Das Babymädchen und ihr Aufpasser

09:42 Mein gewisses Etwas 6 Comments

Schon vor der Geburt des Babymädchens durfte ich das süße Reh vom stoffbüro Probe nähen. Und ja, schon lange wollte ich es zusammen mit Baby präsentieren, konnte aber nicht, da die große Schwester sofort nach der Fertigstellung dringenden Bedarf angemeldet hatte. So wurde es nun die letzten Woche nicht mehr aus den Augen gelassen, bis das Babymädchen vor ein paar Tagen so herzzerreißend weinte, dass die große Schwester voller Mitleid das für sie bestimmte Rehlein neben sie legte. Als ob sie geahnt hätte, dass das Reh zu ihr gehört, war sie sofort ruhig und schaute ihren neuen Aufpasser neugierig an.

Endlich die Möglichkeit für mich, Euch ein Bild vom Babymädchen und ihrem "neuen" Aufpasser zu zeigen.


Am schönsten findet sie es, wenn sich die weichen Ohren bewegen. Dann ist das Lächeln besonders schön <3

Der großen Schwester habe ich nun eine neue Version versprochen. Bevor ich nämlich das Reh genäht habe, habe ich das Schnittmuster abgenommen. So können hier - wenn Bedarf besteht - noch viele weitere Rehlein rumspringen und auf meine Mädels aufpassen!

Wir mögen die Softies vom stoffbüro sehr und aus Sicht der Nähenden kann ich sie auch empfehlen. Die Anleitung ist klar formuliert und die Schnittteile passen hunderprozentig zusammen. Mit ein bisschen Näherfahrung braucht man keine Stunde für ein kleines Rehlein. Und wenn man vorher den Schnitt kopiert, kann man sie unendlich reproduzieren. Zum Beispiel als wunderbares Geburtsgeschenk für weitere kleine Babymädchen und -jungen. Oder eben für die großen Geschwister, deren Bedarf an süßen Kuscheltieren wohl niemals gestillt sein wird..

.. wie mein Bedarf an schönen Stoffen .. seufz ..


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My kid wears: Partnerlook mit der Oma

23:18 Mein gewisses Etwas 4 Comments

Dieses schwül-warme Wetter ist überhaupt nichts für mich. Ich bin ja sowieso schon eher der kühle Typ, aber bei Temperaturen über 30°C bin ich einfach lebensunfähig. So läuft dann hier alles ein wenig langsamer und unproduktiver.

Einen Herzenswunsch konnte ich aber doch noch erfüllen. Meine Mama wünschte sich schon länger eine bunte Sommerhose von mir. Also nahm ich den Schnitt einer passenden Hose ab und zauberte doch tatsächlich ein wunderbar passendes Modell.

Bei der letzten Anprobe lief uns die große Schwester über den Weg und wollte natürlich ebenso bunt durch die Welt spazieren. Und wie als ob es so hätte sein sollen, hatte ich genau noch genügend Rest für einen schicken Rock (ein Rechteck mit Gummizug) und ..


.. ein schickes Haarband nach diesem Tutorial.


Die beiden haben sich in ihren Oufits, trotz der grausamen Temperaturen, sichtlich wohl gefühlt und wurden sogar ein paar mal darauf angesprochen. Da freut sich mein Näherherz!

Weitere Outfits für Kinder finden sich wie immer bei Fräulein Rohmilch.

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MMM leicht und luftig mit New Look 6940

07:15 Mein gewisses Etwas 2 Comments

Mittlerweile bin ich meinem Ziel, nur noch Selbstgenähtes zu tragen, sehr sehr nahe. Viele meiner gekauften Sachen haben sich im letzten Jahr in die Restyle-Kiste verkrümelt und machten Platz für meine MeMade-Sachen. Außer den Schwangerschaftssachen (zwei Hosen, zwei Oberteile) und diesem wunderbaren Kleid, habe ich mir seit über einem Jahr keine Klamotten (ausgenommen: Unterwäsche und Schuhe) mehr gekauft.

