Sonntagsrunde zum Sinn des Nähbloggens - Julia von JU-made erzählt



Hallo Ihr Lieben,

ich wünsche Euch einen wunderschönen zweiten Advent und ganz viel Freude mit den sehr schön ausführlichen Antworten von Julia von JU-made.

Dir, liebe Julia, danke ich von Herzen für Deine Mühe und Zeit. Ich bin ehrlich gesagt noch gar nicht so richtig zum Stöbern bei Dir gekommen. Das muss ich jetzt nach den sympathischen Antworten unbedingt dringend nachholen. Ganz liebe Grüße und bis bald!


1. Erzähl ein bisschen von Dir. Wer bist Du? Wie lebst Du? Was machst Du beruflich und wie viele Stunden arbeitest Du in der Woche? Welche anderen Hobbys hast Du neben Bloggen und Nähen?

Hallo, ich bin Julia und blogge erst seit Februar diesen Jahres unter JU-made. Ich wohne mit meinem Mann und unseren zwei Jungs im Süden Deutschlands. Eigentlich bin ich Krankenschwester von Beruf. Seit meine Jungs auf der Welt sind bin ich allerdings mit Herzblut Vollzeitmama und verbringe gerne Zeit mit meiner Familie! Das Nähen ist mein liebstes Hobby und braucht auch den größten Teil meiner freien Zeit. Andere Handarbeiten wie Häkeln, Stricken oder was sonst noch kreativ ist, mag ich ebenso. Wenn es meine Zeit zulässt, lese ich sehr gerne oder gehe joggen.



2. Wie bist Du zum Nähen und zum Bloggen gekommen? Was ist es, das das Nähen / das Bloggen zu etwas besonderem für Dich macht? 

Das Nähen hat mich immer wieder gereizt. Ich habe bereits als Kind erlebt, dass für meine Mutter und meine Oma Handarbeiten zum Alltag gehört haben. Die Beiden haben hauptsächlich gestrickt. Aber meine Mama hat auch immer wieder mal was genäht. Ich fand es sehr faszinierend, was man mit einer Nähmaschine und Stoff alles (er-)schaffen kann. Meine ersten Näh- und Strickversuche in Teenie-Jahren waren allerdings nicht alle von Erfolg gekrönt…. So habe ich für einige Jahre das Nähen und andere Handarbeiten völlig links liegen lassen. Als mein Großer auf der Welt war, habe ich nach und nach die Online-Welt-des-Selbermachens entdeckt. Ich erinnere mich noch heute an meine erste Bestellung bei Dawanda – eine Wintermütze mit Halssocke für meinen Sohn. Damals noch in dem Glauben das würde ich nie selbst zu Stande bekommen!



Irgendwann bin ich auf Blogs wie den von Pattydoo gestoßen. Darüber habe ich dann andere Nähblogs und die wöchentliche RUMS-Linkparty gefunden. Ja und mein Nähwissen habe ich dann letztendlich auch über Tutorials, Freebies usw auf verschiedenen Blogs gesammelt. Der Gedanke war schon recht schnell in meinem Kopf, meine genähten Sachen und die damit verbundenen Erfahrungen auch mit Anderen zu teilen. Bis ich mich dazu entschlossen habe, das wirklich in Angriff zu nehmen, hat es allerdings noch eine ganze Weile gedauert. Ich freue mich immer wahnsinnig, wenn ich Kommentare zu meinen Posts bekomme. Das versteht wohl jeder der auch selber bloggt. Allerdings weiß ich auch, dass man oft viel mehr Blogs liest, als man kommentieren kann/will. Auch für die stillen Leser und vielleicht Nähanfänger möchte ich gerne meine Erfahrungen mitteilen. Und über die Kommentare habe ich auch schon tolle neue Blogs kennen gelernt, Neues dazu gelernt und auch virtuelle Freundschaften gefunden.

3. Was bedeutet das Bloggen für Dich? Warum nimmst Du Dir Zeit Blogposts zu verfassen? Möchtest Du etwas mit Deinem Blog erreichen oder ist es eher ein "einfaches" Nähtagebuch ohne Ziel? 

Das Bloggen ist für mich eine tolle Ergänzung zum Nähen. Ich habe das Glück, dass ich auch im realen Leben Freundinnen habe, mit denen ich gemeinsam Nähen und mich austauschen kann. Nachdem ich meinen Blog gestartet habe, habe ich festgestellt wieviel Freude mir das Schreiben macht. Schon in Schulzeiten habe ich gerne Aufsätze geschrieben. Später ist dieser Teil eigentlich sehr verkümmert, ohne dass es mir bewusst gefehlt hätte. Aber jetzt fällt es mir sehr leicht und ich freue mich immer schon darauf einen neuen Text zu verfassen! Über die Resonanz merke ich auch, dass nicht alles im Nichts verhallt… Das spornt natürlich an und hinterlässt ein gutes Gefühl. Ich bin ein Mensch der gerne alles perfekt machen will. So habe ich meine Ziele für meinen Blog auch sehr hoch gesteckt. Ich habe dann aber schnell festgestellt, dass ich 2-3 Posts pro Woche nicht halten kann und auch bei Weitem nicht immer „perfekte“ Fotos zeige. Aber das ist das Gute am Hobbyblog – ich bestimme wo es lang geht. Ich habe es inzwischen zum Glück geschafft den Druck etwas rauszunehmen und fühle mich damit ganz gut!



