.



Eigentlich stimmt es ja auch. Neben all den kostenlosen Shirtschnitten im Internet ist Just another Tee nur eine weitere Nummer. Und auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob an dem neuen Schnitt nichts besonderes ist.

Für mich aber ist er besonders. Dieser Schnitt passt einfach zu mir. Mir gefällt der Ausschnitt, die Weite, die Länge hinten und vorn und die überschnittenen Ärmel. Alles fügt sich wunderbar stimmig zusammen und erfüllt dabei all meine Anforderungen an einen lockeren Shirtschnitt.


Da war es für mich sofort klar, dass ich meinen streng gehüteten Stoffschatz anschneiden würde.

linked with RUMS
Da es den Schnitt nur in der Größe 38/40 gibt, habe ich vor dem Zuschnitt meinen Shirt-Grundschnitt aufgelegt und beschlossen, im Bruch 1,5cm wegzunehmen. Das hat perfekt geklappt.

Neben dem kostenlosen Rockschnitt rockt! und dem Baukastenkleid Else ist mit Just another Tee ein weiterer Schnitt aus dem Hause schneidernmeistern entstanden, von dem ich restlos begeistert bin. Es liegen schon zwei Stoffe hier, die auch unbedingt noch so ein Shirt werden wollen.

Gern möchte ich Euch heute auch noch auf die Aktion von Mamimade aufmerksam machen:

This ist not okay.

Ein Aufruf, sich der grausamen Arbeitsbedingungen der Bekleidungsindustrie bewusst zu werden und etwas dagegen zu tun. Nämlich, seine Kleidung selbst zu nähen oder ausschließlich Fairtrade zu kaufen.

Susanne entwirft dazu einen Katalog, an dem jede von uns teilnehmen kann. Macht einfach ein Bild von Euch in selbstgenähter Kleidung oder ausschließlich Fairtrade-Kleidung. 100%. Von Kopf bis Fuß. (Deswegen ist mein Bild auch ohne Schuhe ... )

Ich würde mich sehr freuen, wenn diese Aktion großen Anklang finden würde und etwas bewirkt!!

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RUMS französich schick

06:45 Mein gewisses Etwas 20 Comments

Da hängt dieses wunderschöne Trauzeuginnen-Kleid in meinem Nähzimmer und wartet ungeduldig darauf, dass ich es Euch zeige.

Der Schnitt: Emery von Christine Haynes. Der Hammer!
Der Stoff: Twist Dark Blue von Atelier Brunette. Ein Traum!

Jedoch die Temperaturen: viiiiiiiel zu warm!

Es wäre so einfach, wäre da nicht diese Foto-Unlust. Sobald die Temperaturen über 25°C steigen, bin ich einfach nicht mehr zu gebrauchen. Ich schwitze. Ich klebe. Und meine Haare wellen sich unglaublich dämlich, so dass schöne Bilder einfach nicht möglich sind.

Und dann war da gestern dieser Moment: 5min Zeit UND Lust, gepaart mit welligen, aber trotzdem akzeptablen Haaren. Perfekt.


Endlich kann ich Euch detailliert das Kleid zeigen, welches ich Ende Juni als Trauzeugin trug.

Ich liebe liebe liebe es.

Ein bisschen französisch. Ein bisschen retro. Schick und doch leger. Wundervoll!

Taillierte Kleider begeistern mich immer wieder. Mittlerweile gibt es aber so viele auf dem Markt, dass ich mich manchmal fragen, worin denn nur der Unterschied besteht.

Bei Emery weiß ich es nun: Es ist der Kragen. Er hat eine so so schöne Form in genau der richtigen Größe und verleiht damit dem Kleid eine ganz besondere Eleganz.


Ich bin ganz ehrlich. Ohne diesen Kragen wäre das Emery nur ein Kleid von vielen. Er gibt dem Kleid einen besonderen Touch. Er zog mich schon auf dem Schnittcover sofort in seinen Bann.


Ich brauche auf Taillenhöhe immer einen kleinen Bruch, damit ich meine Größe nicht zu sehr betone. Im Schnitt ist eine Art Gürtel mit Schleife enthalten. Da ich aber gern immer wieder neu kombiniere, entschied ich mich für einen braunen Ledergürtel. In diesem Fall auch mit Schleife.