Ich habe zwar keine Unmengen genäht, aber dafür stetig und seit einem Jahr mit Augenmerk darauf, dass alles zusammen passt. Wenn ich mir meinen Kleiderstände nun anschaue, fällt mir auf, dass ich vor allem was Röcke und Oberteile betrifft, sehr gut ausgestattet bin. 1-2 Farben für Oberteile fehlen mir zwar noch, aber sonst reicht es, um mich (fast) jeden Tag mit Selbstgenähtem einzukleiden.

Dabei musste ich mir in den letzten Wochen erst einmal ein paar Sommeroberteile nähen. Die gab es so gut wie gar nicht in meinem Kleiderschrank. Gut, dass ich auf den New Look 6940 Schnitt gestoßen bin. Der passte nicht nur super in der Schwangerschaft, sondern trägt sich auch jetzt noch angenehm leicht und luftig. Perfekt für die heißen Temperaturen. Deswegen ist auch schon eine dritte (rote) Variante in Arbeit.


Dazu trage ich am liebsten eine "kurze" Amy, die ich hier schon einmal zeigte.
Nachdem ich mir den längeren Rock genäht hatte, finde ich zur Abwechslung einen kurzen Rock gar nicht so schlecht. Tja, wer hätte das gedacht ..


Auch, wenn der MMM gerade pausiert, halte ich gern (wie auch viele andere Nähblogger) an der Tradition fest, mittwochs ein selbstgenähtes Outfit zu zeigen.

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RUMS mit New Look 6053 und Wiksten Tank

00:15 Mein gewisses Etwas 6 Comments

Figurtechnisch kann ich mich so kurz nach der Entbindung zwar eigentlich nicht beschweren, aber wann ist Frau schon mal mit dem was sie hat zufrieden!? Genau .. nie!

Tatsache ist aber, dass mich meine Hosen noch immer traurig anschauen und mir bei der Anprobe die Luft zum Atmen nehmen. Neu kaufen kommt nicht in Frage, hoffe - nein - bin ich doch fest davon überzeugt, dass mir meine alten Hosen baldigst wieder passen werden. Was liegt also näher, als meine Beine mit einem neuen Rock zu beehren? Der ist schnell genäht und steht mir, wenn ich mal ehrlich bin, noch viel besser als meine Hosen.

In der aktuellen "Meine Nähmode" fiel mir Modell New Look 6053 ins Auge. Ein wandelbarer Schnitt, bei dem es mir gleich die mittlere Länge angetan hatte. Mittlerweile finde ich ein paar meiner Amys zu kurz und so kam es auf einen Versuch an, mal eine längere Länge zu probieren. Dazu noch, nachdem ich immer noch von der Wiksten Tova schwärme, mal ein Wiksten Tank für die wärmeren Tage. Zwar passen mir meine (Jersey-) Oberteile alle noch, geradeeben steht mir aber der Sinn mehr nach Webware und leichten Fall über die Stillbrust. Bis die wieder geschrumpft ist, müssen meine Jersey-Oberteile im Schrank verweilen. Ja, da bin ich eigen.

Rock und Tank: zusammen eine Kombination, die ich rund um die Uhr tragen könnte. Der sehr leichte Apfelstoff wellt sich zwar an den Saumkanten ein wenig, aber das stört mich überhaupt nicht.


Die Rocklänge gefällt mir übrigens richtig richtig gut. Kommt zwar ein bisschen altbacken daher, aber gut kombiniert, passt's wieder. Und er schwingt so schön ..


Mit dem Rock konnte ich wieder ein wunderbares Basic-Teil in meinem Kleiderschrank willkommen heißen. Zu ihm kann ich fast alle meine Oberteile kombinieren. Wie hier zum Beispiel mit weißem (Schwangerschafts-) Oberteil und gelber Strickjacke. Einfach nur schön!


