Möwiges Wiksten Tank

Heute dreht sich beim MeMadeMittwoch alles um Tierprints.

Normalerweise bin ich eher der schlichte Typ und scheue mich vor Prints aller Art. Wenn ich mich hinreißen lasse, dann eher zu kleinen feinen Motiven. So dachte ich auch erst, dass ich an dieser Aktion nicht teilnehmen kann, bis mir letzte Woche ein Möwenstoff von Kokka über den Weg lief, der auch noch am nächsten Tag da war. Ab da war klar, den versuche ich bis heute umzusetzen.

Im großen FrauAiko Fieber wollte ich zuerst eine solche draus nähen und scheiterte mal wieder an der Stoffbreite von 110cm. Ich hatte nur einen Meter bestellt und damit war die FrauAiko Geschichte.

Mein Schnittordner erinnerte mich dann beim Durchblättern an das Wiksten Tank. Vor ein paar Jahren habe ich es mal genäht, kam aber nicht so richtig damit klar, da mein Körper noch post-schwangerschafts bedingt unförmig aussah und das Tank diesen Eindruck noch unterstütze. Ich befragte Google nach anderen Beispielen und beschloss einen erneuten Versuch zu starten.

Mit ein bisschen Puzzelarbeit (s.u.) reichte der Stoff genau. Puh ..

Leider war die erste Anprobe sehr ernüchternd .. Das Tank war mir viiiiiel zu groß. Ich hab dann tatsächlich an allen Nähten 3cm weggenommen, bis es meinen Vorstellungen entsprach und nicht mehr nach versteckter Schwangerschaft aussah.

Gestern Nachmittag ist es dann leider erst fertig geworden, da ich mich nicht so recht für den richtigen Abschluss der Säume entscheiden konnte. Mehr dazu später.

Nun dürft Ihr Euch erst einmal von einer weiteren Bilderserie von "die Bilder hat mein Mann gemacht, der immer in der falschen Sekunde abdrückt" erheitern lassen.





Mir gefallen sie, bis auf die schlechten Lichtverhältnisse, richtig gut. Und bei dem ersten Bild sieht man, dass sich das Training mit Jillian Michaels auszahlt. Yeah!

Für alle, die sich fragen, wie mein Stoffpuzzel aussieht, die schauen bitte mal hier:


Die Nahtzugabe ist im Schnitt enthalten, so dass man die Schnitteile ganz nah aneinander legen kann. Et voilá, dann reichen auch 1m Stoff mit einer Breite von 110cm.

Erst wollte ich die Abschlüsse mit dunkelgrauem Schrägband einfassen. Das hat aber die Leichtigkeit des Double Gauze total zerstört.


Auch ein weißes Schrägband half dann später nicht. So habe ich letzendlich das Schrägband nach innen umgeklappt und festgesteppt. So gibt es nun gar keinen farbigen Abschluss, was dem Stoff am besten steht. Wahrscheinlich wäre es dann gut, gleich ein bisschen mehr von dem Stoff zu kaufen und daraus das Schrägband zu formen.

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Stoff: von Kokka über limetrees
Schnitt: Wiksten Tank
Dauer: 1h

PaaPii Häschen wecken Frühlingsgefühle

Noch ein Nähcamp-Projekt wartet darauf, gezeigt zu werden ..

Was wäre so ein tragisches Wochenende ohne Mama, wenn die Mama mit leeren Händen wiederkommen würde? Richtig, noch tragischer.

Weil ich ja weiß, wie gern meine Mädels (ja, mittlerweile auch die Große), meine selbstgenähten Sachen tragen, hab ich kurz vor knapp das Stoffbüro gebeten, mir doch bitte ein bisschen was von dem tollen Häschenstoff von Pappii mitzubringen.

Oberteile haben die Mädels genug. So war schnell klar, dass es für jede einen Rock geben würde. Ich entschied mich für den Schnitt "Leni" von schnittreif, den ich noch ein wenig im Bruch erweiterte und mit einem großen bequemen Bündchen versah.

