Cape Donna - Freuleins

Lockere Capes zum Drüberwerfen finde ich ja für den Herbst unverzichtbar. Am liebsten etwas schicker als zu leger und nicht zu ausgefallen, dass sie zu allem anderen passen.

Als Katrin vor ein paar Wochen das Cape Donna in ihrer Designnäherrunde zeigte, hatte ich sofort unendlich viele Ideen. Von einem Wollwalk-Cape über ein Cape aus Sweatshirt-Stoff war alles dabei.

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Zu diesem Zeitpunkt kannte ich die Firma Zuleeg noch nicht und hatte noch nicht deren wunderschöne Wollstoffe gefühlt. Denn als ich damit in Berührung kam, war schnell klar, dass das Cape nur aus einem der Zuleeg-Stoffe entstehen würde.


Ich wählte einen eher dünnen blau/schwarzen Wollstoff und setzte endlich die Idee der mit Leder-Schrägband versäuberten Kanten um. Dazu habe ich dann den Reißverschluss einfach nur hinter das Schrägband gesetzt und zum Schließen noch einen Knopf mit passender Lederschlaufe angenäht.


Es entstand ein zeitloses Cape mit dem gewissen Etwas, welches ich zu all meiner Kleidung tragen kann.


Ob lässig zu Boyfriendjeans oder auch schicker zu einer feinen Skinnyjeans. Donna geht bei mir einfach immer.


Und macht direkt gute Laune.


Ich freue mich sehr, dass ich die Idee, die ich schon so ewig im Kopf hatte, endlich umsetzen konnte. Es hat mich einiges an Zeit und ein wenig an Nerven gekostet, aber es hat sich definitiv gelohnt.


Für das Absteppen des Schrägbandes empfahl mir Dominique den Schmalkantenfuß Nr 10 von Bernina. Nachdem ich die vielen Meter Schräband am Cape dran hatte, fragte ich mich, wie ich jemals ohne diesen Fuß genäht habe. Also ganz klare Kaufempfehlung für alle Bernina-Besitzerinnen. Den Fuß könnt Ihr z.B. über den Nähpark erwerben.

Bei Freuleins gibt es ab heute den Schnitt über dawanda und einen virtuellen Besuch bei Zuleeg kann ich Euch auch nur wärmstens empfehlen. Bald erzähle ich Euch auch noch mehr von diesem Geheimtipp.

Rosa P. - Kleid 1

Ich möchte diesen Winter unbedingt viel öfter Winterkleider tragen. Die Else hat den Anfang gemacht, ist aber eher etwas für die Freizeit. Im Büro muss es etwas schicker und eleganter sein.

Welch ein Glück, dass mich Rike von Rosa P. fragte, ob ich nicht Lust hätte für Ihr Kleid No1 ein Designbeispiel zu nähen.


Zur gleichen Zeit bestellte ich bei Nosh einen ganz wunderbaren weichen Strickstoff. Ein dunkles Weiß mit dunkelgrauen Streifen. Ein TRAUM!! Ganz ehrlich, wenn ihr Streifen mögt, dann braucht ihr diesen Stoff. Die Qualität wird euch umhauen!! Ich hab mir gleich noch 2m bestellt. Sicher ist sicher ..



Aber zurück zum Kleid. Ich weiß nicht richtig, was ich schreiben soll. Es passt grandios, hat die perfekte Länge und überzeugt durch die Brustabnäher, die dem Kleid die richtige Form geben.

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In der Seitennaht sind zwei Nahttaschen versteckt, die ich mutig mit dunkelgrauem Stoff genäht habe.


Der schaut beim Gehen ein wenig hervor und setzt damit noch ein kleines Highlight. Nicht zu viel Drama (sonst hätte ich sie rot genäht), aber in dem passendem dunklen Grau einfach perfekt!


Ich muss mich auch wieder bremsen, dass ich das Kleid nicht ständig trage. Es passt so perfekt zu meinen grauen Skinny Jeans und ist so 100%ig mein Ding, dass ich am liebsten darin schlafen würde.