Rock
Schnitt: New Look 6053
Stoff: dunkelblauer leichter Jeansstoff von Stoff&Stil
Kosten: ca. 15,- Euro
Fertigungsdauer: 2h
Änderungen: keine
Schwierigkeitsgrad: einfach
Werde ich den Schnitt noch einmal nähen? Ja, bestimmt, dann vielleicht in der kurzen Version.

Oberteil
Schnitt: Wiksten Tank
Stoff: roter Apfelstoff von Stoff&Stil (leider nicht mehr verfügbar)
Kosten: 4,- Euro (Wahnsinn!!)
Fertigungsdauer: 2h
Änderungen: Ausschnitt verkleinert
Schwierigkeitsgrad: einfach
Werde ich den Schnitt noch einmal nähen? Ja!! Das nächste Wiksten Tank ist schon fast fertig. Die Wiksten-Teile scheinen ein gewisses Suchtpotential zu haben ..

Und wie jeden Donnerstag RUMSt es wieder gewaltig!

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My kid wears: Restyle

14:21 Mein gewisses Etwas 10 Comments

Wie versprochen, zeige ich Euch heute (leicht verspätet, da zwei Stunden Kuschelzeit mit Baby vorgingen ..) den Rock für die große Schwester und die Hose fürs Babymädchen. Wie könnte es anders sein .. Die große Schwester liebt den Partnerlook!

Die Fotos sind gestern entstanden .. 9Uhr laut singend auf dem Weg zum Spielplatz .. Merkwürdig, dass wir dort niemanden getroffen haben. Gibt es wirklich noch Menschen, die 9Uhr am Sonntag im Bett liegen? ;)


Eine wahre Pumphose .. Für meinen Geschmack manchmal sogar etwas zu pumpig, aber das verwächst sich noch!


Andere selbst gemachte Kinderoutfits sammeln sich heute wieder bei Fräulein Rohmilch. Und ich freue mich, dass ich endlich mal wieder mit dabei sein kann!

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Restyle: aus altem Kleid wird Kinderrock und Babyhose

07:23 Mein gewisses Etwas 7 Comments

Nun ist meine Babypause offiziell beendet .. Vielen Dank noch einmal an meine Vertretung! Ich hoffe, Euch Lesern haben die Beiträge ebenso gut gefallen wie mir!

Wir haben uns inzwischen ganz wunderbar eingelebt! Fünf Wochen sind seit der Geburt schon vergangen .. Die Zeit rennt! Es ist immernoch ein bisschen ungewohnt, wieder ein Baby um sich herum zu haben, aber wir genießen trotzdem jede gemeinsame Minute. Natürlich bin ich müder als sonst und viele Dinge müssen erst einmal liegen bleiben, aber darauf hatte ich mich schon eingestellt. Und wirklich schlimm ist es eigentlich auch nicht.

Ich glaube allerdings, das Babymädchen will mal hoch hinaus. Sie ist in den letzten vier Wochen vier Zentimeter gewachsen und wiegt nun fast 5kg. Wahnsinn! Sie ist so wach und aufmerksam. Das kenne ich vom großen Mädchen erst mit acht Wochen .. Und am Dienstag hat sie sich plötzlich von Rücken auf die Seite gedreht. Ich dachte, ich seh nicht richtig. Dementsprechend viel muss sie natürlich verarbeiten und braucht täglich zweimal fünf Schreiminuten.Da kann ich tun was ich will, die Anspannung muss einfach raus. Danach ist sie dann super süß und wahnsinnig entspannt. Ich kann diese Phasen gut nachvollziehen und weiß, dass ich ihr nicht weh tue. Nur leider versteht das die große Schwester nicht. Die hat heute ganz bitterlich geweint, weil ihr ihre kleine Schwester so leid tat. Wir haben aber drüber gesprochen und dann ging es wieder. Tja, wir müssen uns hier noch immer alle umstellen und lernen jeden Tag viel dazu.