4. Wann findest Du Zeit zum Nähen und wann zum Bloggen? Hast Du manchmal das Gefühl, das Bloggen stiehlt dem Nähen die Zeit? Oder fügt sich das für Dich perfekt? 

Ich nähe einen Abend in der Woche mit meinen Freundinnen. Das ist mein einziger fester Nähtermin. Sonst nehme ich auch manchmal meine Jungs mit ins Nähzimmer, zumindest der Große werkelt da auch gerne schon kreativ vor sich hin. Das ist aber natürlich meist nicht so produktiv. Naja und wann immer ich mir freie Zeit genehmigen kann, nutze ich sie: Schnittmuster kleben oder Zuschneiden geht z.b. auch beim Besuch bei den Großeltern! ;-) Den Text für meine Posts tippe ich auch manchmal auf dem Handy, wann immer mir was einfällt und sich die Zeit findet. Ich empfinde eher das Fotografieren als zeitraubend. Da suche ich für den Winter auch noch eine gute Möglichkeit für drinnen, dann auch gerne mit Stativ und Selbstauslöser. Sonst nimmt das Fotografieren am Wochenende oft einen großen Platz in der Planung ein. Da mein Mann die Fotos zwar macht, aber kein passionierter Fotograf ist, stößt das nicht immer auf große Begeisterung beim Rest der Familie.

5. Was nähst Du alles selbst? Bist Du eher ein "Selfish Sewer" oder nähst Du doch mehr für andere als für Dich? 

Inzwischen kann ich glaube ich sagen, dass ich alles nähe oder es zumindest versuche (Jeans oder Parka sind inzwischen auch kein rotes Tuch mehr für mich). Ob Accessoires, Taschen oder eben Kleidung für mich, meine Jungs oder auch mal für meinen Mann. Ich habe schon einiges ausprobiert und mir gehen die Ideen nicht aus… ;-) Vor Frauen die sich ihre gesamte Garderobe selber nähen, habe ich aber großen Respekt. Das wäre für mich definitiv zeitlich nicht machbar. Aber ich habe festgestellt, dass ich sowohl im eigenen als auch im Schrank meiner Kinder eher zu selbst genähten Kleidungsstücken greife, als zu gekauften. Das ist schon ein tolles Gefühl, wenn man sich so individuelle Lieblingsstücke herstellen kann! Und ja, ehrlicherweise bin ich wohl doch meist „Selfish Sewer“… Einfach weil ich manchmal das Gefühl habe, kaum noch zu wissen wohin mit meinen Nähplänen und dann eben meist ein Projekt für mich auf dem Tisch landet… Was mir definitiv nicht liegt, wäre genähte Sachen zu verkaufen. Ich habe das vor einiger Zeit mal in Erwägung gezogen und mich sogar mal an einem Dawanda-Shop versucht. Aber mehrmals das gleiche Teil zu nähen ist für mich ein Graus… Ich mag es Dinge individuell zu gestalten und stecke oftmals viel Zeit in die Details. So entstehen dann für die Familie oder als Geschenk Unikate mit viel Liebe!


6. Welchen Stellenwert hat das Nähen / das Bloggen in Deinem Leben? 

Also ein Leben ganz ohne Nähen oder andere Handarbeiten könnte ich mir definitiv nicht mehr vorstellen. Im Moment kann ich das auch über meinen Blog so sagen. Sollte ich in Zukunft mal feststellen, dass ich nicht mehr bloggen möchte, kann ich mir ein Leben ohne Bloggen schon vorstellen. Aber in meiner gegenwärtigen Lebenssituation passt es für mich alles so gut zusammen. Wie mein beruflicher Wiedereinstieg nach der Elternzeit aussieht, weiß ich auch noch nicht. In meinen Träumen mache ich mein Hobby zum Beruf… Also wer weiß wo mich mein Weg noch hin führt… Aber zum Glück habe ich für diese Entscheidung noch ein bisschen Zeit!

7. Was würdest Du jemandem mitgeben, der gerade, so wie ich, darüber nachdenkt, ob das (Näh-) Bloggen Sinn macht? 

Für mich besteht der Sinn des Bloggens darin, dass es mich ergänzend zum Nähen glücklicher und zufriedener macht. Wenn es zur Belastung wird und evtl dann auch die Freude am Nähen auf der Strecke bleibt, würde ich es ändern. Ich finde da gibt es unzählige Möglichkeiten. Einige Blogger posten nur in großen Abständen, zu den richtigen Terminen (z.b. Linkparty, Sew Along) kann das trotzdem zu einem guten Austausch führen. Oder eben ganz weg vom Blog, ein kürzerer schnellerer Austausch via Instagram. Aber auch ein Leben als ausschließlich passiver Leser anderer Blogs wäre für mich vertretbar, solange es für dich stimmig erscheint. Deine Art Fotos drinnen vor einer weißen Wand zu machen ist meiner Meinung nach super gelungen! Ich schaue mir die Bilder sehr gerne an und lese gespannt die Texte dazu. Und das erfüllt für mich als Leser schon mal definitiv die Anforderungen die ich an einen Blog habe den ich regelmäßig lese. Ich wünsche dir liebe Sindy auf jeden Fall, dass du den richtigen Weg für dich und deinen Blog findest! Bis dahin bin ich gespannt was du noch so zeigst…. Danke für die tolle Möglichkeit hier dabei zu sein! Liebe Grüße Julia

