Kleid #2 - Rosa P.

Dass ich mittlerweile doch schon ein ziemlich gutes Gespür dafür habe, welche Schnitte ich nähen und welche ich meiden sollte, bringt mich nur noch selten aus meiner Komfortzone. Warum auch? Ich muss nicht experimentieren, wenn ich weiß, dass ich es am Ende mit hoher Wahrscheinlich nicht tragen werde.

Aber von einer lieben Schnittdesignerin, die mich sehr gut zu kennen scheint, ja da mache ich mal eine Ausnahme und lasse mich ein wenig in Richtung ihres neuen Schnittes schubsen:

Kleid #2 - Rosa P.


Und nun? Nun bin ich glücklich, dass sie geschubst hat. Das Kleid ist definitiv ein Sonderling in meinem Kleiderschrank, aber es wird seinen regelmäßigen Weg nach draußen finden. Da bin ich mir sicher!

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Stoffwahl


Aufgrund des ausgefallenen Schnitts habe ich mich für einen einfarbigen Baumwolljersey entschieden. Alles andere wäre dann doch zu weit von meiner Komfortzone weg gewesen.


Auswahl der richtigen Größe

Ich habe Größe 36 genäht und bin sehr zufrieden damit. Denn anders als bei Oversize-Schnitten, ist es bei weiten Schnitten ja unbedingt wichtig, dass die Schulterpartie richtig passt.


Besonderheiten beim Nähen




Alles fein, es gab keine Besonderheiten. Die Anleitung ist ausführlich, der Schnittbogen gut beschriftet. Passt.


Kombinationsmöglichkeiten


Das Kleid sieht bestimmt auch schön zu Strumpfhosen aus. Aber leider nicht an mir.



Schnitt: Kleid #2 von Rosa P.
Stoff: dunkelgrauer Baumwolljersey "Gitte" von Swafing

Rumi - Cali Faye Collection

Mit Oversize Schnitten bekommt man mich ja wirklich schnell. Wenn sie gut durchdacht sind und nicht aussehen wie ein Sack, kann ich mir nichts bequemeres und auch stylisheres für den Alltag vorstellen.

Bei Marie Fleurine bewundere ich schon seit langem ihre Version des

Rumi Pullover von Cali Faye Collection



Ich mag die Weite sehr und vor allem, dass der Halsauschnitt nicht übertrieben weit ist. Das ist meine Sorge, wenn ich Oversize-Schnitte nähe, denn meine Erfahrung zeigt, dass das oft der Fall ist. Und wenn ich etwas so überhaupt nicht leiden kann, dann herausblitzende BH-Träger.


Stoffwahl

Auch, wenn ich glaube, dass ein weich fließender Stoff dem Schnitt besser steht, wollte ich unbedingt einen derberen Stoff ausprobieren. Ich zweifelte noch kurz, aber als Dominique meinte, dass sie genau den gleichen Stoff wählen würde und wird, war schnell klar, dass wir den gleichen Rumi nähen und zeigen, wie unterschiedlich ein Schnitt wirken kann.



Auswahl der richtigen Größe

Bei Oversize Schnitten nehme ich liebend gern die kleinste angebotene Größe oder mindestens eine Größer kleiner als ich regulär trage. Damit ist Rumi dann nicht mehr ganz so "roomy", wie vorgesehen, was ich gar nicht so schlecht finde. Durch die überschnittenen Ärmel wird es keine Probleme bei der Passform geben. Wer unsicher ist, legt vorher seinen Grundschnitt auf den Schnitt und überprüft, wie viel Raum noch bleibt.

Für mich war XS hier genau richtig.


Besonderheiten beim Nähen

Kleidunggstücke mit überschnittenen Ärmeln sind ja eh ruckzuck genäht. Das ist bei Rumi nicht anders. Ich habe mich aber bei dem Halsausschnitt für ein schwarzes, dünnes Bündchen entschieden, um, falls der Halsausschnitt doch ein wenig weit ist, ihn ein wenig einzufangen. Ansonsten habe ich nichts verändert.

Man muss sich nur bewusst sein, dass man Pullover mit kurzen Ärmeln mögen muss. Vielen ist es dann am Arm zu nackig (mir ist das gerade recht), denn eine Strickjacke wird aufgrund der überschnittenen Ärmeln nicht drüber passen.


Kombinationsmöglichkeiten

Am liebsten kombiniere ich Rumi zur Skinny Jeans und weil er so gemütlich ist, zur Teetasse .. hihi ..


So bequem und gemütlich angezogen, hüpfe ich heute wieder rüber zum Me Made Mittwoch.