Trotzdem finde ich immer mal wieder eine freie Minute, die ich meiner Nähmaschine widmen kann. Neben notwendiger Kleidung für meine noch nicht ganz wieder hergestellte Figur (ich passe zwar wieder in meine Hosen, bekomme aber, wenn ich sie zubekommen habe, keine Luft mehr ..), zieht es mich zu meinen Lieblingsprojekten: aus alter Kleidung neue entstehen lassen.

So tummelte sich schon seit einiger dieses erkreiselte Kleid in meiner Altkleiderkiste. Es gefällt mir zwar immer noch sehr gut, wenn es vor mir hängt, angezogen muss mich aber einfach einsehen, dass es nicht zu mir passt. Das Muster gefällt mir aber so gut, dass ich das Kleid einfach nicht weggeben konnte.


Und so entstanden aus dem Kleid ein Rock für die große Schwester und eine Strampelhose für das Babymädchen.

Für den Rock habe ich die bereits vorhandene Raffung am Kleid genutzt, so dass der Rock schön weit schwingt. Am hinteren Bund habe ich ein Gummiband eingenäht. So hält der Rock gut und kann noch eine Weile mitwachsen.

Die Hose habe ich Innen mit lilafarbenem Jersey gefüttert.


Und als besonderes Highlight, zieren nun die Taschen des Kleides das Hinterteil der Hose.


Ich mag diese Projekte sehr sehr gern! Es macht unglaublich viel Spaß zu überlegen, was aus einem alten Kleidungsstück werden soll, welche Details wie umgesetzt und übernommen werden können und wie das neue Kleidungsstück am Ende aussehen wird.

Die große Schwester ist jefenfalls sehr glücklich und dem Babymädchen gefällt die Hose bestimmt auch sehr gut. Sie hat zumindest nichts gegensetzliches geäußert ..

Nun werde ich am Montag (zur Aktion "My kid wears") sehen, dass ich beiden Mädels ihre neuen Sachen anziehe und Euch getragen zeigen kann. Die große Schwester sieht in ihrem neuen Rock wirklich zuckersüß aus!

Bis dahin wünsche ich Euch ein schönes Wochenende und viel Zeit das tolle Wetter zu genießen!

Es ist schön, wieder zurück zu sein :)

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Babypause mit Indre von MiMa und einem kleinen aber feinen Beitrag

06:55 Mein gewisses Etwas 1 Comments

Last but not least ist Indre heute mein Gast! Sie führt den unglaublich inspirierenden und klugen Blog MiMa. Dort schreibt sie über Kunst, Einrichtung und -Lebens-Gedanken. Untermalt mit eindrucksstarken Bildern, wird sie mich immer wieder in ihren Bann ziehen.

Liebe Indre, hab vielen lieben Dank für Deinen kleinen, aber trotzdem wunderschönen Beitrag! Der Text. Das Bild. So toll gewählt!

Meine liebe Sindy, wie gern hätte ich dir einen größeren, einen passenderen Gastbeitrag anlässlich der Geburt deiner 2. Tochter geschenkt! Doch ich finde weder Zeit noch Muße. So sind es nicht einmal meine eigenen Worte, die ich dir und euch widme – verzeih bitte – doch sie kommen von Herzen. Ich wünsche euch vieren eine Welt so warm wie diese Hand.
 
Du legst in meine Hand dein winziges Gesicht. Warm, blass und jung. Und deine Augen, die noch alles anschaun müssen, weil sie von allem viel zu wenig wissen, und dein vertrauensvoller kleiner Mund, noch unversehrt von Bitternis und Küssen, sind jetzt so still, dass mich ein Schreck durchsticht. Du legst in meine Hand dein winziges Gesicht. Du schaust mich an. Nein, so erwachsen bin ich nicht, dass ich dir darauf keine Antwort geben kann, wann unsre Welt so warm wie meine Hände ist.