Cheyenne Tunika

Mir fehlen heute zu diesem besonderen Post, das erste Mal überhaupt, einfach die Worte. Ich weiß nicht, wie ich beschreiben soll, was diese Tunika für mich bedeutet. Ich finde keine Worte, die meine Empfindungen treffen. Ich kann nur sagen:

Die Tunika ist ich. Ich bin bin die Tunika.



Die Länge. Die Form. Die Ausschnitttiefe. Die Details. Das Gesamtbild. Ich habe noch kein Kleidungsstück getragen, geschweige denn genäht, was mich so perfekt interpretiert, wie diese Tunika.

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Lara von 1000Stoff hat einen wundervollen leichten Denim für mich ausgewählt. Er fällt ein wenig schwerer und gibt der Tunika dadurch einen herrlichen Stand. Lässig und doch schick. So, wie ich es am liebsten mag.


Cheyenne ist mein eigener kleiner Höhepunkt der letzten 7 Nähjahre. Nicht nur nähtechnisch, sondern vor allem aufgrund des Stils. Ich bin so glücklich, nun endlich zu mir gefunden zu haben.


Diese Tunika schubst mich quasi auf mein nächstes Level. Weg von schnell-schnell hin zu einer neuen Achtsamkeit und dem sicheren Gefühl, angekommen zu sein.


Angekommen bei mir. Angekommen in dem Bewusstsein: Ich bin ich. Nicht perfekt und nicht "everybodys darling" dafür zu jederzeit authentisch und ehrlich.


Ich kann nur immer und immer wieder betonen, wagt Euch an Schnitte, die auf den ersten Blick zu kompliziert erscheinen. Mit einer durchdachten und gut bebilderten Anleitung, wie hier bei Cheyenne, kann wirklich nichts schief gehen. In Englisch wäre es wahrscheinlich auch eine Herausforderung geworden, aber mit der deutschen Übersetzung im Nähconnection-Shop ist auch dieser Stolperstein aus der Welt geschafft.

Vor ein paar Tagen war ich im Stoffhandel in Arnstadt und habe gleich 3 weitere Blusenstoffen mitgenommen. Zusätzlich habe ich bei Lara einen ganz wundervollen Flanell gekauft.


Den werde ich gleich als nächstes in eine Cheyenne verwandeln.

Wie wäre es mit einen lockeren Mama-Kind-Kombination mit Laramie und Cheyenne? Im Nähconnection-Shop gilt weiterhin: Beim Kauf von 2 oder mehr Hemdenschnitten gibt es automatisch 20% Rabatt im Warenkorb.

Liebe Annika, ich danke Dir für diesen Schubser. Ohne Dich wäre ich nie im Leben darauf gekommen mir eine Tunika mit Knopfleiste und echten Knöpfen zu nähen, die dann auch noch zu einem solchen Lieblingsteil wird. DANKE!

Hemdblusenkleid Laramie

Manchmal muss ich schon so ein bisschen über mich schmunzeln. Was habe ich nicht alles ausgeschlossen, als ich anfing zu nähen. Möglichst einfach sollte es damals sein und vor allem: schnell gehen. Bloß nicht zu aufwändig und langwierig. Der greifbare Erfolg stand im Vordergrund.

Mit der Erfahrung (und vor allem mit 1,5 Jahren Akkordnähen fürs kleine Label) kam die schnelle Genauigkeit. Und auch ein allgemeines Verständnis für das Nähen von Kleidung.  Durch die zahlreichen, wunderbar detaillierten ebooks und Nähvideos hab ich viel gelernt, auf das ich bei neuen Projekten zurückgreifen kann.

Plötzlich stand da über die Nähconnection Botschafter ein Schnitt für eine Bluse für Mädchen im Raum. Etwas, was ich noch letztes Jahr dankend abgelehnt hätte. Dieses Jahr aber stellte ich mich der Herausforderung.

linked with After Work Sewing, Mittwochs mag ich 

Was soll ich sagen? Ich bin überglücklich, dass ich es gewagt habe! Das Hemdblusenkleid steht dem großen Mädchen fantastisch. Das ist genau ihr Stil. Lässig und schick. Wie die Mama.