Vor allem für den kleinen Freigeist ist das die beste Lösung.


Nachdem sich nun die Kleinste auch zum Model berufen fühlt, gibt es hier nur noch Partnershootings. Da kann es aus Versehen sogar passieren, dass sie ihre Zankereien vergessen und so einträchtig auf dem Sessel sitzen.


Am liebsten aber wollen sie alles geben. Und wenn ich dann zum "Rockdrehen" aufrufe, sind sie nicht mehr zu halten.


Dann geben sie alles, was sie haben.


Und der kleine Freigeist noch ein bisschen mehr.


Mein großes Mädchen hat schon angemerkt, dass bei ihr, nun mit 7 Jahren, die Zeit der breiten Bündchen vorbei wäre. Ja, ich kann sie verstehen. Ich bin selbst kein Freund der Bündchenröcke. Für uns Heißblüter wir das schnell ne schwitzige Angelegenheit.

Viele haben mich übrigens gefragt, warum ich nicht einmal graue und einmal türkise Häschen vernäht habe. Ganz einfach: natürlich hätte dann die Schwester den viel schöneren Rock gehabt.

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Schnitt: Leni von schnittreif
Stoff: von Pappii aus dem Stoffbüro: Häschen grau, Häschen türkis
Dauer: 30min
linked with: Ich näh Bio

Sweatblazer Lady Grace von Mialuna

Auch in meiner kleinen Nähwelt gibt es so einige heilige Grale. Das sind Kleidungsstücke oder Techniken, an die ich mich nicht ohne weiteres rantraue. Dann braucht es einen Auslöser, dass ich einfach so über meinen Schatten springe.

Im Fall des Sweatblazers war es der Insta-Sew-Along von Prülla, MadybyMiri und Jomastyle.

Schon seit ich die Variante von EmileaBerlin gesehen hatte, stand fest, das brauch ich auch. Das Vorhaben landete auf meiner To-Sew-Liste und wurde immer wieder verschoben, weil ich mir mal irgendwann so richtig viel Zeit dafür nehmen wollte. Tja, Pustekuchen. Der Zeitpunkt war nie richtig, also sprang ich ins kalte Wasser und nähte den Blazer im Rahmen des Sew-Alongs an einem Abend fertig.


Ursprünglich wollte ich gar nicht einen gemusterten Sweat nehmen. Ein einfarbiger hätte mir schon gereicht. Aber es wollte mir auf die Schnelle einfach kein passender bei den örtlichen Stoffhändlern über den Weg laufen. Also wurde es ein Stoff, der eigentlich für einen Hoodie bestimmt war.


Nunja, meine Wahl hätte besser sein können. Der Sweat ist sehr sehr wabbelig und strechig und für so einen Blazer überhaupt nicht geeignet. Das stellte ich sinnvollerweise auch erst recht spät fest, so dass ich ganz schön improvisieren musste, um ihn tragbar hinzubekommen.

Ich habe ihn um 5cm verlängert und mich bei den Ärmeln für Bündchen entschieden. Erst gestern vorgestern hatte ich wieder eine neue Lola an, bei der ich es ohne Bündchen probiert habe und musste feststellen, dass ich es mag, wenn die langen Ärmeln auf den Handgelenken "aufgefangen" werden.

Die nächste Version wird auch definitiv eine Nummer kleiner. Bei dem folgenden Bild sieht man schön, dass das Hintereil 1-2cm zu breit ist.


Und ich glaube, dass mir die Kragen / Revers Lösung nicht unbedingt steht. Da werde ich mir eine andere Variante basteln. Oder liegt es vielleicht nur an dem Kontrast?

Die Taschen habe ich noch dunkelblau eingepaspelt. Damit schließt sich der Kreis zu dem dunkelblauen Kontrasten an Kragen und Revers.


Es hat sich auch noch ein heiliger Gral in dieses Projekt geschlichen. Echte Knopflöcher. Oho! Tja, auch ich drücke mich sehr gern, um vermeintliche komplizierte Nähdetails und stelle dann hinterher fest, ähm, ja, kompliziert war es eigentlich nicht ..