Für Christine | Heinz Kalau

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Babypause mit pedilu und einer ganz tollen Baby-Häkelidee

06:55 Mein gewisses Etwas 4 Comments

Heute ist pedilu mein Gast. Sie hat ein tolles Tutorial für ein ganz besonderes Baby DIY im Gepäck. Auf diese Idee wäre ich nie gekommen, finde sie aber ganz großartig und werde sie ganz sicher als Geschenk zur Geburt in Erinnerung behalten!

Liebe pedilu, vielen lieben Dank für Deinen Gastbeitrag und ganz besonders für dieses wunderbare Geschenk zur Geburt des Baby-Mädchens!


Ihr wisst es schon. Sindys kleines Baby-Mädchen hat endlich das Licht der Welt erblickt. Alles Gute, kleine Maus, und viel Spaß hier bei uns!

Für diesen Anlass mache ich gerne wieder eine kleine Urlaubsvertretung. Ich überlegte lange hin und her, was ich diese Mal zeigen möchte. Für Babys sollte es sein. Und einfach zu machen sollte es auch sein, damit auch die gestresste Mutter genug Zeit findet.

Da erinnerte ich mich an Baby-Waschlappen aus Baumwollgarn, über die ich irgendwann mal gestolpert bin. Die wollte ich auch probieren. Und heute zeige ich euch einfach mal, wie ich sie gemacht habe.

Ihr benötigt:
• Baumwollgarn
• Häkelnadel

Mein Garn ist ein dünnes Topflappengarn, und ich verwendete eine 4er Nadel. Ihr könnt aber problemlos variieren. Achtet nur darauf, dass es nicht zu fest wird, sonst wird der Waschlappen zu steif.


Luftmaschen in gewünschter Seitenlänge anschlagen. In meinem Fall ist das blaue Häkelstück mit 40 Maschen 21 cm breit geworden.

Und dann ging es los. Einfach solange feste Maschen häkeln bis sich ein Quadrat ergibt. Am einfachsten faltet ihr dazu das Häkelstück ab und zu diagonal, dann spart man sich das nachmessen.


Am Ende nahm ich ein andersfarbiges Baumwollgarn und umhäkelte das Quadrat mit Stäbchen. Dabei kommen in jede Ecke 2 Stäbchen, damit die Rundung später glatt liegt. Die Stäbchenumrandung wird mit einer Kettmasche geschlossen. An dieser Ecke kam noch eine Luftmaschenschlaufe zum Aufhängen dran. Die Schlaufe einfach wieder im selben Eck mit einer Kettmasche schließen. Fäden vernähen. Fertig!

Natürlich kann man je nach Geschmack auch jedes andere Häkelmuster nehmen. Dann wirkt der Waschlappen auch ohne Umrandung sehr hübsch.

 Liebe Sindy, der Baby-Waschlappen ist schon auf dem Weg zu dir. Ich hoffe, der kuschelweiche Waschlappen verschönt euch ein wenig die Zeit im Bad.

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Babypause mit Mme Ulma und dem schönsten Lichtschimmerhäuschen, das ich je gesehen habe

06:55 Mein gewisses Etwas 14 Comments

Mme Ulma. Ein ganz besonderes Blog. Unglaublich inspirierend und wunderschön. Wunderschön in Sprache und Bild. Genauso wie Ulmas Idee für diesen Gastbeitrag. Ein Lichtschimmerhäuschen. Schon allein der Name, ein Gedicht!

Liebste Ulma, vielen Dank für Deine Mühe und diesen wunderbaren Gastbeitrag. Unser Lichtschimmerhäuschen ist schon in Auftrag gegeben und wird hoffentlich bald fertig gestellt!