Hinten wirkt das Kleid nicht ganz passend. Aaaaaaber ..


.. wenn ich mich um meine lieben Kinderlein kümmern muss, muss ich mit meinem 180cm oft tief hinunter. Da ist es mir lieber, ich habe am Rücken noch ein bisschen Luft.


Das Kleid habe ich nicht gefüttert. Als ich mit dem Nähen beginn, habe ich mir gleich ein hautfarbenes Unterkleid gekauft. Damals trug ich es, weil ich mir keine Zeit zum Füttern nahm, heute, weil ich gemerkt habe, dass ich es so lieber trage. Es scheint mir auf diese Art luftdurchlässiger und leichter zu sein.

Gern würde ich jetzt sagen, davon nähe ich noch mindestens 10 weitere Versionen. Und natürlich wünsche ich mir das auch. Aber für den Moment glaube ich, dass dieses eine vollkommen reicht. So oft würde ich sie dann nicht tragen und ich glaube, ich freue mich mehr, wenn ich für den nächsten besonderen Anlass mir ein neues nähen kann.

Stoff und Schnitt wurden mir von der lieben Steffi von urbancut zur Verfügung gestellt. Sie bloggt selbst unter 81gradnord und zeigt dort die schönsten selbst genähten Kleider. Gerade ist es Dank dem kleinem Mann, der vor ein paar Monaten einziehen durfte, etwas ruhiger, aber ich denke und hoffe, das wird Steffi nicht lang durchhalten ..

Ich weiß noch ganz genau, als urbancut damals online ging und ich dachte "Jep, das ist eine wahre Marktlücke". Ich hoffte inständig, dass Steffi aus dieser Idee eine wahre Perle machen würde. Und sie tat es.

Schon allein die Webseite ist ein Traum. Sie lädt mich jedesmal wieder zum Stöbern ein.


Auf Facebook zeigte Steffi dann vor ein paar Wochen die ersten Stoffe in Kombination eines Schnittes. Natürlich wählte sie nicht irgendwelche Stoffe. Sie hat eine feine kleine Auswahl getroffen. Sie beweist eine tollen Geschmack, wie schon bei der Auswahl der angebotenen Schnittmuster.

Genau das wünsche ich mir im Internet. Inspiration, welche Stoffe ich für welchen Schnitt nehmen kann und am liebsten eine schöne Präsentation des Stoffes, in der sich mir die Dimensionen des Musters erschließen. Stilvoll aufbereitet wie im folgenden Bild.


Und auch heute wieder möchte ich betonen, dass ich für diese Meinung nicht bezahlt werde. Das was ich schreibe, empfinde ich genau so, und hätte ich auch auch so geschrieben, wenn mir Steffi Schnitt und Stoff nicht zur Verfügung gestellt hätte. Natürlich freue ich mich sehr, dass mir das Bloggen solche Möglichkeiten bietet und hätte das Angebot niemals abgelehnt.

Liebe Steffi hab nochmals vielen lieben Dank!

Nun aber ab zu RUMS.




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RUMS mit meiner ersten selbstgenähten tragbaren (!) Tasche

00:00 Mein gewisses Etwas 8 Comments

Ich liebe es, durch die Nähprojekte anderer Nähbegeisterter zu klicken und mich inspirieren zu lassen. Die Nähblogger-Welt ist für mich eine ganz großartige Bewegung. Vieles wäre vielleicht gar nicht in meinem Kleiderschrank gelandet, hätte ich es nicht in anderen Blogs gesehen. Es gibt zwar nicht viel, was mich direkt umhaut und nicht mehr loslässt -ich bin da sehr eigen-, aber wenn es doch mal so kommt, dann kann mich so ein Projekt schon mal über Wochen verfolgen.

So geschehen mit einer Tasche, die Frau Tulpe bei Facebook postete.

Ich war sofort begeistert, hielt mich aber brav zurück. Mittlerweile vermeide ich zu voreilige Stoff- und Schnittkäufe und lasse eine Idee lieber erst einmal wirken.