Dira - Prülla

Habt Ihr drüben bei Danie von Prülla schon ihren neuesten Streich "Kleid Dira" in der Zusammenarbeit mit Mira von Mirastock gesehen? Ich mag ihre Idee mit Unterteilung sehr. Vor allem, mit schlichten Stoffen und eine kontrastfarbenen Paspel.

Aber leider brauche ich gerade gar keine Kleider ..

Na dann ist doch ein Dira-Pullover eine Idee, oder?


Ich finde auch als Pullover macht Dira eine ganz wunderbare Figur. Die Abnäher unter der Brust und die Paspel sind grandios. Eigentlich ist Dira ein ganz einfacher Pullover, der super schnell genäht ist. Aber mit den kleinen Details ist er etwas ganz besonders und hat definitiv das gewisse Etwas.


Das wunderbare graue Lila passt so wunderbar zu allen Farben meiner Garderobe: Dunkelblau, hellgrau und überhaupt. Ein Hoch auf das graue Lila. Das dürfte noch öfter bei mir einziehen.


Am liebsten mag ich Dira zusammen mit meiner grauen Skinny Jeans ..


.. aber auch mit grauem Tuch und meiner dunkelbraunen Lederjacke (die definitiv dringend neue Knöpfe braucht).


Ganz besonders habe ich mich über die Sonne in Eckernförde gefreut und dass Dominique von kreamino Zeit und Lust hatte, spontan ein paar Fotos von mir zu machen. Das Licht war perfekt. Die Stimmung grandios. Hach, das ist "nähen verbindet" in seiner schönsten Form.


Den Stoff habe ich bei Pepelinchen bestellt. Den Schnitt Dira habe ich hier erworben.

Und damit hüpfe ich heute wieder rüber zu den Damen vom Me Made Mittwoch und wünsche Euch allen eine schöne Restwoche. Wir werden noch ein wenig die Zeit am Meer genießen.

Janie Dress - Mouse House Creations

Die Tage werden kühler und ich genieße es, endlich mal ein Kind zu haben, welches entsprechend langärmelige Sachen braucht. Mein großes Mädchen hat es bis sie 7 Jahre alt war das ganze Jahr über nur mit kurzen Ärmeln ausgehalten. Pullover gingen gar nicht und Strickjacken nur in ganz leichter Form.

Welch ein Segen nun für den kleinen Hüpfer so richtige Kuschelsachen zu nähen. Wie der neue Schnitt von Nähconnection. Das Janie Dress von Mouse House Creations.

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Janie kann mit verschiedenen Oberteilen genäht werden. Mit weitem Ausschnitt auf dem Rücken, als auch mit Bubikragen oder wie wir es gewählt haben, mit riesigem Kuschelkragen.


Dazu ein wahnsinnig schöner Tellerrock und jedes kleine Mädchen wird dich anflehen, solch ein Kleid genäht zu bekommen.


Ich durfte mir für das Designbeispiel einen Stoff von Elsbeth und ich aussuchen und konnte an dem schlichten, altrosafarbenem Sommersweat nicht vorbeigehen. Leider war ich beim Bestellen nicht ganz bei der Sache und habe zu wenig bestellt. Erst war ich traurig, aber dann fand ich den perfekt passenden dunkelgrauen Sweat.


Und am Ende war ich wirklich glücklich, dass ich das viele Rosa mit dem Grau noch ein wenig unterbrechen konnte. So ist für mich ein kleines Traumkleid entstanden.


Für unseren Ausflug in den Wald haben wir einfach ein Langarmshirt unters Kleid gezogen, so dass mein Hüpfer so ganz ohne Jacke auskam.


Kurz darauf stand sie übrigens mit beiden Füßen in der nächsten Pfütze und am Ende des Ausflugs habe ich das komplette Outfit in die Waschmaschine gesteckt. Aber das war es wert.