Bei der Größenwahl war ich etwas skeptisch. Wir hatten eine ähnliche Kaufbluse hier, die ich zum Vergleich dazu nahm. Mein großer 7,5jährer Hüpfer ist sehr schmal und lang. Und als ich die Kaufbluse auf den Schnitt legte, war schnell klar, dass die Größe für 8 Jahre viiiiel zu weit werden würde. Auch bei Größe 6 Jahre ist noch einiges an Luft, aber ich denke, da wächst sie über das nächste Jahr schön rein. Deswegen habe ich ich auch für einen schönen dünnen Chambray und 3/4 Ärmel entschieden. Damit kann sie das Kleid schön kombiniert das ganze Jahr über tragen.


Und so wie es scheint, wird sie das auch tun. Nach 3 Tagen hintereinander habe ich heute die Chance genutzt und das Kleid schnell in die Wäsche gesteckt. Natürlich unter Protest der Tochter.

Ich freue mich aber sehr, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Sie fühlt sich wohl und ich bin stolz, dass ich mal etwas anderes als Jerseyshirts oder Checkerhosen genäht habe.


Mit diesem Beitrag beteilige ich mich liebend gern an Annikas Hemdenwoche. In den Nähconnection Shop sind vier neue Hemdenschnitte für Kind, Frau und Mann eingezogen. Beim Kauf von 2 oder mehr Hemdchnitten gibt es bis zum 6.12.2016 automatisch 20% Rabatt im Warenkorb.

Das Hemdblusenkleid ist nach dem Schnitt Laramie entstanden. Im Schnitt sind 4 Varianten enthalten, die man sich nach Lust und Laune gestalten kann.


Morgen zeige ich Euch dann mein "Hemd".

Weihnachtsmann Tour - Endlich wird der Mann des Hauses benäht

Männer haben es nicht leicht, wusstet Ihr das?
Meiner hat es ganz besonders schwer. Wir kennen nämlich genau drei Paare, bei denen die Frau näht. Und tatsächlich haben genau diese drei Männer schon ziemlich zu Beginn der aktiven Nähzeit ihrer Frauen, etwas genäht bekommen. Erst ließ das meinen Mann völlig kalt. Dann entwickelten sich kleine ironische Witze wischen den Männern, die dazu führten, dass er vor einem Jahr aktiv den Wunsch äußerte von mir benäht zu werden. Öhm ja, vor einem Jahr.

Aber gut Ding will Weile haben. Oder naja, ganz ehrlich, ich hatte einfach zu viele Pläne für mich und wenig Lust, nun auch noch Schnittmuster für den Mann rauszusuchen. Wir beide sind eher an den Konfektionsgrößen vorbei gewachsen. Mir war also klar, wenn ich etwas für ihn nähe, dann muss ich den Schnitt anpassen. Und ja, das hielt mich tatsächlich ein wenig ab.

Vor ein paar Wochenen tauchte dann das Thema bei meinen Lieblingsbloggern auf. Da gab es eine ominöse Weihnachtsmann-Tour, die mein Interesse geweckt hatte. 17 Bloggerinnen haben sich, gesponsort vom Stoffbüro, auf den Weg gemacht, ihren Mann mit etwas Selbstgenähtem glücklich zu machen. Die Chance für meinen Mann, nun endlich von mir benäht zu werden.

Und wenn ich schon damit anfange, dann richtig. Hoodies hat der Mann genug. Shirts auch. Es fehlt an Poloshirts, die er sehr gern trägt, die aber gerade nicht in und deswegen nicht so oft zu finden sind. Na klar, dann näh ich halt mal nebenbei ein Poloshirt. Ist ja nur ne Knopfleiste, die schön mittig und auffällig, also ganz akkurat, genäht werden will.

Die Suche nach einem geeigneten Schnitt war eher ernüchternd. Ich fand genau einen Schnitt. Wahnsinn, oder? Für Frauen und Kinder gibt es jedes Kleidungsstück in x verschiedenen Varianten und für Männer soll es genau einen Schnitt für ein Poloshirt geben? Klingt merkwürdig, ist aber so!
(Anmerkung: mittlerweile gibt es noch einen Schnitt von der Ostseepiratin, den ich Euch noch vor Weihnachten vorstellen werde.)

Ich nahm Kontakt mit Sabine vom dawanda-Shop einfach-anziehend auf und erzählte Ihr von dieser Männertour. Sie war gleich ganz begeistertet und stellte mir ihren Polo-Schnitt Phillippe zur Verfügung.

Entstanden sind zwei ganz wunderbare Polos, die so unglaublich perfekt zum Stil des Mannes passen, dass ich selbst manchmal ganz verwundert bin, was da mittlerweile so alles unter meiner Nähmaschine hervor kommt.


Die Knopfleiste und die Knopflöcher (!!!) waren natürlich eine große Herausforderung für mich. Beides sind eher so meine Angstgegner. Da gibt es auch definitiv noch Verbesserungsbedarf, aber für meinen ersten Versuch bin ich echt überglücklich. Auf den ersten Blick sieht man tatsächlich keine Fehler. Das liegt aber vor allem daran, dass sich Sabine die Mühe gemacht hat, zu Phillippe Nähtutorials in Videoform zur Verfügung zu stellen. Damit kann wirklich nichts mehr schief gehen!

