#myspringessentials mit FrauEmma

07:16 Mein gewisses Etwas 32 Comments

Nach elendig langer Grippephase brauchte ich ganz ganz dringend etwas extrem frühlingshaft Frisches in meinem Kleiderschrank. Und nachdem mir aufgefallen war, dass bis auf einen Rock alle meine Punkte dem Aussortieren zum Opfer gefallen waren, schlug ich zu.

Graublau.
Große weiße Punkte.
Weich fallend.
Das ist MEIN Frühling.
Und Frau Emma, diesmal in der Blusenversion, ist weiterhin MEIN Schnitt.

linked with MMM
Damit bin ich zwar noch nicht immer 100% fit, aber allein die Fotos im Sonnenlicht durchfluteten Wohnzimmer haben mich wieder ein wenig optimistischer gestimmt.

Und dann lauerte da die letzten drei Wochen noch mein nächster Beitrag für #myspringessentials. Damit tue ich mir diesmal ehrlich gesagt sehr schwer. In meinem ersten Beitrag habe ich anscheinend all mein Pulver verschossen. All meine Ideen habe ich niedergeschrieben, der Kleiderschrank ist neu strukturiert und ich habe meine Farbpalette definiert. Und nun?

Nun geht es für mich ans Festigen. Ich habe meine Basis nochmals überarbeitet und ihr die ersten Neulinge (mit Sternchen gekennzeichnet) hinzugefügt. Die Schere kennzeichnet MeMade-Teile und Tücher und Schuhe machen die Übersicht nun komplett.



Die Schuhe sind ein leidiges Thema für mich. Meine Füße entsprechen nämlich nicht den gängigen Normen. Sie haben Knubbel, wo keine sein sollten und sind größer als ich sie gern hätte. Mit diesen Voraussetzungen kollidieren sie mit meinen Vorstellungen von entzückenden kleinen schmalen Schühchen. Sollen meine Schuhe bequem sein, sehen sie immer überdimensional groß aus. Nur ganz ganz selten finde ich Ausnahmen und schlage dann auch gleich zu. Diese Ausnahmen sind die Stiefel links außen und die Sandalen rechts. Am liebsten würde ich im Frühjahr und Herbst immer direkt von dem einen zum anderen Paar wechseln. Und am liebsten hätte ich genau diese Schuhe in verschiedenen Farben .. Auch ein Grund, warum ich mich irgendwann mal darin versuchen werde, meine eigenen Schuhe zu fertigen.

So wie ich bei den Schuhen wohl für immer und ewig meine Nische suchen werde, scheine ich auch in anderen Bereichen meiner Capsule Wardrobe diesen Weg zu gehen. Es gibt immer mehr als eine Schublade.

Bei den Farben zum Beispiel. Da bin ich wohl doch kein eindeutiger Sommer. Eher bin ich ein frühlingshafter Sommer. Glaube ich zumindest. Ich kann mir zwar viel anlesen, aber sicherer werde ich dadurch nicht. Ob meine Vermutungen stimmen werde ich dann hoffentlich bei der Farbberatung beim Nähcamp erfahren. Bis dahin lasse ich weiterhin das Gefühl entscheiden.

Als ich mich dann mit meiner Körperform auseinander setzte, begann das gleiche Spiel von vorn. Es scheint, als ob ich eine bananige (H-Typ) Sanduhr (X-Typ) bin.

Ich bin nicht so üppig wie die Sanduhr, aber auch nicht so schlaksig wie die Banane. Ich habe ein Taille, aber zu kurze Beine, als dass ich mit den Proportionen etwas anfangen könnte.

Man mag denken, schön, dann bin ich eben kein Stenotyp und kann mich vielfältiger kleiden und neu erfinden. Ich aber denke, Mist, da muss ich ja schon wieder bei jeder Farbe und jedem Kleidungsstil überlegen, ob es denn passt. Manchmal hätte ich einfach gern eine Schublade, die ich öffnen kann, wie mir beliebt, und mit der ich immer richtig liege.

Analog zu Elke und Lena habe auch ich mich für weitere Erkenntnisse in enger Kleidung fotografiert und mein Körper in acht kopfgroße Sektionen unterteilt.



Grundsätzlich bin ich mit dem Resultat zufrieden. Dass meine Beine im Verhältnis "zu kurz" sind, war mir zwar bewusst, hat aber Dank meiner Größe von knapp 1,80m keine großen Auswirkungen. Das einzige, was für mich hier aufschlussreich war, ist, dass meine Shirts am besten kurz über der Hüfte enden sollten - bei meiner heutigen Bluse habe ich mit einem Unterziehshirt nachgeholfen - ..


.. und meine Röcke auf oder kurz über dem Knie. Hier schön beim Libellenrock zu sehen - mit meinen Lieblingssandalen.