Schnitt: Rumi von Cali Faye Collection#
Stoff: Strick von Nosh - Silmu Knit (leider derzeit nicht mehr in Schwarz/Vanille verfügbar)
Dominiques Rumi

Lene - Konfetti Patterns

Schon wieder eine Bluse? Ja, schon wieder eine Bluse.
Wenn ich etwas in meinem Kleiderschrank immer und immer wieder brauche, dann sind es Blusen. Klassische Blusen. Hemdblusen. Oder einfache Shirtblusen. Das sind bei mir Blusen, ohne Knopfleiste, die wie ein Shirt genäht werden, aber viel feiner aussehen. So eine Bluse ist

Lene von Konfetti Patterns




Lene wollte ich eigentlich schon so gern mit Probenähen, hatte aber zu dem Zeitpunkt keine freie Minute mehr. Als dann die ersten Designbeispiele online gingen, wusste ich, ich hatte mich nicht geirrt, das ist ein Schnitt für mich!

Stoffwahl


Ich wählte einen wunderschönen Viskosestoff von Elsbeth und ich.



Als ich durch den Shop stöberte, fiel mir gleich der Stoff mit der besonderen Struktur ins Auge. Auf den ersten Blick ist der Stoff einfach nur dunkelblau. Auf den zweiten erkennt man ganz feine schmale Streifen, die die Bluse noch ein wenig feiner macht.




Auswahl der richtigen Größe


Ich wählte Größe 36, so wie ich es bei weiten Kleidungsstücken immer tue. Da ich zwischen 36 und 38 liege, ist das eine bewährte Vorgehensweise .



Besonderheiten beim Nähen


Bei Lene gibt es eigentlich nichts zu beachten. Nur beim Bubikragen muss man sich gut konzentrieren, dass er am Ende so liegt, wie er liegen soll. Und: Bügeln! Bei dem Kragen besonders wichtig!

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Kombinationsmöglichkeiten


Lene ist ein wahrer Alleskönner. Ich kombiniere sie zu all meinen anderen Sachen. Lässig und schick mit Boyfriendjeans oder ganz fein mit schmaler Stoffhose. Alles ist möglich.

Am liebsten trage ich dazu eine einfache, längere Kette. In dieser Kombination komme beide sehr gut zur Geltung.


Stoff: Viskose: Jeans-Optik Mittelblau feine Nadelstreifen
Schnitt: Lene von Konfetti Patterns

Zamora Blouse - Itch to Stitch

Heute möchte ich Euch wieder einmal ein Experiment zeigen. Wer meinem Blog schon länger folgt, hat bestimmt schon mitbekommen, dass die Itch to Stitch Schnitte nicht immer unbedingt Liebe auf den ersten Blick bei mir sind. Meist muss ich mich den Schnitten langsam nähern und ganz vorsichtig meine Seite des Schnittes ausarbeiten.

Dieses mal handelt es sich um die

Zamora Blouse von Itch to Stitch

Dieser Schluppen-Puffärmel-Stil ist ja eigentlich so überhaupt nicht meins. Aber dafür Biesen umso mehr. Die könnte ich tatsächlich all meinen Schnitten hinzufügen und ihnen damit einen edlen Look verpassen.

Also wagte ich mich skeptisch an Zamora und bin jetzt umso glücklicher, dass es eine meiner Lieblingslblusen geworden ist.


Stoffwahl


Ich durfte mir bei Karlotta Pink einen Stoff für dieses Projekt raussuchen. Vor allem bei so einer Bluse, bei der die Stoffwahl entscheidend ist, finde ich die Online-Auswahl immer ganz besonders schwer. Man kann ja nicht fühlen und knautschen und ranhalten, um zu wissen, dass dieser Stoff der richtige sein wird. Gut, dass Ines (die Inhaberin) genau weiß, was sie so auf Lager hat und mir den richtigen Stoff raussuchen konnte.

Der Handloom, der es dann letzendlich geworden ist, ist vom Fall her einem Double Gauze ziemlich ähnlich. Er fällt ein wenig schwerer, hat aber trotzdem noch einiges an Stand.


Er kommt einem leichten Jeansstoff sehr nah und wirkt trotzdem noch sehr viel edler. Eine wunderbare Kombination zu all den Biesen und der großen Schluppe.


Auswahl der richtigen Größe

Ich habe mich für Größe 6 entschieden, obwohl ich laut Maßtabelle eine knappe 8 gewesen wäre. Aber die Bluse gibt viel Raum, da wollte ich nicht riskieren, einen Sack zu nähen. Und damit lag ich genau richtig. Die Bluse passt ganz genau und trägt nicht auf.