Vor dem Nähen habe ich den Mann dann erst einmal komplett vermessen. Mit seinen Maßen, die ich jetzt nicht ungeheuer groß finde, musste ich bei Phillippe schon die größte Größe nehmen. Und selbst da war er ein bisschen drüber. Zur Sicherheit habe ich mir ein sehr gut passendes Kauf-Poloshirt genommen und den kompletten Schnitt damit abgeglichen.

So habe ich z.B. am Armausschnitt gut 1cm weggenommen, da ich die Schulterbreite schon ziemlich breit fand. Und auch jetzt denke ich, es könnte noch ein bisschen was weg. Obwohl man bei Polos ber immer aufpassen muss, da sich durch die Öffnung der Knopfleiste alles ein wenig verzieht.

Bei diesem Modell habe ich zum wunderschönen Nosh-Stoff ein einfaches graues Bündchen für die Details verwendet. Ich hatte ein bisschen Bammel, dass der Kragen damit zu steif wird. Ich finde ihn aber genau richtig.


Naja .. das mit den Streifen hat dann wohl nicht so gut geklappt, aber irgendwas muss bei mir 80% Mensch immer sein. Dafür passt aber das Polo in der Länge perfekt. Das hat man oft nur, wenn man selbst näht. Genauso wie nicht aufeinander treffende Streifen in der Seitennaht ..


Von Catrin habe ich die Streifenliebe in blau/türkis zur Verfügung gestellt bekommen. Das sind genau die Farben meines Mannes. Das Türkis leuchtet so wundervoll in Kombination mit dem Blau.

Die Knopfleiste habe ich aus dem Uni-Jersey passend zur Streifenliebe zugeschnitten. Da ist es wirklich ein Segen, wenn man auf so eine tolle Stoffkollektion zurückgreifen kann. Während ich bei dem Nosh-Polo bei der Stoffwahl ein wenig angespannt war, könnte ich hier darauf vertrauen, dass das Blau perfekt passen würde.

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Auch, wenn ich sonst eher schlichter unterwegs bin, bot es sich einfach an, kleine türkisfarbene Hemndenknöpfe zu nehmen. Und dazu ein wundervoll männliches und stylishes Größenetikett aus der Feder von Änni.


Ich kann Euch den Schnitt wirklich nur empfehlen. Zusammen mit den Nähvideos kann sich wirklich jede ein perfektes Polo nähen. Da bin ich mir sicher. Deswegen freue ich mich auch sehr, dass Sabine (auch bei Facebook unter Stoff und Nähecke zu finden) einen Philippe in ebook-Form in unseren großen Lostopf geworfen hat. Am Ende des Posts könnt Ihr über den Rafflecopter am Gewinnspiel teilnehmen.

Die Stoffe aus dem Stoffbüro sind wieder in wahrer Traum. Von Nosh habe ich mich ja schon überzeugen lassen. Nun weiß ich aber auch, wie wunderschön Catrins Eigenpoduktion in Zusammenarbeit mit Albstoffe ist. So eine tolle Stoffqualität hält man nicht oft in den Händen.

:: stoffbüro :: Bio Jersey "Streifenliebe" marine/petrol
NOSH :: Jersey Streifen blau/hellgrau

Ich liebe diese Männertour sehr. Es hat sich wirklich gelohnt, sich auch den Männerschnitten einmal anzunähern. Schaut deswegen auch unbedingt bei den anderen Tourteilnehmerinnen vorbei. Es wurden tolle Schnitte mit den wunderschönen Stoffen aus dem Stoffbüro vernäht und wunderschöne Bilder gemacht.


WEIHNACHTSMANN-TOURDATEN
Montag, 28. November:
Dienstag, 29. November: 
Mittwoch, 30. November: 
Donnerstag, 1. Dezember: 
Freitag, 2. Dezember: 

Über den Rafflecopter könnt Ihr sehen, welche Schnitte im Lostopf liegen und am Gewinnspiel teilnehmen.

a Rafflecopter giveaway

Sonntagsrunde zum Sinn des Nähbloggens - Änni von ÄnniSews erzählt


Hallo Ihr Lieben!
Puh, schon wieder Mittagszeit? Ich bin voll im Hemdennähfieber und habe darüber ganz vergessen, die heutige Sonntagsrunde einzuläuten .. Ohje.

Dabei freue ich mich so, dass Änni von ÄnniSews heute bei mir zu Gast ist. Denn mal Hand aufs Herz, wer kennt sie nicht? Ich glaube, jedem ist Änni schon einmal virtuell und vielleicht auch real über den Weg gelaufen. Mir ist sie besonders durch ihren (schwarzen) Humor aufgefallen. Ännis Beiträge und Kommentare sind ganz mit einem Augenzwinkern geschrieben. Das mag ich sehr. Und auch in Echt hatte ich das Gefühl, wir hätten uns noch ewig Sprüche um die Ohren hauen können. Schade, dass wir uns in Ulm letztes Wochenende nicht sehen konnten. Ich hatte mich sehr drauf gefreut.

