Nore Dress von Compagnie M

Wenn ich neue Sachen für mein kleines Mädchen nähe und darüber spreche, dann nenne ich sie oft meinen kleinen Hüpfer. Und tatsächlich konnte dieses verrückte Mädchen erst hüpfen und dann laufen. Sie ist einfach immer in Bewegung.

Dazu braucht sie bequeme und praktische Kleidung. Ginge es nach mir, sie würde nur Jogginghosen tragen. Aber der kleine Hüpfer wäre nicht der kleine Hüpfer, hätte er nicht eigene Ansichten. Mein kleines Mädchen mag am liebsten Drehkleider. Die verfangen sich dann in den Rädern des Fahrrads, bleiben an Büschen hängen und stehen vor Dreck, wenn sie aus dem Sandkasten zurück kommt. Aber es geht kein Weg daran vorbei, es müssen solche Kleider sein.

Wie war ich froh, als ich sie von dem neu erschienenen Nore Dress überzeugen konnte. Es dreht sich zwar nicht, konnte aber trotzdem dem kritischen Blick bestehen. Und warum? Ganz klar, es hat Taschen. Das toppt sogar das weite Drehkleid und entspannt mich wenig, da es es zumindest etwas praktischer ist.


Fotos mit Kleid und Hüpfer zu machen ist eine echte Herausforderung. Komplett scharf geht das nicht bei dem Bewegungsdrang.


Und dann heißt es die Fotos zu finden, auf denen sie keine doofe Bewegung macht oder Grimassen schneidet. Puh.


Aber eigentlich zählt für mich tatsächlich nur, dass sie diesen wundervollen Schnitt liebt. So sehr, dass ich tatsächlich nach einer zweiten Version gefragt wurde.


Wie schon bei der ersten Version konnte ich den Stoff komplett aus der Restekiste bedienen und meine liebsten Nosh-Stoffe vernähen. Nun sind sie bis auf den letzten Rest aufgebraucht.


Das Nore Dress war diese Woche schon auf der Reise durch verschiedene Blogs. Ich mag dabei die Wandelbarkeit des Schnittes ganz besonders. Jedes Nore sieht auf seine Weise ganz anders aus als die anderen. Auch als einfaches Shirt hat es mich schon überzeugt. Das wird dann meine nächste Version.

Außerdem könnt ihr bei dem Nore Contest mitmachen. Alle Details findet Ihr auf der Seite von Compagnie M.

Den Schnitt könnt Ihr hier kaufen. Die Stoffe von Nosh Fabrics sind leider schon lange nicht mehr erhältlich.

Sew my Style April: Bridgetown Backless Dress

Ich weiß auch nicht .. seit ich mir letztes Jahr die kleine Auszeit nahm und mal so richtig über den Stellenwert meines Blogs nachdachte, falle ich gefühlt von einem Highlight ins nächste. So oft haben sich in der letzten Zeit kleine Türen geöffnet und wunderbare Bekanntschaften geschlossen.

Über den Blog und das Nähen habe ich tatsächlich zu mir selbst gefunden und kann das hier ungezwungen ausleben. Mittlerweile sehe ich einem Schnitt an, ob und mit welchem Stoff er zu mir passen könnte und welche Änderungen ich vornehmen muss.

Und auch außergewöhnliche Schnitte schrecken mich nicht mehr ab. Ein Backless Dress soll es im April für die Sew My Style Reihe sein? Na dann mal los. Ein schickes Outfit fehlte eh noch in meiner Capsule Wardrobe. Ich konnte mir zwar nicht vorstellen "backless" nach draußen zu gehen, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.

Lara von 1000Stoff schlug mir und Dominique bei unserem Besuch bei ihr im März einen Vintage-Jersey für das Kleid vor. Vor uns lagen wunderschöne Farben. Blau, Türkis und Altrosa. Instinktiv streckte ich mich meine Hand schon nach dem Blauen aus, als Lara mir den altrosafarbenen vorschlug.