Der Blazer wird seinen Platz in meinem Schrank finden, aber der nächst wird definitiv unifarben.

Und damit hüpfe ich rüber zu den Damen vom MeMadeMittwoch und zu After-Work-Sewing.

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Stoff: erhältlich u.a. bei Stoffhandel Arnstadt
Schnitt: LadyGrace von Mialuna
Dauer: 2h
Links: Emilea Berlin, Prülla, MadebyMiri, Jomastyle, Insta-Sew-Along

Mit Jenna auf der Couch

In meinem Kleiderschrank gibt es ein Fach, welches man salopp "Couchkleidung" nennen könnte.

Dort lagern viele Kaufsachen, die noch tragbar sind, es aber durch die wachsenden Ansprüche bzgl. Passform und Co., die durch das Nähen entstehen, nicht mehr nach draußen schaffen. Auch ein paar legere Hosen gehören dazu.

Ausgebeult, verblichen oder auch zu kurz liegen sie dort und wir beide fragen uns, warum wir uns nicht schon längst voneinander getrennt haben. Und wie es so oft ist, war de Plan eine Jenna von pattydoo zu nähen schon lang gefasst, aber die Stoffwahl wollte nicht so recht gelingen.

linked with RUMS
Der Stoff fand mich dann kurz vor dem Nähcamp bei Stoff&Stil. Dort lag dieser tolle Denim Jersey. Mint, Grau, Blau .. es gab ihn in all meinen Farben. So schwer fiel dann auch die Entscheidung. Letzendlich entschied ich mich für den Grauen, da ich erst einmal ein schönes Basicteil zaubern wollte.


Zum Nähcamp hatte ich dann unendlich viele andere Pläne und entsprechend Stoff und Schnitte dabei. Aber kennt ihr das? Wenn plötzlich der Stoff zu einem schon lang geplanten Projekt da ist, dann kann es gut sein, dass ich alle Pläne über den Haufen werfe und mich direkt drauf stürze.

So entstand Jenna beim Nähcamp.

Ich habe vor dem Zuschnitt eine passende Jeans auf den Schnitt gelegt und trotz Maßtabelle, die mir eine 38/40 vorschlug, eine 36 mit 5cm Verlängerung genäht. Hinterher war ich ziemlich enttäuscht, da auch diese Größe mindestens eine, eigentlich zwei Größen zu groß war. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich statt Sweat, Jersey genommen habe? Mh .. ich bin mir nicht sicher. Aber tragbar ist sie in jedem Fall.

Für die Bündchen an Bauch und Bein habe ich den Jersey einfach gewendet. Er hat Innen eine so schöne Farbe, dass es perfekt passt.

Natürlich dauerte es nicht lang und der mintfarbene Stoff zog hier ein. Mal sehen, wie lang es bis zur nächsten Jenna dauert.

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Stoff: Denim Jersey Stoff&Stil
Schnitt: Jenna von pattydoo
Dauer: 1h

Bereit fürs Business mit Lola von schnittchen

Da wollte ich gestern Abend noch schön entspannt einen tollen Post zu meiner neuen Shirt-Strickjacken-Kombi schreiben und dann steht da das süße kleine Wesen. Hustet. Ein bisschen warm und anhänglich. Für mich klar, dass der Laptopdeckel zugemacht wird und ich mich zu meinem Baby kuschle.

Dann eben jetzt ein neuer Versuch.

In der Vorbereitung auf das Nähcamp schaute ich mir alle meine Stoffe an. Ich plante für jeden Stoff ein konkretes Projekt, da ich ja den passenden Schnitt mit hätte nach Berlin nehmen müssen.

Schon länger lagerte der wunderschöne Softtouch von Lillestoff bei mir im Regal. Wartend auf etwas ganz tolles. Das macht übrigens fast jeder Stoff bei mir und fristet damit schon mal länger sein Dasein als Stoffleiche. Jeder einzelne ganz sehr geliebt, aber eben nicht verarbeitet.