Nun aber herzlichen Dank, liebe Änni, für den Blick hinte die Kulissen Deines Blogs und Deine lieben Worte zu meinem Blog. Bei mir wusste übrigens auch privat lange niemand, dass ich einen Blog schreibe. Irgendwie waren das zwei getrennte Welten. Nun hat es sich langsam vermischt und immer noch ist es ein merkwürdiges Gefühl, wenn mich jemand nicht ganz so nahes, darauf anspricht. Aber Du hast recht, eigentlich sollte man viel öfter damit angeben!

1. Erzähl ein bisschen von Dir. Wer bist Du? Wie lebst Du? Was machst Du beruflich und wie viele Stunden arbeitest Du in der Woche? Welche anderen Hobbys hast Du neben Bloggen und Nähen?

Hallo und dankeschön für die nette Einladung zur Sonntagsrunde! Ich bin Änni, 35 Jahre alt und Mutter eines einjährigen Sohnes. Neben Kind und Näh-Hobby wird mir als selbstständige Grafik Designerin auch sonst nicht langweilig. Wenn doch, mache ich Sport – von Joggen über Fitness ist alles dabei – oder lese ein Buch. Wobei letzteres gerade eindeutig zu kurz kommt.



2. Wie bist Du zum Nähen und zum Bloggen gekommen? Was ist es, das das Nähen / das Bloggen zu etwas besonderem für Dich macht? 

Zum Nähen bin ich nicht über den Gedanken „Ich möchte unbedingt XY haben“ gekommen, sondern tatsächlich über die Freude am „Werkeln“ – ich hatte einfach Lust Dinge zu schaffen und gleichzeitig sah ich bei Dawanda und Co Täschchen und Kleinkram bei dem ich sofort „kann ich doch auch" dachte. Konnte ich zwar erstmal nicht, aber der Ehrgeiz war da und die Nähmaschine, ein uraltes Modell von meiner Mutter, ebenfalls. Der Blog kam zu dem Zeitpunkt ins Spiel, als ich Austausch wollte den mir mein Umfeld nicht bieten konnte. Familie und Freunde applaudierten eben beim fünften Shirt nicht mehr so euphorisch wie ich mir das vorgestellt hatte und ich bekam das Gefühl, dass ich mehr Anerkennung verdient hätte ;-) Gleichzeitig war ich schon länger stille Leserin einiger Blogs und da lag der Plan nahe, nicht nur heimlich bei den anderen mitzulesen sondern eben auch selbst ein Teil der Nähblogger-Welt zu werden.

3. Was bedeutet das Bloggen für Dich? Warum nimmst Du Dir Zeit Blogposts zu verfassen? Möchtest Du etwas mit Deinem Blog erreichen oder ist es eher ein "einfaches" Nähtagebuch ohne Ziel? 

Das Bloggen bedeutet für mich Austausch mit Gleichgesinnten. In meiner Gegend gibt es kein Nähkaffee oder Ähnliches und alle meine nähenden Freunde habe ich erst über das Bloggen kennengelernt. Jeder Blogpost ist ein bisschen so wie eine Verabredung mit ihnen. Natürlich werden diese Dates mittlerweile auch von schnellen Instagram-Dates (Speeddating!) unterstützt, allerdings nicht ersetzt. Ein weiterer Punkt ist, dass das Bloggen mir auch Kontakte mit Stoffherstellern, Schnittmustererstellern und anderen beschert hat. Hätte ich nur im stillen Kämmerlein vor mich hin genäht, wären all diese Kontakte nicht zustande bekommen. Ich nähe wahnsinnig gerne und es ist natürlich ein großes Glück neue Schnitte oder Stoffe geschickt zu bekommen um sie vorzustellen. Dabei geht es natürlich auch um Anerkennung. Jemand denkt, dass ich sein Produkt, sei es Schnitt oder Stoff gut präsentieren kann. Die ständig angesprochene Schattenseite „Aber wenn Dir Stoff/Schnitt gar nicht gefällt!?“ ist für mich kaum relevant. Schnitte die nicht zu mir passen lehne ich ab oder verändere sie so, dass sie meins werden. Jeder fortgeschrittene Näher passt seine Schnitte an, das ist also nichts besonderes. Stoffe die ich „privat“ nicht tragen würde sehe ich als Herausforderung. Welcher Schnitt passt zum Stoff, welcher schiebt ihn in eine ganz andere Richtung. Den klassischen Rosendruck sieht man auf den ersten Blick vielleicht eher in Muttis Wickeltop mit falblich passendem Bindeband und da wäre er bei mir völlig fehlplatziert. Wenn ich ihn aber sportlich in einem Sweater mit grau kombiniere ist er plötzlich meins. Das macht mir total Spaß! Ok, manchmal klappt es nicht, aber das ist dann eben so ;-) Aber auch das einfache Nähtagebuch trifft ein bisschen zu: Ich suche oft nach alten Posts um zu gucken ob ich etwas am Schnitt verändert habe oder wie er sitzt. Und wie bei einem richtigen Tagebuch, stoßt man auch beim Blogtagebuch hin und wieder auf Einträge, bei denen man schmunzeln muss. Wie stolz war ich auf mein erstes Jerseyshirt! Und wie schlimm sah das bitte aus...