Ich freu mich ja schon sooooooooo auf luftige Kleidung ..

Die Modeflüsterin gibt auch hier wieder hilfreiche Tipps für die verschiedenen Körperformen. Da finde ich mich zum Großteil im X-Typ wieder. Die folgenden Tipps würde ich bei meinen nächsten Nähplänen im Hinterkopf behalten:

Zeigen Sie Ihre schmale Taille!

Vermeiden Sie formlose oder zu weite Kleidung!

Halsferne, aber nicht zu tiefe Ausschnitte betonen Ihr tolles Dekolleté.

Vermeiden Sie zusätzliches Volumen an Bauch und Hüfte!

Tragen Sie Hosen und Röcke möglichst taillenhoch!

Wählen Sie eine vorteilhafte Saumlänge bei Oberteilen!

Wichtig: Zeigen Sie entweder Bein oder Dekolleté – niemals beides!

Das Geheimnis Ihres optimalen Stils liegt in der Stoffwahl.

Monochrome Outfits verschlanken und vergrößern Sie deutlich.
(Quelle: die Modeflüsterin, derX-Typ)

Für den nächsten Beitrag plane ich meine einzelnen Basisteile untereinander zu kombinieren. Ich bin gespannt, wie weit ich damit komme und ob ich mein Ziel einer vernetzten Garderobe erreicht habe. Zwei Tage danach geht es dann zum Nähcamp. Dort werde ich dann entweder bestätigt oder all das, was ich mir erarbeitet habe, wird wieder verworfen. Ich bin gespannt!


Zum Abschluss bleibt mir noch zu sagen: Wir, Lena, Elke und ich, freuen uns sehr über all Eure Kommentare, Anregungen und Wünsche, aber am meisten darüber, dass sich schon mehr als 10 Bloggerinnen bei Elke verlinkt haben. Uns ist bewusst, dass ein "Mitmachen" in diesem Fall eine ganz besondere Herausforderung darstellt, da nicht mal eben ein bestimmter Schnitt genäht werden soll, sondern manchmal eine ganze Lebenseinstellung hinter den #myspringessentials hängt.

Nächste Woche wird Elke wieder einen inspirierenden Beitrag schreiben. Dann habt Ihr auch wieder die Chance Euch zu verlinken.

Seid ganz lieb gegrüßt,

Sindy


Wenn Ihr das Thema rund um die Figurtypen noch vertiefen wollte, dann findet Ihr hier weitere Anregungen:
Die Modeflüsterin: Der goldene Schnitt.
Die Modeflüsterin: Welcher Figurtyp bin ich?
Vipdress: Welchem Figurtyp entspreche ich?

32 Kommentare:

Schön, dass Du vorbeigeschaut hast. Ich freue mich sehr, wenn Du einen Kommentar hinterlässt!

#myspringessentials: Das Audrey-Streifenshirt und ich

23:59 Mein gewisses Etwas 12 Comments

Gestern hat uns Elke auf stilistisch höchstem Niveau Ihre Ideen zu #myspringessentials präsentiert. Schaut unbedingt noch bei ihr vorbei, wenn Ihr es noch nicht gesehen habt. Vielleicht wollt Ihr Euch ja auch mit Euren Ideen verlinken? Wir freuen uns auf Euch! <klick>

Auch wenn mein nächster großer Beitrag noch ein wenig Zeit hat, plane ich natürlich meine aktuellen Nähprojekte nur noch mit Blick auf meine zentrale Garderobe. Alles was jetzt kommt, soll zu meinem Bestand passen, ihn sinnvoll erweitern und sich am besten mit allem kombinieren lassen.

Als erstes durfte ein Streifenshirt alá Adrey Hepburn einziehen. Dunkler Untergrund mit weit auseinander liegenden weißen Streifen. Nicht zu unruhig, nicht zu hell und doch Streifen. Uuuuuund *trommelwirbel* mit meinem ersten verstürztem Ausschnitt nach dieser Anleitung. Nicht perfekt gelungen, aber fürs erste Mal bin ich zufrieden.

Kombinieren lässt es sich genauso wie ich es mir vorgestellt habe. Ein wenig feiner mit Strickjacke und sportlich mit Jeansjacke (die sich letzte Woche kreiselnd zu #myspringessentials gesellen durfte).



Leider, leider, leider, leider, leider .. ist mir das Shirt zu groß .. Ich könnt heulen.
Gerade bewege ich mich mit meinem Gewicht (ungewollt) nahe an der Grenze zum Untergewicht und schaffe es, Dank dem gesunden Verzicht auf Zucker und Weißmehl, einfach nicht signifikant zuzunehmen. Grundsätzlich ok und nicht bedenklich, hätte ich doch nur vorher mal meine Maße mit dem Grundschnitt abgeglichen. Grrr ..