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Besonderheiten beim Nähen

Für Zamora sollte man ganz viel Zeit und noch mehr Geduld mitbringen. Die Biesen und Abnäher haben es wirklich in sich. Dabei ist Konzentration und genaues Arbeiten gefragt. Beides war wohl gerade nicht verfügbar, als ich nähte und so sind die Biesen nicht 100% symetrisch, aber ausreichend für das Laien-Auge ..


Nachdem ich bei anderen Nähbloggerinnen von dem doch ziemlich tiefen Ausschnitt gelesen habe, habe ich ihn um 5cm nach oben versetzt und bin damit richtig glücklich. Tiefer wäre es absolut nicht mein Fall gewesen. Zusätzlich habe ich noch etwas Taille rausgenommen als die Bluse fertig war.

Da ich es stimmiger fand, habe ich zwar die Knopfleiste als Kontrast genäht, aber ohne Funktion und ohne Knöpfe. Mir wäre es mit den Knöpfen zu unruhig geworden.


Kombinationsmöglichkeiten


Zamora kann wirklich jeden Stil. Ob klassisch, verspielt im Büro oder minimalistisch, sportlich in der Freizeit zu Jeans kombiniert. Zamora könnte mein ständiger Begleiter sein, wären da nicht noch viele andere Lieblingsstücke in meinem Kleiderschrank.



Stoff: Handloom von Karlotta Pink Fabrics
Schnitt: Zamora von Itch to Stitch ab heute ins Deutsche übersetzt bei Nähconnection und in der ersten Woche mit 15% Rabatt. Dazu gibt es weitere Designbeispiel auf Annikas Blog.

Robin Hoodie - Fabelwald mit Plot von Christinaa Blog

Schon so oft genäht und noch kein einziges Mal auf dem Blog gezeigt:

Robin Hoodie von Fabelwald


Für mich ist das gerader DER Schnitt, wenn es darum geht, einen schönen Stoff oder, wie heute, eine Plotdatei in Szene zu setzen. Bei diesem Schnitt weiß ich, dass er perfekt passt und unendlich viele Variationen zulässt.

Für den neuen Plot von Christinaa habe ich mich an einen Longhoodie gewagt. Ich mag diese Länge sehr. Es ist alles angepackt, was eingepackt gehört und mit Leggins einfach unschlagbar.



Stoffwahl


Ich griff intuitiv in die Resteecke meines Stoffregals. Dort lag noch ein hellgrauer Sommersweat und wartete auf seine Bestimmung. Wie, als wenn er nur darauf gewartet hätte, reichte der Rest bis auf den letzten Zipfel haargenau für diesen Hoodie.

Sommersweat mag ich ja immer ganz besonders gern. Nicht zu warm und nicht zu kalt. Perfekt für den Winter im Kindergarten.

Als farblichen Kontrast zu dem tristen Grau griff ich zu pinker Plotterfolie und pinken Highlights in Kapuze, an den Ärmeln und am Saum.


Auswahl der richtigen Größe


Ich mag es ja gern, wenn die Sachen ein wenig länger passen. Deswegen sind meine Ärmel auch immer ein wenig länger als angegeben. Aber die Passform und alles drum herum ist wirklich super. Der Hoodie passt sowohl an der großen Bohnenstange als auch an meinem kleinen Hüpfer mit ein wenig Babyspeck.



Besonderheiten beim Nähen


Bei den Schnitten von Fabelwald gibt es keine Besonderheiten. Die Anleitungen sind reicht bebildert und die einzelnen Schritte ausführlich erläutert. Da kann nix schiefgehen.


Zum Schnitt "Robin Hoodie" von Fabelwald geht es hier entlang. Die Dateien von Christinaa findet ihr ab jetzt bei Alles für Selbermacher hier.



Und ein Königskinderpaar gibt es auch!



Jeanskleid - Lillesol & Pelle

Wenn man google fragt, was unbedingt in jedem Kleiderschrank zu finden sein sollte, kommt man einer klassich geschnitten Jeans nicht vorbei. Während das Tragen von Jeans früher zeitweise und unter bestimmten Umständen sogar verboten war, gehört sie meiner Meinung nach heute in jede Capsule Wardrobe. Ich könnte mir meine Garderobe ohne Jeans nicht vorstellen.