4. Wann findest Du Zeit zum Nähen und wann zum Bloggen? Hast Du manchmal das Gefühl, das Bloggen stiehlt dem Nähen die Zeit? Oder fügt sich das für Dich perfekt? 

Zeit zum Nähen hätte ich natürlich gerne mehr (wer nicht?), aber statt Fernsehen am Abend fügt es sich ganz gut in meinen Tagesablauf ein. Natürlich nimmt das Bloggen auch viel Zeit in Anspruch, ich versuche es aber ganz klar hinter dem Nähen anzustellen. Das Nähen ist mein Hobby, das Bloggen schon eher Mittel zum Zweck. Und wenn die Zeit knapp ist, gibt es eben mal keine ausufernden Geschichten sondern drei Sätze mit knallharten Fakten. Es gibt den Blog nicht weil ich unbedingt schreiben wollte, sondern weil ich Genähtes zeigen möchte und das darf man ruhig erkennen.

5. Was nähst Du alle selbst? Bist Du eher ein "Seflish Sewer" oder nähst Du doch mehr für andere als für Dich? 

Definitiv Selfish Sewer, wobei ich aber sehr gerne Reste verarbeite und deswegen doch viel Kinderkleidung entsteht. Habe ich aber die Wahl, ob ein Stoff für mich oder für jemand anderen vernäht wird, muss ich leider die Egotour fahren. Sorry ;-) Wobei ich auch immer etwas irritiert bin über Leute, die erzählen wie sehr es sie nervt, für andere zu nähen. Dann würde ich es definitiv nicht machen. Jedes Teil das ich nicht für mich genäht habe, habe ich mit Spaß und Freude genäht. Ich habe keine Tochter, möchte aber hin und wieder ein Kleid nähen. Man braucht nicht mehr als, äh, vier Patchworkdecken, ich hab aber zweimal im Jahr Lust eine zu nähen. Also nähe ich ganz egoistisch für andere Kleidchen und Decken. Weil ich Lust darauf habe. Den Fall, dass mir jemand Hosen zum kürzen vorbei bringt gab es so noch nicht. Könnte auch daran liegen, dass ich lange Zeit nicht unbedingt mit meinem Hobby hausieren gegangen bin und bis auf die Mütter die in den Genuss meiner Kleidchen kamen kaum jemand wusste dass ich nähe. Den Blog habe ich sogar einfach nie erwähnt, er war da einfach nicht relevant. Erst seit kurzem habe ich das Geheimes um mein zweites Internetleben gelüftet und gebe nun öffentlich damit an ;-)



6. Welchen Stellenwert hat das Nähen / das Bloggen in Deinem Leben? Vom Hobby zur Lebenseinstellung? 

Schwierige Frage. Klar ist, dass das alles schon mehr Platz in meinem Leben eingenommen hat, als ich vor ein paar Jahren dachte. Aber das ist prima so. Ich bin gerade an dem Punkt, wo sich das Hobby mit meinem Beruf vermischt. Als Designerin ist es ja schon naheliegend Stoffe zu designen und nun, da Catrin Hilfe bei ihren Stoffbüro Stoffen brauchte hat sich hier der Kreis geschlossen. Das ist eine tolle Sache und einen Stoff nach eigenem Design zu vernähen ist natürlich der Knaller. Nähen und auch Bloggen sind also sehr wichtig für mich.



7. Was würdest Du jemandem mitgeben, der gerade, so wie ich, darüber nachdenkt, ob das (Näh-) Bloggen Sinn macht? 

Nein, macht es nicht. Wer überlegt einen Blog zu starten, dem würde ich folgendes sagen: Wenn es mehr ums Bloggen geht als ums Nähen, dann schreib lieber einen Fashion/Lifestyleblog. Einmal die Woche ein neu gekauftes Teil in die Kamera halten, fertig. Nähbloggen macht da schon etwas mehr Arbeit…. Spaß bei Seite, ich glaube das muss jeder aus dem Bauch heraus entscheiden. Facebookgruppen und Instagram sind ja mittlerweile für viele eine Alternative was den Austausch angeht. Alleine um den Punkt geht es also nicht mehr, zumal die Kommentarfunktion ja immer weniger genutzt wird – verständlich, wenn die Leser schon auf dem schnellen Weg bei Insta und Co kommentiert haben. Grundsätzlich sollte man aber einfach machen worauf man Lust hat. Ich hab drei Monate Spaß daran auf dem Blog ein genähtes Teil nach dem anderen rauszuhauen? Super! Irgendwann brauche ich mal eine Auszeit? Ja warum denn auch nicht!? Ich finde man darf das nicht so verbissen sehen und muss den Druck rausnehmen. Es ist ein Blog, der verkraftet es schon, wenn mal zwei Wochen nichts passiert. (Vielleicht ist das der Unterschied zur Facebookseite, die ja neuerdings auch als Blog zählt?) Ich finde es eher irritierend wenn Blogs an- und abgemeldet werden, ständig Drama ist und Leute alle paar Wochen verschwinden und wieder auftauchen – und jeden dieser Schritt groß ankündigen. So ein bisschen Ruhe schadet da nicht. Ich hab in meiner Leseliste übrigens tatsächlich noch Blogs auf denen seit Jahren nichts passiert ist. Irgendwann lösche ich die natürlich auch, aber ich spreche von Jahren, nicht von Tagen! Ich bin da eher eine treue Seele ;-)