Also auf in eine weitere Streifenrunde und ab zu RUMS.

12 Kommentare:

Schön, dass Du vorbeigeschaut hast. Ich freue mich sehr, wenn Du einen Kommentar hinterlässt!

#myspringessentials

08:07 Mein gewisses Etwas 46 Comments

Nachdem Lena letzte Woche mit einem grandiosen Auftakt, unser kleines feines Projekt #myspringessentials eröffnet hat, darf ich Euch heute (ein bisschen) aufgeregt meine Gedanken präsentieren.

Aber zuvor noch fix eine schöne Kombination, die sich bereits aus den Überlegungen zu unserm kleinen Projekt ergeben haben. Ein feines Zitronengelb zu einem einfachen grauen Shirt. Das hätte ich wohl vorher so nicht kombiniert.

Linked with MeMadeMittwoch / Tutorial bei Steffi
Aber nun zum eigentlichen Thema.

In meinem Kopf wimmelt es seit Tagen nur so vor Ideen und Ansätzen zu #myspringessentials. Allein der Ausblick, dass ich es wirklich schaffen könnte, meinen Kleiderschrank so zu strukturieren, dass alles zusammen passt und einen homogenen Look ergibt, ließ mich stundenlang recherchieren und nachgrübeln.

Eine capsule wardrobe - ein Kleiderschrank der aus wenigen fein ausgewählten und auf einander abgestimmten Kleidunggstücken besteht - basierend auf meinem Signature Look. Wow. Das wäre es!

Aber wie macht man das? Wenn es so einfach wäre, würde es dann nicht jede(r) so machen?

Es gibt unendlich viele Ansätze. Einfach. Kompliziert. Umständlich. Ich habe viel gelesen und bewertet und mich dann doch auf den Ursprung (allen Übels) besonnen: meinen eigenen Kleiderschrank und den fehlenden "Signature Look". Letzteres ist mein großes Thema und Ziel. Weswegen mich wohl auch der Artikel Developing a Signature Look: The Complete Guide {Part I und II} von into-mind am meisten angesprochen und berührt hat.

Der Weg zum Signature Look ist klar und präzise (nur die Reihenfolge habe ich geändert):

1. the list of elements 
2. the colour palette
3. the mini mood board that represents the aesthetic feel of your style concept

Mir ist schnell aufgefallen, dass ich zwar ein paar wesentliche Bestandteile meines Kleiderschrankes spontan benennen könnte, aber überhaupt kein Gesamtbild im Kopf habe. Ich weiß, dass ich eher sportlich angezogen bin und mich in Blau und Grau am wohlsten fühle. Aber ob das alles zusammen passt, konnte ich nicht sagen.

Also beschloss ich, dass ich das als erstes ändern müsste. Ich sortierte, wie generell empfohlen, meinen Kleiderschrank im ersten Schritt aus. Da ich schon länger sehr bewusst mit dem Thema umgehe, war das schnell erledigt. Alles was nicht mehr richtig passte (darunter leider sehr viel Selbstgenähtes aus der ersten Nähzeit ..) oder mir noch nie stand, durfte den Schrank verlassen. Schnell und entschlossen. Die Zeit der Schrankleichen ist nun endgültig vorbei.

Falls Ihr nicht so entschlossen seid, finde ich diese Grafik sehr sinnvoll.

fashioninfographics


Übrig blieben 44 Kleidungsstücke (und 2 Winterjacken, die ich für den Frühling jetzt einfach mal frech vernachlässige). Diese fotografierte ich und stellte sie in einzelnen Kategorien zusammen.

Jetzt wird es spannend. Ich offenbare Euch tatsächlich meinen kompletten Kleiderschrank! Hier wird nix geschönt. Das sind alles harte Fakten. (klick macht größer)










Im zweiten Schritt markierte ich die Teile, an denen ich wirklich hänge. Entweder passen diese besonders gut, lassen sich besonders gut kombinieren oder spiegeln einfach den Stil wider, den ich erreichen möchte.
Ihr seht schon, die gelbe Strickjacke vom Eingangsoutfit, war erst einmal nicht dabei ..

24 Kleidungsstücke blieben übrig, die nun meine Basis bilden.
Die nicht markierten bekommen eine zweite Chance und bleibe erst einmal Bestandteil meines Kleiderschrankes. Und dem aufmerksamen Leser fällt auf, dass sich auch noch ein paar nicht markierte Kleidungsstücke zur Basis gesellt haben. Das liegt an der Bewegung, die sich entwickelt, wenn man sich mit dem Thema auseinandersetzt. Neue Ideen und Einflüsse werden meine Ergebnisse sicher immer wieder einmal auffrischen.