Es war aber auch viel zu tun die letzten Wochen. Ich hatte die große Ehre für eine Freundin die Trauzeugin zu sein. Da musste viel geplant und organisiert werden. Nebenbei nähte ich noch vier Kleider für die Blumenmädchen und passende Kleider für deren Puppen. Eine wundervolle Aufgabe, die sich aber lange hinzog. Am letzten Tag bevor es losgehen sollte, nähte ich noch mein eigenes Kleid und beschloss, dass die Frau-Tulpe-Tasche lange genug gewirkt hat und nun umgesetzt werden muss. Und so bestellte ich Stoff und Zubehör.

Als wir dann von unserem Kurzurlaub zurückkehrten, wartete das Paket schon sehnsüchtig darauf, geöffnet zu werden. Und auch wenn ich eigentlich besseres hätte zu tun gehabt (z.B. all die liegengebliebenen Nähaufträge abzuarbeiten), setzte ich mich sofort an die Planung der Tasche.

Ein Probemodell wollte ich bei so einem einfachen Projekt nicht nähen. Heute bereue ich das ein wenig .. Die Tasche ist zwar absolut tragbar, aber ein paar Dinge hätten sich mit einem Probemodell sicher vermeiden lassen.


Da ich keinen Schnitt hatte und dachte, dass ich das auch allein hinbekomme, wanderte ich zuerst durchs Netz und suchte nach Inspirationen, wie ich den Boden nähen könnte. Die Tasche sollte einen richtigen Boden haben, aber an den Seiten schmal bleiben. Ich entschied mich, die Seitenkanten einzuklappen und damit der Tasche Raum und Halt zu geben. Diese Variante gefällt mir sehr gut, aber ich denke, dass ein bisschen weniger "Einklappen" in diesem Fall mehr gewesen wäre. Nämlich "mehr" Rechteck als Trapez. Aber gut, so wirklich stört es mich nicht. Auch ein Trapez lässt sich angenehm tragen.


Die Postion meines Labels habe ich auch nicht irgendwie gewählt. Da wo es ist, soll es sein, nur am besten auf der anderen Seite. Denn so, wie ich die Innentaschen gewählt habe, trage ich die Tasche so, dass das Label nun Innen an meinem Bein ist. Wenn ich irgendwann mal ganz viel Muse habe, ändere ich das noch.


Innen gibt es zwei Fächer. Eines für die ganzen Schlüssel, die ohne großes Suchen schnell griffbereit sein sollten und eine Handytasche. Die Handytasche befindet sich direkt am Anfang des Reißverschlusses, damit ich es schnell parat habe, wenn ich es brauche. Das funktioniert ausgesprochen gut.


Aber schaut Euch bloß den Reißverschluss nicht so genau an. Jemand der nicht näht, wird nichts bemerken, aber würdet Ihr näher hinschauen, würdet Ihr erkennen, dass meine Idee, wie ich den Reißverschluss zwischen Futter und Außenstoff bekomme, nicht aufgeht. Aber auch da denke ich, jep, das ist deine erste Tasche, alles gut. Sie ist voll funktionsfähig, was will ich mehr?


Aber sonst mag ich sie wirklich sehr sehr gern. Die kleinen Details besonders. Messing-Carabiner. Lederschlaufe. Die harmonieren so schön miteinander.


Auch die Größe von 40x30cm ist ideal. Es passt noch problemlos ein A4-Blatt in die Tasche und trotzdem ist sie nicht zu groß.

Und damit hüpfe ich rüber zum RUMS und verschwinde dann schleunigst im Bett. Nachdem mein armes Baby gestern von Grasmilben angefallen wurde, hatten wir eine grausame Nacht. Zum Glück wurde ich in der Apotheke perfekt beraten, so dass ich heute Abend mit homöophatischen Wickeln die Schwellungen zurückgedrängt bekam und dieser unendliche Juckreiz abgeklungen sein muss. Zumindest schläft sie bisher friedlich. Ich hoffe sehr, das bleibt so.

Nächste Woche zeige ich Euch dann übrigens endlich mein Trauzeuginnen-Kleid. Ich freu mich schon drauf!!

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