Und nun ganz speziell auf Deinen Fall bezogen: Ich hoffe einfach, dass Du noch ganz lange dabei bleibst und der (wiedergefundene) Spaß an der Sache so schnell nicht verloren geht. Ich freue mich jedenfalls sehr Dich kennengelernt zu haben und auch schon bald wieder zu sehen und all das wäre ja ohne Blog nicht möglich gewesen… ach, ich wiederhole mich.

Kleidung nähen - ohne Schnittmuster

Als mir Steffi von herzekleid Anfang diesen Jahres erzählte, dass sie an einem Buch arbeitet, freute ich mich riesig für sie. Ich mag ihren Stil so so so sehr und finde, sie ist eine wahre Künstlerin. Vieles näht sie einfach so, als ob nichts dabei wäre, obwohl das für mich schon eine große Herausforderung wäre. Dass sie nun von einem Verlag angesprochen wurde, ein Buch zu schreiben, war schon längst überfällig!

Ich war also sehr gespannt, welches Thema das Buch haben würde. Der Sommer verfolg und plötzlich wurde das Buch - Kleidung nähen ohne Schnittmuster - auch schon veröffentlicht. Der Verlag war so lieb, mir ein Exemplar zur Verfügung zu stellen.


Mein erster Gedanke war, dass das das perfekte Buch für meine Nähanfänge gewesen wäre. Jetzt da ich schon lange nähe, passte es nicht mehr zu meinen Nähprojekten. Ich war hin und her gerissen, setzte mich aber schon Steffi zuliebe mit dem Buch auseinander.

Und was soll ich sagen? Ich lag falsch! Dieses Buch ist für jedes Nählevel geeignet. Es gibt kein Ausschlusskriterium, warum es zu irgendeiner Hobbynäherin nicht passen sollte. Hat man gerade begonnen zu nähen, führt einen das Buch sehr übersichtlich an die einfache Schnittkonstruktion heran. Es gibt viele Modelle, die schnell genäht sind und schnelle Erfolgserlebnisse garantieren. Für alle Fortgeschrittenen gibt es nahtverdeckte Reißverschlüsse und Knopfleisten. Auch solche eher komplizierten Details sind sehr schön beschrieben und werden durch Detailbilder unterstützt.

Ich hatte sofort den Pullover ganz unten links im Kopf. Mit einem weich fallenden Strickstoff hätte der bestimmt ganz wundervoll ausgesehen. Leider verzögerte sich die Lieferung, so dass ich mir ein anderes Projekt suchte.


Die Strickjacke mit Schalkragen sollte es nun werden.
Zusammen mit Bleistift, großem Lineal und Winkelmesser konstruierte ich zuerst das Shit, welches der Jacke zugrunde liegt und passte diesen dann an soweit an, dass er zu einer Strickjacke wurde. Auch wenn im Buch alles auf Stoff gezeichnet wird, habe ich mir meine Arbeit auf Papier gesichert. So kann ich die Schnitte immer wieder verwenden.


Als die Jacke dann fertig war, hatte ich so gar keine Lust mehr auf den Schalkragen. Das ist ja das schöne im selbst konstruierten Schnitte. Man näht das, was einem gefällt. Und wenn der Schalkragen nicht sein soll, dann lässt man ihn eben weg.

An die Ärmel habe ich mir noch zusätzlich ein paar Bündchen gebastelt. Das mag ich vor allem im Herbst/Winter einfach lieber.

linked with RUMS

Entstanden ist eine ganz wundervolle neue Strickjacke. Vor allem für Menschen, wie mich, die so gar nicht in Konfektionsgrößen passen und sich jedes Schnittmuster anpassen bzw. verlängern muss, ist das Buch eine gelungene Alternative. Da man einen Schnitt nach seinen Maßen konstruiert, gibt es am Ende keine Anpassungen. Der Schnitt wird ja quasi auf den Leib geschneidert.


Ich kann Euh das Buch nur wärmstens empfehlen. Probiert es einfach mal aus, auch wenn ihr vielleicht skeptisch seid, so wie ich. Ich finde man lernt eine Menge und wird definitiv nicht enttäuscht.

Sobald mein Stoff da ist, nähe ich mir gleich noch dan Pullover. Auf den bin ich schon ganz besonders gespannt.

Weitere Einblicke in das wundervolle Buch, findet ihr hier:

Herzekleid
:: stoffbüro ::
Firlefanz
Pedilu
FrauGold
JohysBunteWelt 

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Strickstoff über Stoffhandel Arnstadt
Buch über EMF zur Rezension zur Verfügung gestellt