Lichtschimmerhäuschen für Mamababyanfangsnächte °°° Eine Anleitung

Mit mehr als 16 Monaten und wohl gut eineinhalbtausend nächtlichen Einsätzen sind mein kleines Füchslein und ich mittlerweile versierte Dunkelheitsstiller. Aber wie warm sind sie mir im Herz- und Kopfgedächtnis, unsere ersten vorsichtig-tapsigen Schritte auf dem Weg zu dieser fragilen Kunst, auf dem wir uns heute geschlossener Lider mit schlafwandlerischer Sicherheit bewegen; überhaupt die erste Zeit des fingerspitzenzarten Tastens nach dem Wesen des neuen anderen, von dem man so intensiv noch spürt, wie sehr man es selbst ist, und nach dem feinen Umgang miteinander, die unvertraut vertrauten ersten Nächte, in denen – dieses Lebenswunder und seine Mama einander mit einem Mal Haut an Haut berührbar – das geborgene Gefühl des Ineinanderschmiegens alle Wahrnehmung umhüllt. Der Duft alleine der freundlichste Lotse durch diese Stunden; und nichts darf an sie rühren, diese Glückswolke – kein zu lautes Geräusch, kein zu kalter Lufthauch, kein zu grelles Licht, keine Grobheit der Welt, nichts, was die Zerbrechlichkeit der dünnwandigen Blase, die sie umgibt, herausfordern könnte. Und doch wissen die Hände noch nicht so recht, wie tun, am Beginn. Ihnen eine Hilfe zu geben für diese erste Zauberzeit – das war mein Gedanke, als die liebe Sindy mich einlud, auf ihrem Blog Gast zu sein, während sie all diese Dinge mit ihrem schönsten aller Geschenke genießt: Eine Lichtquelle sollte es sein, die zurückhaltend-sanft leuchtet, hell genug gerade, um dem Blick Raum zu geben für das, was er braucht, um sich zurechtzufinden, und dunkel genug zugleich, um nicht die süße Erinnerung an die Geborgenheit in Mamas Bauch in zu klare Konturen zu biegen. Geworden ist es ein Lichtschimmerhäuschen für Mambabyanfangsnächte.


Wie ich es gebaut habe, möchte ich euch in einer kleinen Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigen. Vorausgeschickt sei, dass die Reihenfolge der Einzelschritte gewiss nicht immer die allerlogischste und effizienteste ist; sie ergab sich daraus, dass es sich hier um mein erstes Lichtschimmerhäuschen handelt, bei dessen Herstellung Planen, Denken und Bauen in heuristischer Weise ineinandergriffen. Und auch noch anbringen muss ich, dass ich davon ausgegangen bin, dass das Lichtschimmerhäuschen wirklich nicht allzu lange am Stück in Betrieb ist – denn die Abstände zwischen Birne und Hausteilen sind sehr knapp bemessen. Sicherheitshalber habe ich eine LED mit nur 2 Watt verwendet; für mich als Elektrolaiin klingt das vernünftig :) Wie auch immer, ich übernehme keine Haftung für die Sicherheit der Lampe (wie dramatisch das klingt …).

An Material und Werkzeug habe ich verwendet:

Buchensperrholz (245 x 490 mm, 2 mm stark)
Holzleiste (5 x 5 mm, 650 mm lang)
Stoffreste
Lampenfassung (E 14) mit Kabel, Schalter und Stecker
LED-Birne (E 14, 2 Watt)
Lineal
Bleistift
Zirkel
Cutter
Laubsäge
Schleifpapier (Körnung 360)
Holzleim



Und so habe ich das Lichtschimmerhäuschen gebaut:

1. Zunächst habe ich alle Teile des Häuschens mit Bleistift auf die Buchensperrholzplatte gezeichnet; das sind:
• für die Außenseiten des Häuschens vier Quadrate à 120 mm x 120 mm, davon zwei mit aufgesetztem rechtwinkeligem Dreieck
• zur Befestigung der Lampenfassung zwei rechtwinkelige Dreiecke mit einer Schenkellänge von 116 mm auf der einen und 120 mm auf der anderen Seite (man könnte hier freilich auch ein Rechteck mit entsprechenden Kantenlängen sägen – die Größe meiner Platte erforderte aber eine Zerlegung)
• für das Dach ein Rechteck mit einer Seitenlänge von 124 mm x 85 mm und ein zweites Rechteck mit einer Seitenlänge von 124 mm x 87 mm
 