Lara hat es halt einfach drauf. Das Altrosa ist tatsächlich absolut meine Farbe.

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Und der Schnitt auch!

Ich mag die Ärmellösung ganz besonders gern. Die fallen schön weit und geben dem Kleid eine gewisse Lässigkeit. Obwohl es mit dem freien Rücken ja eher schick ist.


Ich hab dann auch gleich meine neue Tasche dazu rausgeholt und bin begeistert, wie gut die beiden zusammen passen.


Und auch meine geliebte Jeansjacke durfte sich zu uns gesellen. Ich mag, wie sie dem schicken Kleid eine sportliche Note verpasst, ohne es zu denunzieren.


Und zusammen mit der Tasche ist es einfach das perfekte Outfit für eine entspannte Party an einem lauen Sommerabend.


Kleid
Schnitt: Bridgetown Backless Dress von Sew House Seven
Stoff: Vintage Jersey von 1000Stoff

Jacke
Secondhand

Tasche
Yaluxe Vintage Handtasche *


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Gelb in meiner Capsule Wardrobe

Bei Selmin dreht sich diesen Monat alles um die Farbe Gelb. „Ich liebe Gelb!“ sagt die, die eigentlich nur Blau und Grau im Kleiderschrank hängen hat. Aber es stimmt, als Kombination zu Grau und Blau finde ich sowohl zarte Rosa- und Minttönen als auch ein blasses Zitronengelb sehr ansprechend.

Leider muss der Farbton wirklich zitronig sein. Geht er zu sehr in Richtung Senf, treten augenblicklich meine Augenringe in den Vordergrund. Bestellungen über das Internet sind da eher russisch Roulette. Denn was auf meinem Bildschirm wie eine Zitrone aussieht, muss es in der Realität noch lange nicht sein. Deswegen kaufe ich mein Gelb am liebsten vor Ort oder lasse mich fachkundig übers Internet beraten.

Wenn es mich dann doch überkommt und ich dem Produktbild glaube, dann kommt auch mal ein senfiges Zitronengelb bzw. ein zitroniges Senfgelb bei mir an. Dieses Mal immerhin in wunderbarer Nosh-Qualität, aber leider trotzdem nicht in dem Farbton, welcher sich direkt unter meinem Gesicht befinden sollte. Und was macht man da am besten? Man näht sich etwas, was sich nicht direkt unter dem Gesicht befindet. So der Plan.

Doch was kombiniert man denn am besten zu Gelb? Ich bin ja eher nicht so der Kontrasttyp, der jetzt zuerst zu einem dunklen Blau gegriffen hätte. Ein helles Grau wäre super, aber auch irgendwie eintönig. Aber Streifen, Streifen gehen einfach immer. Auch als Frau Liese sehr passend und einfach so stimmig zu dem zarten Gelb.


Da ich gerade wieder tief in den Capsule Wardrobe Planungen stecke, möchte ich auch hier wieder vermehrt Gesamtoutfits zeigen. Was ziehe ich Drunter und Drüber und welche Accessoires kombiniere ich. Nebenbei arbeite ich an einer neuen Aufstellung meiner Kleidungsstücke.

Für den gelben Rock mit gestreiften Oberteil wähle ich meine immer wieder bewährte Jeansjacke. Es gibt fast nichts, wozu ich sie nicht tragen würde.


Ich mag das locker leichte und doch feminine sehr.
Im Schrank hängt noch eine dunkelbraune Lederjacke zur Auswahl. Diese wäre mir aber in diesem Fall einfach zu viel Kontrast zum Gelb. Jeans ist da so ein Allrounder für mich. Zu Jeans passt einfach alles.


Und dann fiel mir an den ersten warmen Tagen auf, dass so eine gehäkelte Tasche ja grundsätzlich wunderschön ist, aber bei Temperaturen über 15°C eher deplaziert wirkt. Also machte ich mich auf die laaaaange Suche nach einem passenden Ersatz.