Das Kleid bekommt ihr ab heute in deutscher Übersetzung bei Nähconnection. Die Ergebnisse der anderen Designnäherinnen findet ihr hier.

Blouse Colibri - Eglantine et Zoé

In meinem Kleiderschrank sind nun nach fast 6 Jahren aktiven Nähens alle Oberteile und viele Unterteile selbst genäht. Vieles, was ich im Alltag vielleicht nicht mehr so aktiv trage, begleitet mich dafür zu Hause. Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass ich mir mittlerweile all meine Wünsche erfüllen kann und nicht mehr auf die Mode angewiesen bin.

Mittlerweile ist mein Kleiderschrank auch gut gefüllt. Für fast alle Lebenslagen kann ich auf ein oder mehrere schöne Outfits zurückgreifen.

Im Arbeitsalltag trage ich am liebsten eine einfache Jeans mit einer schönen Bluse. Dabei muss die Bluse gar nicht klassisch mit Knopfleiste und Manschette sein. Viel lieber mag ich Schnitte, die schick sind und mit einem besonderen Detail aufwarten.


Dabei stoße ich immer wieder auf französische Schnitte, die genau diese beiden Kriterien erfüllen.

Wie die Bluse Colibri von Eglantine et Zoé.


Sie ist ein bisschen weiter geschnitten und eigentlich ganz schlicht ..


.. aber durch den sich überlappenden Saum am Vorderteil, wird die Bluse zu etwas ganz besonderem.

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Lara, Dominique und ich haben für diesen Monat besschlossen, bei Sew my Style auszusetzen und dafür eine gemeinsame Blusenrunde einzulegen. Schaut unbedingt bei den beiden vorbei und lasst Euch von ihren Blusenbeispielen aus herrlichem Stoff aus dem 1000Stoff-Laden inspirieren.


Für mich war auch bei diesem Schnitt wieder der perfekt passende Stoff von großer Bedeutung. Es braucht unbedingt einen weich fallenden Stoff, der ganz edel wirkt, nicht aufträgt und den Körper leicht umspielt.


Lara hat für mich einen Chambray von Robert Kaufmann ausgewählt, der nicht besser hätte passen können. Der Stand, das Muster und vor allem der Charakter des Stoffes passen perfekt und unterstreichen die leichte Eleganz des Schnittes.


Der Stoff ist zwar durch die Punkte eher verspielt, hält sich aber aufgrund der weiteren Struktur trotzdem eher im Hintergrund. Man nimmt auf den ersten Blick keine gepunktete Bluse wahr. Vielmehr sieht man einen edlen Stoff, der einen gewissen Glanz mit bringt und einen besonderen Schnitt gekonnt in Szene setzt.


Für mich steht fest, dass ich diese Bluse noch weitere Male nähen werde. Ein dunkelblauer Chambray von Robert Kaufmann (auch von 1000Stoff), der eigentlich ein Inari werden sollte, liegt schon bereit. Denn auch wenn die Bluse eher aufwändig zu nähen scheint, ist sie wirklich sehr schnell genäht.

Das Vorderteil besteht aus zwei Vorderteilen (weswegen die Wahl für diesen Schnitt unbedingt auf einen weichfallenden Stoff fallen sollte) die überlappend zusammengenäht und gewendet werden. Zusammen mit dem Beleg für das Rückteil ist damit der Saum am Hals schon schön verstürtzt. Dann werden Vorder-, Rückteil und Ärmel zusammen genäht und fertig ist die neue Bluse.

Ich habe ich zuerst von den französischen, kleinen Größen abschrecken lassen und eine Nummer zu groß genäht. Eigentlich hätte ich meine normale Größe nähen können. Auch in der Länge war ich überrascht. Ich musste die Bluse nicht verlängern.

Stoff und Schnitt kann ich Euch wirklich nur wärmstens empfehlen! Mit den beiden habt ihr am Ende eine wunderschöne neue Bluse im Schrank hängen.