Jedenfalls stieß ich bei meinen Plänen auf den wunderschönen Strickjackenschnitt "Lola" von Schnittchen. Dieser Schnitt zog mich magisch an und musste einfach probiert werden. Obwohl ich zugeben muss, dass ich nicht ganz sicher war, ob mich das Ergebnis überzeugen würde.



Wie so oft in letzter Zeit, war diese  Befürchtung unbegründet.

Die Strickjacke ist absolut mein Ding!! Sie ist leger, aber aber auch schick. Genau so, wie ich es brauche. Denn so sieht auch ein unaufgeregter einfarbiger Stoff einfach grandios aus.

Vor allem die Rückseite hat es mir angetan. Der Schnitt ist hinten kürzer als vorn und in der Seitennaht versteckt sich eine schicke Falte. Der Verlauf ist ähnlich wie bei TanteHertha. Ein wenige asymetrisch, aber trotzdem gerade. Irgendwann finde ich dafür auch mal noch ein Wort ..


Drunter trage ich mein neues schlichtes Shirt mit diesem wundervollen Lochmuster. Ich liiiiiebe es. Aber den Stoff leider nicht. Er ist so ein Diva in der Verarbeitung. Am Ende ließ er sich nur mit Framilonband zähmen ..

Ach, ich liebe liebe liebe dieses Outfit! Das werde ich nächste Woche an meinem ersten Arbeitstag in der neuen Firma tragen.


Und hüpfe ich reichlich spät doch noch zum RUMS.

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Schnitt: Lola von schnittchen
Stoff: Stofttouch in dunkelblau von Lillestoff - leider schon ausverkauft
Ruckzuck in max. einer Stunde genäht.

TanteHertha - meine Heldin für den Frühling

Immer wenn ich auf der Straße so eine schöne großgewachsene schlanke Frau mit einem Oversize-Pullover und Stiefeln sehe, bekomme ich leuchtende Augen. Ich mag diesen Stil so so gern und würde mich am liebsten nur so kleiden.

Und da kommt schon das große Aber. Wenn es zu kastig wird, kann ich es einfach nicht tragen. Wenn die Taille nicht annähernd zu erkennen ist, seh ich sofort aus wie in einem Sack.

Ständig schaue ich nach passenden Schnitten und bin so oft enttäuscht.

Zum Glück gibt es so tolle Menschen wie Bine von echtknorke. Sie hat einfach ein Händchen für Schnitte mit dem gewissen Etwas. Schon von ihrem Turnbeutel "OnkelKorke" war ich total begeistert. Als sie dann die ersten Bilder von ihrem neuen Oberteil "TanteHertha" zeigte, war nicht ich gleich hin und weg.

Wer jetzt denkt, na, was soll denn an dem Pullover besonders sein, es gibt doch schon soooo viele Schnitte auf dem Markt, der irrt sich gewaltig.



Das ist wirklich der erste Oversize-Pullover, der auf Taille geschnitten ist. Und das allein durch die assymetrischen Seitennähte. Keine Ahnung, wie Bine auf diese Idee kam, aber sie ist großartig!!


Es ist so so angenehm, den Pullover zu tragen. Mit einem feinen Strick, wie diesem hier, fällt er ganz wunderbar weich und sieht doch nicht aus wie ein Sack.


Ich mag auch die Silhouette von hinten. Der Pullover liegt ein bisschen auf dem Po auf, ohne, dass es spannt oder zieht.


Mein perfekter Begleiter für das April-Wetter. Da ist es fast ein bisschen schade, dass es bald wärmer wird und ich dann so gut wie nichts Langärmeliges mehr trage. Aber vieleicht geht die Tante auch mit kurzen Armen?? Ich glaub, das muss ich probieren.

Nun hüpfe ich reichlich spät noch schnell zu den Damen vom MeMadeMittwoch und nehme mir eine große Portion Inspiration für die nächsten Nähprojekte mit.

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Schnitt: TanteHertha (schaut Euch unbedingt auch den Schnitt zu Turnbeutel OnkelKnorke an)
Stoff: vom örtlichen Stoffdealer