Ich wollte erst selbst nähen, fand aber keinen passenden Schnitt und blieb dann an einer Ledertasche der Marke Yalux im wunderschönen Vintage Stil hängen.


Ich bestellte sie und war auf Anhieb begeistert. Farbe und Form sind genau mein Ding und passen auch zu dem heutigen Outfit perfekt!


In der nächsten Wochen zeige ich Euch dann das zentrale Kleidungsstück meiner Capsule Wardrobe, welches sich wieder wie ein Blitz zu erkennen gegeben hat.

Gelber Rock
Schnitt Frau Antje von Schnittreif
Stoff über Nosh Organics

Gestreiftes Shirt
Schnitt Frau Liese von Schnittreif
Stoff von Mira - kleine Naht ganz groß

Jeansjacke
Secondhand

Und damit hüpfe ich rüber zu den Damen des Me Made Mittwoch.

Die Komplizin - Kleid mit Tunnelzug

Ich weiß noch, wie ich damals das erste Mal drüben bei Elke von Dana Lübke las. "Die Komplizin" war mir vorher noch nicht über den Weg gelaufen, hinterließ aber sofort einen bleibenden Eindruck. Während ich das Interview las, musste ich oft schmunzeln. Ja, wir haben den gleichen Blick für das Wesentliche:

"Ich will auch meine Zeit nicht nur im Netz verbringen. Viel lieber sitze ich an der Maschine und nähe."

Auch ich bin ein Social-Media-Muffel. Mir bleibt neben meinem Vollzeitjob und meiner Familie so wenig Zeit für Kreatives, dass ich mich selten überwinden kann, auf alle Eure wundervollen Kommentare zu antworten. Das heißt natürlich nicht, dass ich sie nicht wert schätze - ganz und gar nicht - ich weiß einfach, dass mir dann keine Zeit mehr für den eigentlichen Inhalt meines Blogs bleibt.

Denn würde ich auf alles antworten, könnte ich Euch heute sicherlich nicht Danas neuestes Kleid mit Tunnelzug zeigen.


Auf den ersten Blick ein Kleid wie es sicherlich schon viele gibt. Auf den zweiten Blick seht Ihr:

einen wundervollen Ausschnitt


einen Tunnelzug am Rücken,


 Taschen im Vorderteil

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(und eine tolle Ärmellösung, wenn man denn einen längeren Ärmel näht, als ich es getan habe.)

Es sind tatsächlich die Details, die das Kleid ausmachen. Alles zusammen ergibt es einen lässig, schicken Schnitt, der gerade perfekt in meine Garderobe passt.

Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht doch wieder etwas verändert hätte.
Die kürzeren Ärmel habe ich ja schon erwähnt. Und dazu habe ich das Rockteil auf eine Länge, die handbreit über dem Knie endet, gekürzt. Das ist meine Länge. Alles was drüber hinaus geht, braucht viel Weite oder etwas besonderes, dass man nicht denkt, ich hätte ein Nachthemd an.

Durch den Tunnelzug könnte man auch ein Band ziehen. Oder ein Kordel. Ich habe mich für einen dünnen, dunklen Gürtel entschieden, der sogar durch den Tunnelzug passt. Das ist genau der Kontrast, den ich mir vorgestellt habe. Der wichtige Kontrast zu dem sonst eher langweiligen hellgrauen Baumwolljersey. Der in seiner Schlichtheit genau das ist, was ich gerade brauche. Der Schnitt ist es, der dem Stoff das gewisse Etwas geben soll. Wenn es nach mir ginge, würde ich noch 20 Kleidungsstücke aus diesem Stoff nähen.

Basicmantel aus Jacquard von Kurt Frowein

Seit einer Weile schon gibt es die sogenannten Jacquards auf dem Selbermachermarkt. Wohin man schaut, an jeder Ecke tun sich wunderbare neue Designs auf und locken zum Kauf. Ein Ende scheint nicht in Sicht zu sein.