Stoff von 1000Stoff: Chambray Indigo Punkte von Robert Kaufmann
Schnitt: Blouse Colibri von Eglantine et Zoé

Sapporo Coat - Papercut Patterns

Letztes Jahr habe ich mir für den Winter zum ersten Mal einen so richtig warmen Wintermantel genäht. Aus der Erfahrung meines ersten Versuchs - welcher dann eine Übergangsjacke wurde -, hatte ich mich dann das erste Mal an einer Thinsulate-Zwischenschicht versucht, die mich letzendlich komplett überzeugte.

Anfangs hatte ich das Gefühl, dass die Jacke dem Winter nicht standhalten würde, weil mir einfach nicht so richtig warm werden wollte. Dann fiel mir mit der Zeit aber auf, dass dem gar nicht so war, dass das Thinsulate einfach nur für einen wunderbaren Wärmeaustausch sorgte. Mir war immer gleich warm, egal, wie kalt es draußen war. Und mir war nie übermäßig warm, eher wie in einem 21°C warmen Raum. Ich konnte mich immer noch frei bewegen, ohne zu überhitzen, was bei mir leider relativ schnell passiert.

Also trug ich diesen wunderbaren Mantel tagein tagaus und war nur manchmal ein wenig traurig, dass er eher sportlich als schick geworden war. Für die feineren Anlässe mit Kleid oder Rock, war er einfach nicht passend genug.

Es wurde dieses Jahr also Zeit, meine dritte Jacke zu nähen. Eine, die genauso warm werden würde, aber schicker und feiner sein sollte.

Gefühlt Stunden saß ich, um zu meinem Stofffavoriten den richtigen Schnitt zu finden. Zwischendrin dachte ich 2x, dass ich ihn hätte, aber die Bilder anderer Blogger ließen mich dann meinen Plan doch wieder verwerfen.

Irgendwann stolperte ich über den Sapporo Coat von Papercut Patterns. Leider gab es nur wenige Online-Beispiele, aber dieses hier von Clever Tinker überzeugte mich: click. Sie hatte den Mantel zwar gekürzt, aber ich konnte mir vorstellen, dass er auch in der langen Version zu mir passt.

Außen wählte ich einen feinen, anthrazitfarbenen Wollstoff und Innen einen wunderschön harmonierenden hellrosa Baumwollstoff. Zwischen die beiden nähte ich eine Schicht Thinsulate.


Ich mag den Stand, den das Thinsulate dem Mantel gibt, besonders gern. Ohne die Zwischenschicht wäre der Wollstoff wohl zu dünn gewesen, um dem Oversize-Stil den nötigen Stand zu geben.


Die Taschen sind Teil des Außenstoffs und entstehen durch die zwei Teile des Vorderteils. Ich liebe diese Idee.


Die Teilung des Rückteils gefällt mir auch ganz besonders gut. Sie wirkt trotz des Oversize-Charakteres sehr edel.



Und es täuscht nicht, der Mantel hat weder Reißverschluss noch Knöpfe. Und auch die Ärmel sind nur 3/4 lang. Aaaaber das stört mich überhaupt nicht. ich trage meine Jacken sehr oft offen und für die fehlenden Zentimeter des Ärmels möchte ich mir gern noch feine Stulpen stricken und passend dazu ein schönes Tuch. Das stelle ich mir in Kombination zum feinen Wollstoff sehr edel vor.



Und selbst wenn ich irgendwann Lust auf Knopf oder Reißverschluss habe, würde beides trotzdem weglassen. Ich finde, das würden den couturigen Charakter des Mantels zerstören. Der Mantel muss genau so sein, wie erst hier zu sehen ist.


Schnitt: Papercut Patterns
Stoff: Über der Stoffhandel - Wollstoff Marlon anthrazit

Und damit hüpfe ich heute wieder einmal rüber zu den Damen vom Me Made Mittwoch und bin schon sehr gespannt, ob in der Linkliste noch weitere Wintermäntel auftauchen.