Dabei mag ich nicht unbedingt die Jeans an sich. Ich mag vielmehr, dass ich zu "jeansfarben" alle anderen Farben und auch (fast) alle Stile kombinieren kann. Das wäre z.B. mit einer feinen (Woll-) Hose nicht möglich.

Jeans als Hose und als Jacke gehören fest zu mir. Unzertrennlich sozusagen. Da fehlte nun nur noch ein richtig klassisches Jeanskleid.

Schon lange schlich ich daher um einen ganz besonderen Schnitt drum herum.

Schnittmuster No. 26 Jeanskleid von Lillesol & Pelle

Vermutlich hätte es auch jedes andere Kleid getan, aber wenn der Schnitt schon so heißt, dann wird sich die Schnittdesignerin sicher auch was dabei gedacht haben, oder?


Die Teilungsnähte am Vorderteil und die Passe am Rücken sind für mich total Jeans-Style. Ein wenig derber und doch auch weiblich. Dazu die Manschetten an den Ärmeln. Das hat Stil.

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Stoffwahl

Ich habe mich für die kleine, zarte Schwester des Jeans entschieden: Chambray.

Chambray könnte für mich tatsächlich DER Stoff sein. Wann immer ich durch einen Stoffladen flaniere, bleibe ich mindestens 10x an der Sektion mit den Chambrays hängen und muss mich zwingen, nicht noch einen weiteren in mein Stoffregal zu legen.


Ich liebe diese feine Struktur und die leichte Qualität. Sieht aus wie Jeans, trägt sich nur um Welten besser und angenehmer. Selbst jetzt im Winter mag ich das Kleid sehr. Zusammen mit dicker Strumpfhose, Stiefeln, Cardigan und Tuch ist man sofort super schick angezogen und hat unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten.

In den letzten zwei Jahren habe ich so einige Chambrays vernäht und kann mit Bestimmheit sagen, dass dieser Chambray zu den besten gehört. Die Qualität ist ganz außergewöhnlich und die Struktur besonders fein. Ich vermute ganz stark, dass ich ihn mir unbedingt noch für Bluse holen muss, ehe er ausverkauft ist.



Auswahl der richtigen Größe



Mir war vor dem Nähen schon klar, dass es mir der Schnitt nicht unbedingt einfach machen würde. Ich hatte ja schon einmal erwähnt, dass ich einen direkten Zusammenhang zwischen der Passform der Schnitte und des Körperbaus der Schnittdesignerin sehe. Das ist nicht schlecht und auch kein Ausschlusskriterium, ich weiß nur, dass ich vermutlich mehr anpassen muss, wenn meine Figur nicht zu der der Designerin passt.

Und so war es auch bei diesem Kleid. Ich habe Größe 36 gewählt und hätte vermutlich auch mit 34 hinkommen können. Trotz, dass ich am Ende an den Seiten noch einmal eine komplette Nahtzugabe weggenommen habe, sitzt das Kleid ziemlich locker. Aber das ist ok. Enger hätte es mir vermutlich nicht ganz so gut gestanden. Aber idealerweise hätte ich wohl Größe 32 nähen müssen. Standardmäßig liege ich zwischen 36 und 38.





Besonderheiten beim Nähen



Mir ist auf den Beispielbildern schon immer die so tiefe Position des Gürtels aufgefallen. Ich weiß nicht so richtig, warum sie das so designt hat, aber für mich ist das definitiv zu tief.

Also habe ich den Gürtel 6cm nach oben verlegt und liege damit knapp unter meiner Taille. Das ist noch tief genug, um nicht zu sehr wie Sixties mäßig auszusehen und hoch genug, dass die Taille erkennbar ist.


Ansonsten habe ich nichts verändert.

Ich mag die Anleitung ganz besonders. Darin ist alles ganz wunderbar beschrieben und ausführlich bebildert. Wenn man da in Ruhe nacheinander alle Schritte nachnäht, ist so ein Jeanskleid wirklich kein Hexenwerk.


Schaut auch unbedingt bei Lara und Dominique vorbei. Jede von uns hat diesen Monat ihr ganz eigenes Herbstkleid aus Stoffen von 1000Stoff umgesetzt.

Lara hat sich für ein Wolle-Seiden-Gemisch entschieden und ein wunderschönes Darling Ranges Dress genäht.
Dominique hat einen Merion Wollstoff gewählt und daraus ein Cheyenne-Kleid genäht.


Ich habe folgenden Stoff und folgenden Schnitt verwendet:
Stoff über 1000Stoff: Chambray Union Stretch Indigo von Robert Kaufman
Schnitt von Lillesol & Pelle: Schnittmuster No.26 Jeanskleid