Dabei dachte ich noch vor gut einem Jahr bei Jacquard an dieses unruhige Muster, was mir nie so richtig stehen wollte. Gut, dass Jacquard nur die Sotffzusammensetzung meint und die Auwahl an Mustern sehr viel mehr verspricht, als ich anfangs dachte.

Mein absolutes Lieblingsdesign, weil geometrisch, schlicht und blau, ist der neueste Jacquard von Kurt Frowein. Es gibt ihn natürlich auch noch in anderen Farbkombinationen. Für mich aber war klar, der Blaue muss es werden.


Wenn Ihr ihn nur fühlen könntet. So eine wunderschöne Haptik. Stabil, aber doch weich. Genau richtig für eine lockere Jacke. Dafür hatte ich gleich den Basicmantel von kibadoo im Kopf.


Lang sollte mein Mantel werden. Und das war er zuerst auch.


Aber so ein langer Mantel steht mir tatsächlich so überhaupt nicht. Also kürzte ich und kürzte und endete schlussendlich auf der Länge einer normalen Jacke kurz unter dem Po. Das ist meine Länge.

Aber es fehlt noch etwas. So ganz schlicht, wollte mir die Jacke einfach nicht gefallen. Ich überlegt hin und her und setzte schließlich noch drei Knöpfe aus Omas Knopffundus auf die Blende. Und Taschen brauchte es auch noch. Die normalen Taschen gefielen mir nicht bzw. erschienen mir wenig praktisch, so dass ich mir eigene Taschen überlegte und aufsetzte.


So ist aus dem Basicmantel eine Jacke geworden, die man wahrscheinlich auf den ersten Blick gar nicht als solchen erkennen würde. Aber genau das ist doch das Schöne am Nähen, oder? "Ich näh mir die Welt, wie sie mir gefällt."


Und falls Ihr Euch fragt, was das für ein heller Fleck in der linken unteren Ecke ist. Das ist mein kleiner Quatschkopf. Auf den meisten Bildern war der Papa schneller als sie, aber bei den schönsten, hat sie ihren Blondschopf mit verewigt. Und weil wir ja alle für mehr Realität in der Bloggerwelt sind, darf der Hüpfer heute mit zum Me Made Mittwoch hüpfen.

Alles Jersey - Shirts & Tops - Shirt mit Ellenbogenpatches

Steffis Buch - Alles Jersey – Shirts und Tops* - lässt mich einfach nicht los. Es beinhaltet so viele wundervolle Ideen, dass ich einfach ein weiteres Mal zuschlagen musste.

Heute zeige ich Euch ein Langarmshirt mit Ellenbogen-Patches.

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Ich fand den Stoff meines Saunio Cardigans aus dem 1000Stoff-Laden so wunderschön, dass ich ihn mir gleich noch einmal kaufte und schon genau wusste, dass daraus ein einfacher dünner "Drüberzieh-Pulli" werden würde.


Dazu kam mir die Idee aus Steffis gerade recht. So ein einfacher Pulli sieht mit den Ellenbogen-Patches einfach noch schicker aus und bleibt trotzdem schlicht.

Dazu habe ich einfach die linke Stoffseite des Stoffes als Patch genommen und mit einem hellegrauen Overlockstick versäubert. So ensteht ein schöner Effekt.


Die Farbe des Sommersweats ist für mich einfach unschlagbar. Dieses Jeansblau ist genau mein Ding und der Stoff trägt sich ganz wundervoll. Auch die Dicke des Stoffs ist für meine Idee des Drüberzieh-Pullis genau richtig - nicht zu dick und nicht zu dünn.


Für die Form des Pullis habe ich mir das Just another tee von Schneidermeistern dazugenommen, da ich dieses Vokuhila-Ding echt mag.

Die Säume habe ich den Stoff einfach umgeschlagen, um den Kontrast der Patches wieder aufzugreifen. Am Halsabschluss habe ich ein Bündchen aus dem Hauptstoff ebenfalls auf Links angenäht.


Wohin ich auch gehe, der Pulli ist nun immer mit dabei. Sobald es kühler wird, passt er überall drüber und drunter.

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