Neulich bei Ingvelde im Stoffladen: Applizieren

13:36 Mein gewisses Etwas 4 Comments

Schon länger überlege ich, wie kompliziert wohl solche süßen Applikationen auf den Kinder-T-Shirts der gehobenen Preisklassen sind und ob man das mit einer normalen Nähmaschine einfach zu Hause nachmachen kann.

Glücklicherweise bin ich ja vor kurzem auf den Kurs von Ingvelde Schmidt aufmerksam geworden, in dem es genau um dieses Thema "das Applizieren" geht.

Für meine ersten Versuche habe ich mir ein Shirt von dem kleinen Mädchen rausgesucht, welches Ihrer Eisleidenschaft zum Opfer gefallen ist. In diesem Zustand hätte ich es eh nur noch weggeworfen ..
 

Die Idee war, die Fettflecken durch einen applizierten Apfel zumindest teilweise zu verdecken, so dass noch ein schönes Sandkasten-Shirt draus werden könnte.
Die Vorlage für den Apfel habe ich im Internet gefunden, denn meine Zeichenkünste reichen selbst dafür nicht aus. Und weil es so ein schöner Kontrast ist, habe ich mir einen roten Karostoff rausgesucht und zurechtgeschnitten.


Im ersten Schritt wird der Karostoff mit beidseitig klebenden Vliesofix auf das Shirt aufgebügelt. Von Innen kommt noch eine Lage einseitig klebendes Vlies dazu, dass der Jerseystoff nicht zu wabbelig ist. Ein Tipp von Ingvelde, den ich mir unbedingt merken muss: Das Motiv erst auf das Papier um das klebende Vlies aufzeichnen und das Vlies auf den Dekostoff aufbügeln. Dann den Stoff anhand der Zeichnung auf dem Vlies zuschneiden und das Papier abziehen. Mit dieser Vorgehensweise kann man sehr sauber arbeiten!

Und dann geht es an die eigentliche Arbeit: das Umzäckeln. So nenne ich das, weil ich den Fachbegriff nicht kenne. Man wählt einen engen nicht zu großen Zackenstich an der Nähmaschine und umzäckelt das Motiv mit möglichst gleichmäßigen Zacken, so dass der drunterliegende Stoff nicht mehr zu sehen ist.


Mein Ergebnis ist nicht perfekt, ich bin aber trotzdem begeistert. Das Shirt wurde definitiv zu neuem Leben erweckt.


Fazit: Das Applizieren ist kein Hexenwerk, aber man braucht schon ein wenig Übung bis die Zackennähte wirklich schön gleichmäßig aussehen. Außerdem lohnt sich so ein Abend in netter Gesellschaft. Ingvelde stand mir jederzeit mit Rat und Tat zur Seite und betreute nebenbei noch weitere Nähwütige, die sich zu einem Patchwork-Grundkurs angemeldet hatten. Alles zusammen eine tolle Atmosphäre und nette Leute.

Ich freue mich schon auf den nächsten Abend, bei dem es dann um "Crazy Patchwork" geht. Da würde ich mir gern eine schöne Buchhülle nähen.

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I spend 2 hours at Ingvelde's Patchwork course and embellished an old and dirty shirt of the young lady. It's not perfect, but perfect enough to be worn at the playground.

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Kommentare:

  1. Ist sehr schön geworden!
    Ich hab auch schon oft auf T-Shirts appliziert. Eigentlich näh ich das Motiv dann immer mit normalem Steppstich fest, weil das mit dem Zick-Zack irgendwie nicht so wird. Sieht vielleicht nicht ganz so professionell aus, aber durch das Vliesofix franst der Stoff auch mit einer "normalen" Naht nicht aus.

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  2. guuuuuuuuuuute idee :) aber die gibts ja auch zum aufbügeln. hab leider keine nähmashcine...

    grüßle

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  3. Schön ist es geworden. Das wäre was für mich. Ich bin auch Klecker-Königin;)

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