2. Diese Teile habe ich anschließend mit dem Cutter vorgeschnitten und dann mit der Laubsäge ausgesägt.

3. Als Nächstes habe ich auf die Frontseite des Hauses (eine der beiden mit Giebel) die Fenster gezeichnet und mit der Laubsäge ausgeschnitten. An der Unterkante der Hausrückwand habe ich eine kleine Ausnehmung für das Kabel ausgesägt. Alle Schnittkanten, bei denen mir es nötig erschien, habe ich mit Schleifpapier noch ein wenig nachbearbeitet. Wer es heller mag, schneidet einfach mehr oder größere Fenster aus, eventuell auch auf mehreren Seiten oder auch am Hausdach. Und wer die Lampe gerne länger durchgehend eingeschaltet lassen möchte, schneidet oder bohrt in selbiges sicherheitshalber Belüftungsöffnungen.

4. Und weil ich gerade so schön im Schneiden und Sägen war, habe ich von der Holzleiste vier 100 mm lange Stücke, ein 110 mm langes Stück und zwei 70 mm lange Stücke abgesägt.

5. Dann ging es schon ans Zusammensetzen der Teile: Bündig mit einer Kante – einmal mit der rechten, einmal mit der linken – habe ich auf die beiden Quadrate mit einem Abstand von 15 mm zur Unterkante jeweils eine der 100 mm langen Holzleisten geklebt. (Wer es effizienter mag, kann gleich jeweils zwei Leisten pro Quadrat anbringen, und zwar mit einem Abstand von 15 mm nach unten jeweils bündig mit der rechten und der linken Kante.) Nach dem Trocknen habe ich diese beiden Hausseitenteile an die Hausfront mit den ausgesägten Fenstern geklebt, schön genau Kante an Kante.


6. Im nächsten Schritt landeten die zwei verbleibenden 100 mm langen Holzleisten an der jeweils gegenüberliegenden Quadratkante – wieder mit einem Abstand von genau 15 mm zur Hausunterkante. (Was sich erübrigt, wenn man‘s gleich in einem Arbeitsgang mit Schritt 5 erledigt.)

7. Dann habe ich die Fenster mit kleinen Stoffstücken hinterklebt. (Das könnte man natürlich auch schon vorher machen.)

8. Danach war die Platte für die Lampenfassung dran: Die beiden Dreiecke zu einem Rechteck zusammengelegt, habe ich den Umfang der Fassung ausgemessen, mittels Zirkel in die Mitte gezeichnet, das entsprechende Loch ausgesägt und die beiden Dreiecke entlang der Diagonale verleimt. Nach dem Trocknen habe ich die Lampenfassung hineingeschraubt und …

9. … die Platte mittels jeweils eines Tropfens Holzleim auf den Schnittflächen der vier eingeklebten Holzleisten festgeklebt.

10. Dann wurde die vierte Seite aufgesetzt – wieder genau Kante an Kante auf die Holzleisten der Seitenflächen geklebt.


11. Zuletzt war noch das Dach dran: Nach dem Einschrauben der Birne in die Lampenfassung habe ich zunächst das kleinere der beiden Rechtecke mit einer Giebelseite verleimt.

12. Als Nächstes habe ich das verbleibende Dachrechteck mit Antirutschleisten versehen: Mit einem Abstand von jeweils 2 mm zur Außenkante und parallel zu ihr wurden an die beiden kurzen Seiten die zwei 70 mm langen Holzleisten, an eine Längsseite die 110 mm lange Leiste geleimt – jeweils in etwa zentriert.

13. Dach aufgesetzt, eingeschaltet, gestrahlt – das Häuschen und ich.



Viel Freude und gutes Gelingen beim Nachbauen und eine das insbesondere in den ersten gemeinsamen Tagen so greifbare Lebenswunder mit sanftem Schimmerlicht umhüllende Zeit. Dir, liebe Sindy, dem neuen Erdenkind, deiner kleinen Familie von Herzen alles Liebe!

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