24 Basis-Kleidungsstücke: 42% secondhand, 33% memade, 25% gekauft

- 1 Lederjacke (1 gekauft)
- 1 Pullover/Sweatshirt (1 memade)
- 6 Strickjacken (6 secondhand)
- 7 Shirts (6 memade, 1 gekauft)
- 1 Kleid (1 gekauft)
- 4 Röcke (2 memade, 2 secondhand)
- 4 Hosen (3 gekauft, 1 secondhand)

Gemäß einer Empfehlung von Pocket Style "all you need is":

- 3 Jacken
- 2 Jackets bzw. Strickjacken
- 3 Pullover
- 7 Shirts / Langarmshirts / Tops
- 1 Kleid
- 3 Röcke
- 4 Hosen

Verglichen mit meinem Ergebnis sieht das doch schon mal gar nicht so schlecht aus.

Vor allem mag ich sehr, was ich da sehe. Die 24 Kleidungsstücke sehen zusammen sehr homogen und stimmig aus. Es fühlt sich für mich sogar schon ein klein wenig wie Frühling an. Auch die Farbpalette passt zu meinen Vorstellungen.
Zwar bin ich mir mittlerweile nicht mehr so sicher bin, ob ich nun Sommer oder Frühling oder ein Mischtyp bin, aber da bringt dann die Farb- und Typberatung zum Nähcamp hoffentlich Klarheit. Bis dahin lass ich mein Gefühl sprechen.


Alle Teile würde ich genauso wieder nähen oder kaufen. Ein für mich überraschendes Ergebnis und eine tolle Ausgangslage für meinen Signature Look.

Und nun? Wohin geht die Reise? Was ist denn mein Signature Look? Gute Frage .. Und was macht man, wenn man nicht weiß, was man will?

Man legt ein Mood Board an und visualisiert seine Vorstellungen. Pinterest ist da ja der perfekte Partner. Ich sammelte einfach drauf los: Ouftits, Styles, Farben und Bildausschnitte. Alles was mich ansprach. Im Hinterkopf immer all das was ich in meiner aktiven Nähzeit über mich gelernt hatte: Klein und fein gemustert. Nichts Extravagantes. Schlicht mit dem gewissen Etwas. Unaufgeregt. Stimmig.

Am Ende kristallisierte sich ein Stil mit den folgenden Elementen heraus:

Casual classic. Monochrom. Französisch. Ein wenig New Girl. Ein bisschen Audrey Hepburn. Und viele feine Basics, aufgewertet durch vereinzelte Highlights. Sportlich feminin, aber niemals zu verspielt. Jeans. Blümchenkleider sportlich kombiniert.

Um diesen Stil für #myspringessentials weiter verfolgen zu können, hab ich folgende Näh- und Kaufpläne aufgestellt.

Shirts (memade)
- uni: weiß, schwarz, hellgrau, dunkelblau für einfache Outfits und ..


- .. für meine gemusterten Röcke


- ein dunkelblaues Shirt mit weißen Streifen.
Seit ich mich ein wenig mit Adrey Hepurns Stil auseinandergesetzt habe, MUSS das in meinen Schrank einziehen.





Kleider:
- 1-2 mit feinem Muster, tailliert und Gürtel (memade)




Rock
- dunkelblau Midilänge (memade mit Stoff aus diesem Kleid)



Jacken
- Jeansjacke (secondhand)
Ich vermute, dass sie viele meiner Outfits komplettieren könnte, aber sicher bin ich mir nicht. Zum Blümchenkleid könnte ich sie mir sehr gut vorstellen.

Kendieveryday


Accessoires
- Schicke Tasche(n) (memade)

pin
via pinterest


- passende Tücher (memade)

Meine aktuellen Tücher sind ok, aber definitiv ausbaufähig. Ein großes graues wäre schön.



Damit bin ich für einen ersten Termin zu #myspringessentials bestimmt ein wenig übers Ziel hinausgeschossen. So tief wollte ich noch gar nicht eintauchen. Aber das Thema hat mich so gefesselt, dass ich einfach alles aufschreiben musste.

Nun bin ich gespannt, was Ihr zu meinem Beitrag sagt und ob wir neben Suse, pedilu und kugelig noch weitere Teilnehmerinnen inspirieren können mitzumachen. Wir würden uns sehr freuen, mehr von Euren Ideen zu #myspringessentials zu erfahren.

Nächste Woche stellt dann Elke von ellepuls Ihre Ideen und Gedanken vor. Ich freu mich schon so.

Habt noch eine schöne Woche!

PS:
Inspirierendes zum Nachlesen:
Mix and Match
into-mind seasonal style concept
into-mind signature look I, II
Colette Wardrobe Architect
Linksammlung bei Wardrobe Minimalism

46 Kommentare:

Schön, dass Du vorbeigeschaut hast. Ich freue mich sehr, wenn Du einen Kommentar hinterlässt!